Barth missional (1)

Im vierten Band der Kirchlichen Dogmatik schlug Barth die Brücke vom „prophetischen Amt“ Christi zur christlichen Gemeinde, die in seine Sendung einbezogen wird und betrat damit theologisches Neuland. Ich werde in lockerer Abfolge hier Auszüge aus dem §72 („Der Heilige Geist und die Sendung der Gemeinde“) posten, um zu sehen, was sie für die missionale Diskussion abwerfen. Hier der Einstieg zum Thema „Berufung“:

Des Menschen Berufung ist […] seine Berufung zum Christen. Eben die Berufung zum Christen ist aber, […) des Menschen Berufung in die Christenheit und also in die Kirche, d. h. in die lebendige Gemeinde des lebendigen Herrn Jesus Christus. Man wird nicht zuerst zur Kirche und dann, in der Kirche und durch sie, wohl auch noch zum Christen berufen. Man kann aber auch nicht Christ werden, um dann wohl nachträglich auch zur Kirche berufen (möglicherweise auch nicht berufen) zu werden. Wie die christliche Existenz kein bloßes Komplement der kirchlichen ist, so ist die kirchliche auch kein bloßes Komplement der christlichen.

aus: Karl Barth, Kirchliche Dogmatik IV,3, §72 S. 780

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Kind der Verheißung

Seit Jahrhunderten zerbrechen sich Christen die Köpfe (und schlugen sich dieselben gegenseitig machmal auch fast ein), wie man angemessen über Jesus reden kann. Die historischen Formulierung in den Lehre von den zwei Naturen hat dabei in vielfältige Sackgassen geführt. Hauptursache sind die Kategorien, die dort verwendet werden, da sie einer „Ontologie der Substanz“ entnommen sind. Und an dieser Stelle ist es vielleicht auch einmal angemessen, von einem gewissen Gegensatz zwischen griechischem und hebräischem Denken zu sprechen. Letzteres weist eher in die Richtung einer Ontologie der Relation, die wiederum leichter mit neueren Denkansätzen, z.B. auch dem Gedanken der Emergenz als dynamischer Interaktion, ins Gespräch zu bringen ist. Ersteres steht dagegen dem Essentialismus nahe, der die Essenz der Existenz vorordnet oder in der Biologie die Art dem Individuum.

In der neueren Theologie sind diese Kategorien daher wie in den meisten anderen Wissenschaften auch aufgegeben und die Inhalte dessen, das man mit ihrer Hilfe hatte aussagen wollen, wurden und werden in das relationale Koordinatensystem übertragen. Von Jesus als Gott zu sprechen geschieht nun nicht mehr so, dass man ihm Teilhabe an einer abstrakt bestimmbaren göttlichen Natur zuschreibt, sondern auf seine Identifikation mit Gott und Gottes Identifikation mit ihm verweist, in der Einheit und Differenz (im Sinne eines echten „Gegenübers“) vorhanden sind.

Im neuen Testament finden sich nebeneinander mehrere Linien, die diese Identifikation beschreiben: Die Geburtsgeschichten bei Matthäus und Lukas, die Taufe mit dem Empfang des Geistes (Matthäus, Markus und Lukas), die Auferweckung (z.B. Römer 1,3), die wiederum die Erhöhung schon mit umfasst.

Stellt man mal die beliebte Streitfrage nach der Jungfrauengeburt als historisches und biologisches „Faktum“ zurück, dann bleibt die Frage nach dem theologischen Gehalt und der Bedeutung. Wäre ein vermeintliches oder tatsächliches Faktum nämlich ohne heute noch nachvollziehbare und aussagbare Bedeutung, dann lohnt sich der Streit darum auch gar nicht mehr. Immerhin: Muslime glauben auch an die Jungfrauengeburt Jesu, ziehen aber daraus keineswegs dieselben Schlussfolgerungen wie Christen.

Die altkirchliche Theologie musste die Vorstellung eines Halbgottes oder Hybridwesens (bzw. eines natürlich-übernatürlichen „Zwitters“) abwehren und orientierte sich an der (damaligen) Anthropologie: So wie in der Person eines Menschen Leib und (Geist-)Seele vereint sind, so in der Person Christi göttliches und menschliches „Wesen“. Das Risiko bleibt aber, dass sich ein tendenziell unweltliches und (nicht im ethischen Sinne) unmenschliches Jesusbild daraus entwickelt, beziehungsweise dass die Logik „Pneuma statt Sperma“ sich dem Verdacht einer „Leibfeindlichkeit“ aussetzen könnte, die Sexualität grundsätzlich anrüchig findet. Der Dualismus des Leib/Geist Schemas hat in der Geschichte unter anderem ja auch dazu geführt, dass die weiblich verstandenen Materie gegenüber dem männlich konnotierten Geist als minderwertig und unterlegen erscheint.

Geht man zurück auf die nächsten jüdischen Analogien, dann stößt man auf Geschichten, die davon handeln, dass unfruchtbare Frauen Mütter werden. In der Antike galt Unfruchtbarkeit meist als das Problem der Frau, nicht des Mannes. Das Motiv wird in Jes 49,21 auf das am Boden zerstörte Israel ausgeweitet. Relational gedacht ließe sich das im Blick auf Jesus vielleicht so weiterdenken: Gott überbietet, was er bei Isaak, Samuel oder Johannes dem Täufer getan hat in Jesus noch. Bei Matthäus folgt mit dem Kindermord und der Flucht nach Ägypten ja auch noch die Bezugnahme auf Mose, die größte Gestalt des Alten Testaments, die genealogische Linie zu David erwähnen Matthäus wie Lukas (und im Römerbrief auch Paulus). All das zusammen baut ein Beziehungsfeld auf, in dem Jesus zu betrachten ist.

Könnte man es also so sagen: Jesus ist nicht nur ein, sondern das Kind der rettenden Verheißung, die in seiner Person ihrer umfassenden Erfüllung entgegen geht. Er ist darin, dass er sich nicht sich selbst verdankt, Teil unserer geschöpflichen Wirklichkeit und damit nicht weniger menschlich (im Sinne von „unnatürlich“) als wir, sondern vielleicht ja noch mehr. Weil Gottes Verheißung aber unableitbar ist und keiner bestimmten menschlichen Voraussetzungen bedarf, entzieht sich diese Geburt und diese Person auch unseren gängigen biologischen (dazu neigt die „fromme“ Richtung wie das katholische Dogma) und psychologischen (das wäre die Grundtendenz der liberalen Theologie) Aneignungs- und Anknüpfungsversuchen. Jesus ist also weder Super-/Sondermensch noch die Extrapolation eines allgemeinen religiösen Bewusstseins auf eine absolute Stufe oder in Reinform.

Paulu schreibt in 2.Korinther 1,20: „Er ist das Ja zu allem, was Gott verheißen hat.“ Als dieses Kind der Verheißung kann man ihn mit dem Evangelisten Johannes auch als das göttliche Wort verstehen.

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Am Puls der Zeit

Die letzten zwei Tage habe ich beim IGW Christologie unterrichtet. In Olten, das ist ein größerer Bahnhof mit angeschlossener Kleinstadt, in deren engen Straßen abends derzeit junge Typen mit Gelfrisur – natürlich unter meinem Zimmerfenster – mit ihren fahrbaren Untersätzen dröhnend eine Art „Need for Speed“ mit echtem Benzin spielen.

Stichwort Krawall: Wir sind in den Kurs eingestiegen, indem wir aus dem Spiegel von vorletzter Woche die Titelstory über Jesus („die rohe Botschaft“ – Frost/Hirsch oder McManus wären begeistert!) gelesen und etwas analysiert haben. Der Autor hat sich unter anderem bei Gerd Theissen und Nick Page schlau gemacht. Wer den jüdischen Kolorit des Jesusbildes bei N.T.Wright kennt, erlebt wenig Überraschungen, aber für andere Leser mag der gar nicht lammfromme Jesus (zwischendurch aktualisierend als „Wutbürger“ bezeichnet) mit nicht nur potenziell gewaltbereiten Anhängern durchaus neu sein.

Dabei erscheint ein Standardmotiv, das wir seit 200 Jahren kennen: Das Jesusbild ist im Laufe der Geschichte kirchlich übermalt worden, nun geht es darum, das Original zu rekonstruieren. Der wiederentdeckte Jesus ist hier diesseitiger und politischer als oft angenommen, er ist jüdischer (was die ersten beiden Begriffe einschließt, sie aber mit einer religiös-apokalyptischen Erwartung verbindet) und weniger romfreundlich, er stirbt den Tod eines Aufrührers, nicht den eines „Opfers“ im kultischen Sinn oder in der Logik der Satisfaktionstheorie.

Von der radikalen Skepsis, die solche Beiträge oft kennzeichnet („Hat es Jesus überhaupt je gegeben?“), diesmal keine Spur. Ich fand das ganz erfreulich. Und solche Formulierungen wie „Missionar mit heißem Atem“ würden der ein oder anderen Gemeindepredigt auch gut tun.

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Gerächtigkeit

Bin Laden ist tot, ob die Welt damit wesentlich sicherer geworden ist, bleibt unklar. Obama verbessert seine innenpolitische Position und hebt sich wenigstens dadurch von seinem Vorgänger ab, dass er eine kleine, durchdachte Operation einem ausufernden Flächenbombardement vorzieht.

Die Genugtuung darüber ist für einen Europäer eher befremdlich. Mich hat das Ganze an den Film True Grit erinnert. Da geht es auch um Vergeltung, nur ist die Protagonistin ein 14-jähriges Mädchen, ein versoffener Marshal und ein stoffeliger Texas Ranger begleiten sie. Irgendwie wird der Gedanke vergeltender „Gerechtigkeit“ (oder eben Gerächtigkeit) damit auch wieder ein Stück ironisiert.

Der ironische Obama gefällt mir nebenbei deutlich besser. Hoffentlich nimmt das demnächst wieder breiteren Raum ein.

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Inhalt und Verpackung

Das sind zwei Begriffe, die immer wieder auftauchen, wenn es um die christliche Botschaft geht. Gerade in theologisch eher konservativen Kreisen spricht man davon, dass es einen unantastbaren, ewig (im Sinne von zeitlos oder kontextunabhängig) gültigen Inhalt gibt, aber hier und da werden Zugeständnisse an die Form gemacht, die darf dann „moderner“ werden, oder was auch immer, so lange das missionarisch „funktioniert“.

Das Problem ist: Es geht nicht. Es geht genauso wenig, wie man einen Satz aus dem Deutschen verlustfrei in eine fiktive „Universalsprache“ übersetzen kann und von da in jede beliebige andere. Das Evangelium gibt es nur kontextualisiert, in einer ganz bestimmten, konkreten Sprache und Kultur, aus der es nicht rückstandsfrei herausgelöst werden kann.

Es kann also auch nur tastend, allmählich und nicht über Nacht, in der Spannung von Versuch und Irrtum in eine neue Kultur und „Sprache“ übertragen werden. Mit der „Verpackung“ ändert sich nun zwangsläufig das Gesamtpaket. Trotzdem gibt es sachgemäße und unsachgemäße Übersetzungen. Beurteilen kann das aber nur der, der „zweisprachig“ ist. Wir müssen also zurückfragen, was das biblische Evangelium in seiner jüdisch-hellenistischen Ursprungskultur ursprünglich bedeutet hat und auf welche ihrer Themen es wie antwortet. Und wir müssen unsere Zeit gut genug kennen und verstehen, um es in ihren Begriffen und auf ihre Fragen bezogen wieder neu zu sagen.

Immer wieder wird ja auch gesagt, wie hätten „kein Theoriedefizit, sondern ein Umsetzungsdefizit“. Da steckt im Grunde ein ähnlich unbefriedigender Dualismus drin wie der von Form/Verpackung und Inhalt. Und oft genug die Weigerung, gründlicher nachzudenken und radikaler zu fragen, als man das bisher getan hat. Anders gesagt: Eine Theologie, die den Horizont ihrer Zeit verfehlt, ist auch nicht mehr „richtig“. Selbst dann, wenn sie Sätze wiederholt, die vor 500 oder 1500 Jahren durchaus „richtig“ waren.

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BiSZig

Die Süddeutsche ätzt treffend über das areligiöse österliche Freizeitverhalten hierzulande:

Die meisten aber sitzen in absurd bunten Wursthäuten auf Fahrrädern oder haben sich in Tchibo-Wanderklamotten geschmissen. Geht man übrigens zu Ostern in die Kirche, begegnet man dort keinen Wursthaut-Sportlern oder Cargohosen-Freizeitlern. Kirche hat in vielerlei Hinsicht etwas für sich.

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Der Ausbrecherkönig

In der Bucht von San Francisco liegt die ehemalige Gefängnisinsel Alcatraz. Rund 30 Jahre befand sich dort ein Hochsicherheitsgefängnis aus dem es – so der Nimbus, der es umgab, kein Entrinnen gibt. Durch Filme wie The Rock und Flucht aus Alcatraz hat sich diese Aura bis heute erhalten. Alcatraz war nicht nur ein Knast, sondern auch ein Symbol. Im Meer um die Insel, so hieß es, wimmele es nur so von gefräßigen Haien.

Etliche Ausbruchsversuche scheiterten. Erst 1962 gelang dem Bankräuber Paul Scott die Flucht. Er schaffte es bis ans Ufer, wo er unterkühlt aufgefunden, wiederbelebt und ins Gefängnis zurückgebracht wurde. Aber der Mythos Alcatraz hatte zu bröckeln begonnen und weil auch die Bausubstanz unter dem Salzwasser gelitten hatte, wurde Alcatraz im Jahr darauf geschlossen.

Man kann sich dem Thema Ostern und Auferstehung nur in Analogien nähern. Eine davon ist, den Tod nicht als Schlaf, sondern als Gefängnis zu beschreiben:

Ich war tot, aber sieh doch: Ich lebe für immer und ewig. Und ich habe die Schlüssel, um das Tor des Todes und des Totenreichs aufzuschließen. (Offenbarung 1,18)

Der Tod Jesu war eine Strafe: Aus jüdischer Sicht wegen Gotteslästerung, aus römischer Sicht wegen Hochverrats. Indem Gott Jesus auferweckt, überstimmt er nicht nur die Richter und schafft Gerechtigkeit, er entwindet dem System der römischen Machtsicherung auch seine stärkste Waffe: Die Drohung mit Folter und Tod.

Im Grunde lassen sich alle anderen Drohmittel und -gebärden als verschiedene Formen von Tod darstellen: Verachtung und Isolation, Folter und Vernachlässigung, Ausschluss und Verleumdung – die Liste ließe sich beliebig erweitern. Wir können aktuell an die Rebellen in Libyen, die Demonstranten in Kairo und Damaskus oder an Bradley Manning in den USA denken, die den Zorn des Systems am eigenen Leib erfahren.

Der Seher Johannes sagt nun, dass Jesus aus diesem Gefängnis ausgebrochen ist und dabei auch noch die Schlüssel mitgenommen hat. Und nun ist es wie im letzten Jahr von Alcatraz. Das Gebäude steht noch und der Betrieb läuft. Aber der Mythos bröckelt und irgendwo läuft einer frei herum, der die Schlüssel hat, und die Sicherheitskräfte bekommen ihn nicht zu fassen. Was haben wir in diesem Jahr schon an angeblich unvorstellbaren Dingen erlebt. Also ist auch diese Gedanke nicht so schrecklich abwegig: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Ausbrecherkönig zurückkommt und die Tore öffnet.

In gewisser Hinsicht sind wir beides – Gefangene und Komplizen des Systems. Wir leiden und haben uns arrangiert, indem wir das Leid anderer in Kauf nehmen, wenn es unsere Lage, wenn schon nicht grundsätzlich ändert, so doch etwas verbessert. Insofern wir Komplizen sind, ist Ostern auch als eine Warnung zu begreifen. Insofern wir Gefangene sind, dürfen wir uns freuen.

Was wir also heute schon ändern können, ist dies: Wir können unsere problematischen Abhängigkeiten und falschen Loyalitäten über Bord werfen. Deswegen spricht auch und gerade das Osterevangelium von Umkehr. Und wir können neue Bündnisse schmieden, die auf die Zeit nach der Befreiung, nach der Wende zielen und sie im Kleinen schon erlebbare Wirklichkeit werden lassen. Unsere Mitgefangenen sind nicht unsere eigentlichen Feinde, selbst da, wo sie sich schäbig verhalten und sich (wie wir auch) vom System verbiegen lassen. Es gibt aber auch eine verbürgte Hoffnung, das ist die andere Seite des Evangeliums: Da, wo wir für die Freiheit üben und gegen den Mythos des unentrinnbaren Systems über den König der Ausbrecher zu sprechen wagen, die Erinnerung wach und damit auch die Hoffnung lebendig halten, da bekommen die Mauern immer größere Risse und frische Luft weht durch die Zellenfenster.

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Kühne Aussage

Für meine Osterpredigt habe ich in Ulrich Kühns Christologie gelesen und dabei folgenden (bei Barth entlehnten) Hinweis entdeckt, der in diese Woche nicht nur wegen Ostern, sondern auch des Erscheinens der deutschen Ausgabe von Love Wins passt:

Die eschatologische Bedeutung der Auferstehung Christi könnte … in der Tat darin gesehen werden, dass er als der, der auf seinem Erdenweg die bedingungslose Barmherzigkeit Gottes zu den Menschen gebracht hat, das verurteilende Endgericht Gottes zu einem Gnadengericht wandelt. Dass dabei der Umfang des Kreises der »sich mit der Menschenwelt als solcher (nach der Lehre der Apokatastasis) endlich und zuletzt decken müsse und werde, das ist ein Satz, den man unter Respektierung der Freiheit der göttlichen Gnade nicht wagen kann … Wiederum ist aber in dankbarer Erkenntnis der Gnade der göttlichen Freiheit auch der andere Satz nicht zu wagen, dass es zu jener letzten Eröffnung und Erweiterung des Kreises der Erwählung und Berufung auf keinen Fall kommen könne und werde.

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„Neue“ Evangelikale?

Paul Markham macht sich im Journal of Religion and Society Gedanken über die Entstehung einer neuen Evangelikalen (oder sollte ich jetzt doch besser „evangelisch“ schreiben?) Bewegung in den USA. Er sieht dabei große Parallelen zu dem zupackenden Eifer, mit dem Evangelikale sich im 19. Jahrhundert der persönlichen und sozialen Transformation widmeten.

Dazu blickt er erst einmal kurz zurück: Evangelicals haben sich theologisch nie auf einen Nenner bringen lassen, wohl aber durch Stil und Ausdrucksformen. Heute leidet die Bewegung darunter, dass sie in der Öffentlichkeit unzutreffenderweise zum Synonym für „Fundamentalismus“ gemacht wird. Junge Evangelikale drängen auf eine Lösung von der religiösen Rechten und deren schmalen Themenkodex. Markham betrachtet das als Parallele einer Auseinandersetzung zwischen Evangelicals und Fundamentalists zur Mitte des 20. Jahrhunderts, aus der damals die Zeitschrift Christianity Today und die National Association of Evangelicals hervorging. Führender theologischer Kopf dieser Trennung war auf evangelikaler Seite Carl F. H. Henry. Er machte die Botschaft Jesu vom Reich Gottes zum Schlüsselthema seiner Arbeit.

Die Distanzierung von den Fundamentalisten hatte zur Folge, dass eine offenere Haltung gegenüber den Naturwissenschaften entstand, das Wirken des Heiligen Geistes neu in den Blick kam, eine größere Weite bei den unterschiedlichen Positionen in der Eschatologie und der Schriftinspiration einzog, soziale Verantwortung ernster genommen wurde und man wieder mehr bereit war zum Gespräch mit „liberalen“ Theologen.

Heute sind wieder viele Evangelikale auf der Suche nach einer Alternative zum Bündnis mit konservativer Ideologie. Es herrscht eine gewisse Krisenstimmung, was den Zustand der evangelikalen Bewegung und deren Wirkung auf die Gesellschaft betrifft. Verschiedene Versuche einer Absetz- oder Sammlungsbewegung von der religiösen Rechten sind zu erkennen. Theologisch zeigen sich dabei charakteristische Verschiebungen: Hin zu einer stärker präsentischen Eschatologie, die den Bezug zum Leben hier und jetzt betont, ein Zurücktreten der traditionellen Sühneopfer-Theologie, ein Interesse an „prophetic politics“ und an anderen Feldern der Sozialethik, besonders dem Thema der Gerechtigkeit.

Die Schwierigkeit diesmal besteht darin, dass sich noch kein organisatorisches Zentrum herauskristallisiert hat, so wie es Carl Henry und andere damals schufen. Das hat mit der Neigung zur Organisation in losen Netzwerken zu tun, und einer Auflösung der Grenzen zu anderen christlichen Traditionen, darunter auch Katholiken. Vieles hängt nun davon ab, wie sich die neue Bewegung organisiert. Ein paar führende Köpfe nennt Markham auch: Shane Caliborne, Rob Bell, Brian McLaren … und Tom Wright!

In Deutschland waren Evangelikale und ihre Vorläufer im Pietismus und der Erweckungsbewegung politisch nur ganz selten progressiv. Für die USA hatte der Soziologe Robert Putnam konstatiert, dass Evangelikale den gesellschaftlichen Wandel praktisch immer vorangetrieben haben. Hier kann man das so gewiss nicht sagen. Im neuzehnten Jahrhundert hat man auf die soziale Frage zwar mit reger Wohltätigkeit reagiert, strukturelles Unrecht aber weitgehend ignoriert, wenn man einzelne Stimmen wie Christoph Blumhardt mal ausklammert. Insofern fehlen hier bei uns auch Vorbilder für einen neuen Aufbruch wie Carl Henry, freilich fällt auch der Anteil von Fundamentalisten hier deutlich geringer aus – der Hang zum Konservativismus dagegen nicht. Die Unzufriedenheit mit dem Status Quo trifft man daher auch hier an, und mein Eindruck ist, dass sie weiter wächst.

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Das Erweckungsrätsel

Erweckungsbewegungen – ich habe mich in den letzten Wochen unter anderem noch einmal mit Pietismus, Great Awakening, Erweckungsbewegung und der Pfingstbewegung befasst – sind ein spannendes Phänomen. Mann kann ihren Ausbruch nicht vorhersagen (was viele bedauern), man kann sie auch nicht „machen“ (das bedauern noch mehr). Auch die Erklärungen gehen auseinander: Zwar kann man auf bestimmte (Fehl-?)entwicklungen der Kirchen verweisen (die starre Orthodoxie, der flache Rationalismus) und auf günstige Winde aus der jeweiligen Gegenwartskultur (die Romantik zum Beispiel), oder auf große Persönlichkeiten (wie Zinzendorf oder Wesley), die so etwas begünstigen. Aber ist damit schon alles gesagt?

Liest man nämlich die Berichte der „Betroffenen“, dann ist dort oft vom souveränen Wirken Gottes die Rede. Nun kann es zwar auch die typische Rhetorik solcher Bewegungen sein, die Rolle des Heiligen Geistes möglichst stark hervorzuheben, aber ganz lässt sich der Aspekt wohl doch nicht auflösen. Und so stellt sich dabei auch eine theologische Frage: Wenn es so ist, dass es offenbar Zeiten gibt, in denen der Geist Gottes mächtiger wirkt als in anderen, wäre das nicht ein Hinweis darauf, dass Glaube tatsächlich ein unverfügbares Geschenk ist und der menschliche Anteil beim Zum-Glauben-finden eher gering?

Wie aber lässt sich das mit der Ansicht versöhnen, dass Glaube und Unglaube als menschliche Antwort auf Gottes Gnade über ewiges Leben (und ewige Verdammnis) entscheiden? Läge so gesehen nicht die Schlussfolgerung nahe, dass vielleicht jeder Mensch eine faire Chance hatte, aber manche eben doch eine deutlich fairere Chance als andere? Wie sollen wir das verstehen und einordnen, dass manche Menschen nach eigener Darstellung von Gott geradezu überwältigt werden, während andere jahrelang suchen und auf ein Zeichen hoffen, ohne eines zu bekommen? Und über die verständliche Verschlossenheit von Menschen, denen von einfachen Christen oder gar Klerikern schlimmes Unrecht widerfahren ist, haben wir dann noch gar nicht geredet…

Nun kann man mit Mt 20,15 natürlich antworten: „Bist du neidisch, weil ich gütig bin?“ oder auf die Undurchschaubarkeit dieser Zusammenhänge verweisen. Man kann auch ein Argument für die doppelte Prädestination draus stricken. Oder sagen, Erweckungen und geistliche Aufbrüche werden ja nur deswegen „notwendig“, weil die Kirche ihrem eigentlichen Auftrag, nämlich hinsichtlich des Heilserwerbs Chancengleichheit herzustellen, nicht nachkommt.

An beiden Argumenten ist etwas dran, aber … vielleicht ist es ja wirklich so, wie Rob Bell verhalten andeutet: Die Tatsache, dass wir machmal herzlich wenig dafür können, dass wir zum Glauben gefunden haben oder besser noch gefunden wurden, sollte uns etwas vorsichtiger machen, allen Menschen, denen es anders geht, ihr Nicht-Glauben-Können als Schuld oder Versagen anzurechnen und sie damit auch gleich noch auf dem Weg ins „Höllenfeuer“ zu sehen. Vielleicht (darüber hat George Lindbeck schon spekuliert) gibt es ja doch zwischen hier und dem Ende der Geschichte, beziehungsweise nach dem Tod oder im Tod, eine ähnlich überwältigende Begegnung mit Gott, wie sie aus vielen Erweckungen bezeugt wird. Eine „Fair-weckung“ sozusagen.

Nun höre ich sofort den Einwand, so eine Vorstellung würde jeglichen missionarischen Eifer und Ernst untergraben. Bei manchen mag das der Fall sein. Umgekehrt ließe sich fragen: Wer entlastet eigentlich die, die längst tun, was in ihrer Macht steht, aber merken, dass sie zu wenige sind und nicht überall sein können? Und könnte es nicht sein, dass der Alarmismus, den die Vorstellung ständiger Lebensgefahr mit sich bringt, auch dazu führt, dass manche Christen abstumpfen oder blockiert sind?

Die Diskussion über Love Wins hat nun auch das Magazin Time erreicht. Der Themenkreis wird uns also noch eine Weile beschäftigen.

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Plötzlich Pfingstler?

Seit ein paar Tagen liegt Christentum 2.0 von Yan Suarsana auf meinem Schreibtisch, der Untertitel lautet „Pfingstbewegung und Globalisierung“. Der Autor ist Assistent am Lehrstuhl für Reformationsgeschichte und neuere Kirchengeschichte in Heidelberg, und im Unterschied zu vielen anekdotenhaften oder (selbst innerhalb der verschiedenen Flügel des Pentekostalismus) sehr divergierenden Darstellungen behandelt er sein Thema auch methodisch sehr durchdacht.

Im ersten Teil geht es um die Frage, wie die Pfingstbewegung definiert und beschrieben werden kann. Suarsana verwirft frühere Ansätze, die versucht haben, bestimmte theologische Konzepte oder Phänomene zum entscheidenden Kriterium dafür zu machen, wer dazu gehört und wer nicht. Vor allem die Theologie ist fluider und kurzlebiger als in anderen Kirchen und Konfessionen, ähnlich die Organisationsformen. Eine essentialistische Beschreibung in dem Sinne, dass es einen stabilen, gleichbleibenden Wesenskern gibt, aus dem heraus sich alles entfaltet, wird der Dynamik und Vielfalt nicht gerecht

Er zieht den Vorschlag von Michael Bergunder vor, der den Pentekostalismus als „internationales diskursives Netzwerk“ beschreibt, „die das inhaltliche Konzept Pfingstbewegung unentwegt untereinander verhandeln“. Dazu kommt noch einen diachrone Vernetzung, die einen Bezug auf die Anfänge der Pfingstbewegung herstellt (die nicht nur in der „Azusa Street“ liegen, sondern in den Revivalism des 19. Jahrhunderts zurück reichen), in dem Sinne, dass das heutige Netzwerk sich aus Vorläufern entwickelt hat, die eine in diese Anfangszeit zurückreichende Kette bilden. In dieser Offenheit und Fluidität entspricht die Pfingstbewegung dem, was Suarsana mit Roswith Gerloff als „Religionen in Bewegung“ bezeichnet – transkulturelle Gebilde, die sich ständig verändern. Bestimmte Praktiken und Phänomene sind dann kein klares Kriterium, sondern nur noch ein Indiz für eine mögliche Zugehörigkeit zu dieser Bewegung.

So betrachtet ist man also also auch Pfingstler, wenn man etwa zu einem „Kreis Charismatischer Leiter“ gehört (wo das „das inhaltliche Konzept Pfingstbewegung“ verhandelt wird), ohne dort (als „Postcharismatiker“ etwa) notwendigerweise die – ohnehin uneinheitlichen – politischen und theologischen Ansichten der anderen Mitglieder zwingend zu teilen.

Ok. „Religion in Bewegung“ und „diskursives Netzwerk“ klingt erst einmal interessant. Muss ich mir nochmal überlegen…

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Mehr als Namen und Daten

Im Moment befasse ich mich gelegentlich mit dem Thema Kirchengeschichte und stelle dabei fest: Viele haben eine Abneigung gegen jede Art von Geschichte, weil man da so viele Ereignisse lernen und wissen muss und so viele Jahreszahlen dabei sind. In den exegetischen Fächern lernt man Sprachen und Methoden und kann damit dann selbständig arbeiten an einem doch recht überschaubaren Textmaterial. Systematiker klären, wie wir heute stimmig von Gott reden können, dabei die Verbindung zu den Schriften halten und von den Vätern und Müttern lernen. Und praktische Theologie ist fein, weil man sie sofort anwenden kann. Wozu aber tut man sich den unübersichtlichen Wust von 2000 Jahren Kirchengeschichte an? Welchen Sinn hat es, den Erfolgen und Niederlagen, den Fortschritten, Irrwegen und Sackgassen früherer Generationen nachzuspüren?

Sting sang in den Achtzigern in „History will Teach us Nothing“ davon, dass man sich von der Geschichte befreien muss, weil sie eine Geschichte der Unterdrückung ist und Menschen gefangen hält:

If we seek solace in the prisons of the distant past

Security in human systems we’re told will always always last

Emotions are the sail and blind faith is the mast

Without a breath of real freedom we’re getting nowhere fast

Die Lehrbücher, die ich hier im Regal stehen habe, geben auf solche Fragen seltsamerweise keine Antwort. Wenn man mit Leuten über ihr (Des)Interesse an Kirchengeschichte spricht, stellt man fest:

  • Da gibt es einerseits den erbaulichen Ansatz. Wir identifizieren die Helden (je nach Gusto eher erwecklich-fromm, intellektuell souverän oder sozialrevolutionär) und erzählen anekdotenhaft von ihren großen Taten, um ihnen dann nach Möglichkeit nachzueifern. Meistens reduzieren wir die Kirchengeschichte dann auf Frömmigkeits- und/oder Missionsgeschichte oder betreiben sie als Hagiographie.
  • Dann gibt es den dogmatischen Ansatz: Wir suchen nach denen, die das, was wir heute glauben, auch schon gesagt und getan haben. Die bekommen gute Noten und werden zu Gewährsleuten der reinen Lehre und/oder rechten Praxis, die anderen bekommen schlechte.
  • Wir suchen die „große Linie“. Zum Beispiel die Verfallsidee: Am Anfang war alles perfekt, im Lauf der Jahrhunderte ging es mit den Christen bergab. Oder den Triumphalismus, dann steigt die Linie an, statt abzufallen – alles wird besser. Oder die Kombination aus beidem: Es ging lange bergab, aber nun steht der triumphale Schluss bevor. Leider muss man für die meisten Theorien, die mit Kurven und Linien operieren, die Fakten kräftig hinbiegen. Lässt sich aber machen. Der Punkt bei dieser Betrachtungsweise ist, dass wir eine Tendenz ermitteln wollen, die sich in die Zukunft verlängern lässt – eine Art historische Kaffeesatzleserei also.

In allen drei Fällen hat das etwas einseitig Zweckhaftes, das zur selektiven Wahrnehmung verleitet:

  • Wir wollen keine Fragen gestellt, sondern Antworten geliefert bekommen. Ob für unser persönliches Glaubensleben oder für aktuelle kirchliche Entscheidungen.
  • Wir wollen eine klare Ordnung und so bestätigt bekommen, dass wir im Recht sind. Vielleicht muss man die Kirchengeschichte wie die Schrift aber auch „gegen sich selbst“ lesen lernen?
  • Wir wollen Gott auf die Schliche kommen, etwa indem wir genau benennen können, wo er in der Geschichte am Werk war und wo nicht, möglichst in Reinkultur und ohne lästige menschliche Zusätze. Leider sind die Kriterien dafür, wo Gott am Werk ist und wo nicht, schon immer umstritten gewesen.

Der Dichter Steve Turner hat die Gegenposition zu Sting einmal so formuliert:

History repeats itself.

Has to.

No one listens.

Die Geschichte hätte uns also etwas zu sagen. Aber was – und wie? Kirchengeschichte ist ja keine Geschichtstheologie, die der Geschichte des Christentums Offenbarungsqualitäten zuschreibt und den roten Faden oder die Essenz göttlichen Wirkens aus dem ambivalenten menschlichen Geschehen herausdestillieren könnte. Die Beschäftigung mit ihr wird in dem Moment potenziell sinnvoll, wo wir

  • offen und bereit sind, Fremdes und Komplexes erst einmal möglichst urteilsfrei zu verstehen – also tatsächlich zuzuhören.
  • fähig sind, mit Ambivalenzen – eigenen und fremden – umzugehen, statt immer gleich „Eindeutigkeiten“ zu suchen.
  • uns selbst und unsere Überzeugungen in Frage stellen und relativieren lassen durch die „geschichtliche Ökumene“, der wir begegnen.

Unsere Kirchen und Gemeinden – auch die vergleichsweise „neuen“, die oft gar nicht so neu sind, wie sie glauben – sind sämtlich historisch gewachsene Gebilde. Um sie zu verstehen, müssen wir uns mit ihrer Geschichte befassen. Um sie leiten und verändern zu können, auch. Was eigene Leistungen und Erkenntnisse angeht, kann der Blick in die Geschichte einen zumindest sehr bescheiden werden lassen, manchmal auch dankbar. Insofern lohnt sich das geduldige Zuhören am Ende vielleicht doch.

Wer tiefer bohren möchte, kann hier bei Friedrich Wilhelm Marquardt (†2002) weiterlesen – ich habe es eben entdeckt.

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Blödsinnige Analogien

Ein Artikel auf Zeit Online beginnt mit den Worten

Die meisten Menschen träumen von einem treuen Partner. In der Natur gibt es kaum Vorbilder für die Monogamie. Um so erstaunlicher, dass es dem Menschen ab und zu gelingt.

Mit Verlaub, das ist doch ungefähr so sinnvoll, als würde man schreiben:

Die meisten Menschen träumen vom Abitur. In der Natur gibt es kaum Vorbilder für Hochschulreife. Um so erstaunlicher, dass es einigen Menschen gelingt.

oder auch:

Die meisten Menschen träumen von der freiheitlchen Demokratie. In der Natur gibt es dafür kaum Vorbilder. Um so erstaunlicher…

Dass Partnerschaft ein schwieriges Thema ist und viele Paara trotz bester Vorsätze scheitern, ist bekannt. Auskunft über die Ursachen gibt aber nicht die Zoologie, sondern Bücher wie Das ganz normale Chaos der Liebe von Ulrich Beck und Elisabeth Beck-Gernsheim. Wir betrachten ja auch nicht Wölfe und Wildschweine, um politische Theorien zu entwickeln. Wenngleich der Ausdruck Wildsau durchaus in der jüngeren politischen Debatte vorkam…

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In Bellde auf Deutsch

Immer wieder fragen Leute, wann Rob Bells heiß diskutiertes neues Buch Love Wins denn auf Deutsch erscheint. Genau am 28. April, morgen in drei Wochen also, beim Brunnen-Verlag – mit einem kleinen Vorwort aus meiner Feder. Da kann man es inzwischen auch schon vorbestellen.

Der Titel „Das letzte Wort hat die Liebe“ klingt zwar leicht nach Deutschem Schlager, ein Verkaufshit könnte es hier zumindest auch werden.

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