Gemeinde 2.0: Die Reise zu den Pinguinen

Es hat sich offenbar noch nicht überall herumgesprochen, dass im März eine wirklich interessante Konferenz in Stuttgart stattfindet: Gemeinde 2.0. Den ausführlichen Flyer kann man hier lesen. Neben einigen Bekannten aus der deutschen Szene sind die anglikanischen Bischöfe Graham Cray und Steven Croft mit dabei, die über fresh expressions of church reden (dass die zwei Pinguine auf dem Titelbild eine Anspielung auf Bischöfe sind, ist natürlich Quatsch…).

Ich selbst bin mit einem kleinen Workshop auch Teil der bunten Palette, hier der Text dazu:

FairZweifeln
Der Pluralismus von Religionen und Lebenskonzepten nimmt stetig zu und führt zu wachsenden Spannungen. Zweifel von innen und radikale Anfragen von außen stellen unseren Glauben auf die Probe. Manche alte Formeln klingen auch für uns hohl, Dogmatismus mit seinen Denkverboten verursacht Streit. Wie finden Jesus-Nachfolger als exotische Minderheit ein überzeugendes Profil?

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Online-Anmeldungen sind hier möglich. Bis 25.1. ist es noch günstiger!

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Die Jesus-Karte spielen?

Manchmal bleibt man ja an Nebensätzen hängen und es geht einem ein Kronleuchter auf. Heute hat Artur Schmitt zum Abschluss der Allianz-Gebetswoche gepredigt und dabei nur im Vorbeigehen die Christen in Korinth erwähnt, die in vier Parteien gespalten waren: Da gab es die „Paulaner“, andere hatten Petrus und Apollos zum Aushängeschild erklärt und schließlich noch eine Christus-Partei.

Das letzte hat mich, auch aufgrund Arturs verschmittzter Denkanstöße, nachdenklich gemacht. Es gibt diesen Reflex ja immer wieder. In verfahrenen Situationen sagt jemand richtigerweise, man müsse sich an Jesus orientieren, um einen Weg aus der Krise oder dem Streit zu finden. Nur kann man die Jesus-Karte offenbar eben auch so spielen, dass man damit einfach nur zur anderen Partei wird und alles verschlimmert.

So gibt es ja Gruppen, die alle Konfessionskirchen der Spaltung und des Abfalls bezichtigen und eine Rückkehr zum reinen Jesus fordern. Der ist dann aber leider ihr Jesus. Sie zögern auch nicht, diesen Jesus gegen andere zu positionieren, und so werden sie zu den borniertesten und unleidlichsten Sektierern überhaupt. Und hier liegt vermutlich das Problem: Wenn Versöhnung und Einheit durch Jesus kommen soll, dann nur so, dass er nicht „mein“ Jesus ist, sondern der Jesus, der mir im anderen begegnet und auf den niemand ein Monopol hat. Paulus ist darauf nicht hereingefallen, wir müssen es auch nicht.

Jesus hat einmal gesagt: Wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. Nun kann man auf dem „mit mir“ herumreiten und den Kreis beliebig eng ziehen. Aber man muss wohl eher das sammeln betonen. Jesus ging es sicher nicht um Beliebigkeit, er konnte auch mal scharf werden, aber er sammelte eben und gründete keinen Club der Besserglaubenden. Konfessionelle Traditionen können uns darin helfen, so lange wir sie nicht exklusiv verstehen. Vielleicht müssen wir uns immer mal wieder einsammeln lassen von Jesus – das ist der Wert eines solchen Tages wie heute.

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Bekommt Rick Warren sein Fett ab?

Daran kam auch die SZ nicht vorbei: Rick ist zu dick – und jetzt nimmt er ab. Er wäre aber nicht Rick Warren, wenn er dazu keinen Plan schreiben und ihm einen biblischen Namen verpassen und das Ganze promoten würde. In diesem Fall heißt er „Daniel“, weil der beim persischen König vegetarisch lebte.

Abnehmen ist ja ein eminent biblisches Thema. Ich habe mir überlegt, welche Bibelstellen da in Anschlag gebracht werden könnten. Klassisch natürlich Johannes der Täufer, der im Blick auf Jesus (der war natürlich schlank! – ich habe noch nie ein pummeliges Jesusbild gesehen) sagte:

Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen (Johannes 3,30)

Ergo, so zitiert die SZ Warren, werden Christen Gott eines Tages darüber Rechenschaft ablegen müssen, wie sie mit ihrem Körper umgegangen sind. Gott als der himmlische Weightwatcher, vor dem wir Rechenschaft ablegen über jedes unnütze Wort (Matthäus 12,36) – und überflüssige Pfund? Sind vielleicht nicht nur unsere Haare auf dem Kopf gezählt (Mt 10,30), sondern auch jedes Gramm auf unseren Rippen? Vielleicht erhellt sich auch von hier aus, warum im Alten Testament neben dem Blut oft auch das Fett der Opfertiere auf dem Altar landete? Warum haben eigentlich die Reformatoren, Heiligen und Lehrer der Kirche bisher Levitikus 3,17 ignoriert:

Als feste Regel gelte bei euch von Generation zu Generation an allen euren Wohnstätten: Ihr dürft weder Fett noch Blut genießen.

Und ein paar Verse weiter lesen wir diese eindringliche Warnung

Jeder, der dennoch das Fett eines Tieres isst, das man als Feueropfer für den Herrn darbringt, soll aus seinen Stammesgenossen ausgemerzt werden.

Denn Dicke sind schlechte Menschen, sagt uns die Bibel:

Sie sehen kaum aus den Augen vor Fett, ihr Herz läuft über von bösen Plänen. (Psalm 73,7)

Schon mal gemerkt, dass „fett“ im Neuen Testament ü-ber-haupt nicht vorkommt? Was sagt uns das wohl über den Willen Gottes? Nehemia, ein Zeitgenosse Daniels und selbst im Fasten geübt, schreibt selbstkritisch über das überhebliche Israel:

Sie eroberten befestigte Städte und fruchtbares Ackerland. Häuser mit all ihrem Reichtum nahmen sie in Besitz, ausgehauene Zisternen, Weinberge, Ölbäume und Obstbäume in Menge. Sie aßen sich satt, wurden fett und lebten gut von deinen reichen Gaben. (Nehemia 9,25)

Diese Aussagen haben Gewicht – theologisches natürlich. Es kann sich also nur um einen Übersetzungsfehler der Einheitsübersetzung handeln, wenn dort steht:

Hört auf mich, dann bekommt ihr das Beste zu essen und könnt euch laben an fetten Speisen. (Jesaja 55,12)

Zyniker könnten sich freilich zu der Unterstellung versteigen, dass Warren sich selber hier unter öffentlichen Erfolgsdruck setzen könnte, oder darüber spekulieren, ob Saddleback bald die schlankeste Gemeinde der USA ist, weil alle Übergewichtigen in andere Kirchen abgewandert sind.

Nein, Warren wird sein Fett natürlich abkriegen, und viele andere auch. Und dann gibt’s am Ende der einjährigen Diät ein dickes Lob für alle, die durchgehalten haben. Und ein Buch mit Bildern, Geschichten und Gruppenleitfaden. Und ein Video. Und eine Palette biblisch korrekter Fettigm… Fertigmahlzeiten.

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Deutsch zum Abgewöhnen (7): „beinhalten“

Ich habe nie verstanden, welches Bein ich nun halten soll: das rechte oder das linke? Die Formulierung enthält schlicht keine Information darüber. Noch besser aber ist die dritte Person Singular: „beinhaltet“. Bei be/in/halten wäre doch „beinhält“ zu erwarten.

Wenn aber Zeit Geld und Zen-Ästhetik in ist, warum nicht die vier Silben „be-in-hal-tet“ auf das schlichte und elegante „enthält“ oder „schließt ein“ verkürzen und damit Ruhe in den holpernden Sprachfluss bringen?

Manche Verben drohen allmählich auszusterben. „Beinhalten“ stammt ja von dem Substantiv „Inhalt“ der wiederum von „enthalten“ kommt. Da wäre Enthaltsamkeit angebracht oder eben der Rückgriff auf das Ursprungsverb. Im Zweifelsfall lieber Mund halten als Bein halten…

Tja, kann man nun sagen, wenn die Mehrheit ein Wort so verwendet, ist es per definitionem richtig. Meinetwegen ist es nicht falsch, aber schön ist es trotzdem nicht. Nur „gedownloaded“ ist noch grässlicher.

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Moderne Mythen-Macher

Die Zeit befasst sich mit Steve Hawking und seinem Anspruch einer wissenschaftlichen Welterklärung aus der Gottesperspektive. Wohlgemerkt: Einer Perspektive, die behauptet, alles erklären zu können und Gott damit „überflüssig“ zu machen. Das ist, schreibt Eduard Kaeser, jedoch schädlich für die Wissenschaft, und er erklärt auch warum: Die Wissenschaft produziert ihren eigenen Mythos, ohne sich und anderen dies einzugestehen.

Kürzlich schrieb ein Kommentator hier, dass man die Welt „ohne Feen und Götter“ erklären wolle. Leider passiert es ausgerechnet dann nur allzu schnell, dass die ganze Natur personalisiert und mystifiziert wird, und schwupps ist eine Quasi-Gottheit draus geworden, die irgendwas so oder so „gewollt“ oder „eingerichtet“ hat. Mit welchen Recht belächelt man da primitive Kulturen, die hinter den Naturphänomenen, die sie unmittelbar betrafen (wie das Wetter und die Sterne) Geister und Götter vermuteten? Es hat sich nur die Projektionsfläche und das Vokabular geändert.

Eduard Kaeser bringt es schön auf den Punkt, wie das Verwechslungsspiel läuft:

Wenn die Entstehung des Universums ein physikalischer Vorgang ist, dann brauchen wir physikalische Gesetze. Das ist so weit einleuchtend. Aber ein physikalisches Gesetz beschreibt und erklärt nur ein Ereignis, es erzeugt es nicht, auch nicht in den ersten Millionstelsekunden der Welt. Selbst eine Theorie »von allem« erklärt vielleicht alles, aber sie erzeugt nichts. Betrachten wir eine Analogie aus dem Fußball. Wir können die Flugbahn des Balles bei einem Freistoß ziemlich gut beschreiben, indem wir sie aus den Gesetzen der Mechanik und den Anfangsbedingungen – Schusswinkel, Kraft des tretenden Beins und so weiter – berechnen. Aber selbstverständlich »erzeugen« nicht die Gesetze die Bewegung, sondern die Fußballspieler. Es wäre absurd, zu sagen: Da es Bewegungsgesetze gibt, benötigen wir nicht noch so etwas wie den Fußballspieler als Beweger.

Beim Universum ist das etwas anders: Es entsteht in einem physikalischen Prozess, aus einer »spontanen Fluktuation« des Urvakuums. Dazu ist kein Akteur nötig. In diesem Punkt hat Hawking sicher recht. Aber wenn er nun das Universum sich selbst »erzeugen« lässt, also der Gravitation gewissermaßen eine Schöpferrolle überträgt, personifiziert er insgeheim die Gesetze der Physik. Anders gesagt, er erzählt uns einen Mythos in der Sprache der Physik. Daran wäre an sich nichts auszusetzen, verbände Hawking damit nicht den Anspruch, die Wissenschaft habe die Mythologie überwunden.

Hawking (und andere Vertreter des Pop-Science) vermarkten ihre „Fundamentalismen“, wie Kaeser es nennt, geschickt. Dagegen plädieren etliche seiner Kollegen, darunter der Nobelpreisträger Robert Laughlin, dafür, die Suche nach der Weltformel einzustellen. Die Welt ist zu komplex. Emergente Phänomene lassen sich nicht berechnen oder vorhersagen. Unser Wissen stößt an Grenzen. Wir sind nicht Gott. An den kann man nun glauben oder nicht, aber man sollte sich nicht an seine Stelle setzen.

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Das Wort zum Dreikönigstag

findet sich heute auf Zeit Online:

Wie kein anderer Politiker der letzten Jahrzehnte ist es Guido Westerwelle gelungen, seine Partei auf sich auszurichten. Dass es zu ihm, wie es nun heißt, keine Alternative gibt, ist vielleicht die schlagendste Begründung, warum er nun abtreten muss – selbst wenn die Nachfolge noch nicht überzeugend gelöst ist. Mit ihm an der Spitze bleibt die Partei eingemauert in die Geschichte ihrer Verwahrlosung.

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Deutsch zum Abgewöhnen (6): „in keinster Weise“

Die un-Phrase taucht immer wieder auf, wenn es Streit gibt oder etwas dementiert werden muss: Irgendwas war dann „in keinster Weise“ beabsichtigt, ist „in keinster Weise“ zu tolerieren. Ihr Gebrauch, gern auf Pressekonferenzen, offenbart eine gewisse Verzweiflung und den vermutlich unmittelbar bevorstehenden Verlust der Denk- und Sprachfähigkeit. Als Indiz für unwahre Behauptungen rangiert der Satz bei mir kurz vor dem berüchtigten „Ehrenwort“.

Das Wort „kein“ lässt sich nicht steigern. Weniger als nichts gibt es nicht und mehr Nichts hat auch noch niemand mit Erfolg produzieren können. Von „kein“ gibt es keinen Komparativ, und wo der fehlt, ist der Superlativ ja erst recht Quatsch. Man kann, wenn es unbedingt sein muss, doch einfach „gar nicht“ oder „keinesfalls“ sagen. Der Gebrauch dieser Nonsensform sollte in kein…er Weise beibehalten werden. Sonst könnte noch jemand auf die Idee kommen, Dementis hätten etwas mit Demenz zu tun.

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Gefährliche Jesusbilder

Es ist gefährlich, sich zu dem „versöhnenden“ Christus zu bekennen, ohne sich die zentrale Bedeutung Jesu aus Nazareth zu beachten; es ist gefährlich, einen „friedliebenden“ Jesus ohne seine prophetische Anklage dazustellen; es ist gefährlich, einen Jesus der Seligpreisungen der Armen (welche zudem noch nicht einmal als wirklich Arme verstanden wurden) ohne seine Verwünschung der Reichen zu verkünden; es ist gefährlich, einen Jesus zu preisen, der alle liebt, ohne die verschiedenen Formen zu betonen, in denen sich diese Liebe ausgedrückt hat, nämlich in der Verteidigung der Armen und der Umkehrforderung an die Adresse der Unterdrücker.

Jon Sobrino, Christologie der Befreiung, S. 34

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Von den Papuas lernen

Nächste Woche treffen sich die deutschen Delegierten des Lausanne III Kongresses in Berlin. Jeder war gebeten worden, einen Aspekt des Kongresses schriftlich zu beleuchten. Ich habe ja schon einiges dazu geschrieben, unten steht mein Beitrag zur Diskussion nächste Woche. Ich blättere gerade die anderen Statements durch, mit etwas gemischten Gefühlen. Es ist ein großer Kongress gewesen und die Biografien sind sehr verschieden, da hört natürlich jeder andere Dinge und das macht es einerseits spannend. Andererseits hätte man für Vorsätze wie „das Gebet wieder ernster nehmen“ nicht unbedingt nach Kapstadt fliegen müssen, da hätte auch das Exerzitienhaus um die Ecke gereicht. Keine leichte Aufgabe für die Tagungsleitung, das zu sammeln, zu bündeln und auch noch irgendwie griffig zuzuspitzen.

Unter den vielen eindrücklichen Erlebnissen des Kongresses haben sich mit ein paar Wochen Abstand ein paar Irritationen gelegt. Mit wachsendem Abstand beschäftigt mich im Blick auf unsere deutsche Situation die Frage der Ganzheitlichkeit des Missionsverständnisses. Bei ihrem abendlichen Auftritt haben René Padilla und Samuel Escobar den Dreiklang Discipleship, Justice und Ecology genannt. Vertieft wurde der letzte Begriff aus dieser Reihe in einem hochkarätig besetzten Multiplex unter der Leitung von Ken Gnanakan mit dem Titel „The Environmental Crisis“.

Inhaltlich wurde uns nichts Neues geboten, das Neue war die Klarheit, in der hier Evangelikale Position beziehen. Sir John Houghton, früher Vizepräsident des Weltklimarates, stellte die Forschungsergebnisse kurz vor und wies alle Verschwörungstheorien (die unter Evangelikalen in Nordamerika, aber auch hierzulande durchaus populär sind) deutlich zurück. Die Folgekosten des Kimawandels treffen vor allem die armen Länder der Erde, während die Hauptverursacher in den reichen Ländern zu suchen sind – auch in Westeuropa.

Für Houghton sind die Fakten klar, aber wenn es um die Frage geht, wie aus dem Wissen nun die nötigen Konsequenzen für einen nachhaltigen Lebensstil gezogen werden, dann sieht er vor allem die Christen am Zug. Ergänzt wurde Houghton von Denise Thompson, die als Professorin in Trinidad & Tobago ihren Studenten Klimabewusstsein beibringt, und von David Kidma, dem Vorsitzenden der Evangelischen Allianz in Papua Neuguinea. Kidma beschreibt ebenfalls einige beispielhafte Projekte, vor allem ein Handbuch, das jüngst veröffentlicht wurde, und das biblische Theologie und das ganzheitliche Denken und Lebensgefühl der Papuas integriert.

Für unsere Situation in Deutschland finde ich den Impuls hilfreich und bedenkenswert. So wie wir merken, dass Evangelisation und Diakonie nicht – auch nicht im Sinne einer stillschweigenden „Arbeitsteilung“ – in einem bloßen Nebeneinander existieren dürfen, so gehören auch Fragen der Gerechtigkeit und des Umweltschutzes (wir sprechen ja zu Recht inzwischen von „Klimagerechtigkeit“) integral zum Auftrag der Christen dazu.

Die Micha-Initiative ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Noch etwas weiter gedacht wirft das aber auch die Frage auf, ob die derzeitige Selbstbezeichnung der Lausanner Bewegung in Deutschland als „Koalition für Evangelisation“ so glücklich gewesen ist, und ob nicht bewusst der Schulterschluss mit kirchlichen (und nichtkirchlichen) Organisationen und Netzwerken gesucht werden kann, die sich praktisch und konkret für Nachhaltigkeit einsetzen.

Und es stellt sich natürlich die Frage, welche geistige und theologische Arbeit dafür in unseren eigenen Reihen leisten wäre. Denn fromme Klimaskeptiker, mit allem, was an kruden Verschwörungstheorien dazugehört, gibt es leider zuhauf.

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Es ist noch kein Messias vom Himmel gefallen

Diese Woche hat mich die Geschichte von Simeon und Hanna aus Lukas 2,25ff begleitet. Weihnachten, der Messias und Gottes neue Welt sind nicht nur etwas für junge Mütter und Babys, sondern auch für die Alten. Allerdings begegnet uns hier nicht die Sorte alter Menschen, die in der Vergangenheit leben und störrisch behaupten, früher sei alles besser gewesen. Sondern zwei Alte, aus denen Gottes Geist zu den jungen Eltern spricht über ihren Sohn, der nicht ihnen gehört, sondern Gott. Zwei Propheten, die in der Erwartung des Neuen leben und denen es geschenkt ist, schon in seinen winzigen und bescheidenen Anfängen die ganze Bedeutung und Herrlichkeit zu erkennen. Weil das auch Hochbetagte noch können, braucht uns das Älterwerden also nicht zu schrecken.

Für den kleinen Jesus gilt, was mutatis mutandis für alle Christen gilt: Es ist noch nicht offenbar, was wir sein werden (1.Joh 3,2) – noch kein Auge hat gesehen, was Gott vorbereitet hat (1.Kor 2,9). Nicht aus der Vergangenheit, sondern erst aus Gottes Zukunft heraus wird deutlich, wer er ist. Er wächst in diese Rolle hinein im Gegenüber zu anderen Menschen, das müssen die Eltern verstehen. Simeon spricht davon, dass es Streit um Jesus geben wird und dass das auch für die Familie schmerzlich wird. Mit begrenztem Erfolg: In Markus 3 können wir verfolgen, wie die Familie den abtrünnigen Sohn wieder einfangen will und die Schriftgelehrten ihn für einen teuflischen Verführer halten. Jesus sagt sich von seiner Familie los. Und er bricht mit den Erwartungen, die die religiösen Autoritäten an ihn herantragen.

In Dtn 21,18f das im Hintergrund der Aktion von Mk 3,21 steht, folgt übrigens am Ende der Hinweis auf den Tod des Verfluchten am Holz. In genau diese Richtung bewegt sich Jesus mit der eigenwilligen Interpretation der Messias-Rolle. Er wird dieser Messias im Gegenüber zu Gott, der in der Taufe seinen Geist auf ihn kommen lässt und den er mit dem intimen „Abba“ anredet, und der neuen messianischen Gemeinschaft seiner Schwestern und Brüder. Simeon und Hanna sind eine Vorwegnahme dieser Gemeinschaft, und auch durch sie spricht Gottes Geist. Ein paar Verse weiter deutet Jesus schon einmal kurz an, dass sein Zuhause (also seine Identität) nicht in Nazareth liegt, sondern bei Gott dem Vater. Jürgen Moltmann hat in „Der Weg Jesu Christi“ geschrieben, dass Jesus in gewisser Weise auch für sich selbst ein Geheimnis bleibt.

Im Unterschied zu Jesus, für den es kein Vorbild gab, haben wir Christen in ihm einen „Prototypen“, an dem wir erkennen können, in welche Richtung unser Werden verläuft. Dennoch ist auch dieser Prozess nicht rückwärts gewandt. Er fordert von uns die Lösung von den Erwartungen und Traditionen unserer Herkunftsfamilien, sozialen Milieus, der politischen und religiösen (auch christlich-religiösen) Autoritäten; und er bindet uns an Gott, den Vater, und an einander als die Menschen des Weges. Der Jesus, dem wir ähnlich werden wollen, ist uns auf dem Weg vorausgeeilt. Wir finden ihn nicht in der Vergangenheit. Wir finden ihm, indem wir seinem Geist folgen und uns leiten lassen. Und weiter darum beten und darauf vertrauen, dass sein Friedensreich kommt. Das biologische Alter spielt dabei keine Rolle:

Denn Gott, der sprach: Aus Finsternis soll Licht aufleuchten! , er ist in unseren Herzen aufgeleuchtet, damit wir erleuchtet werden zur Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi. Diesen Schatz tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen; so wird deutlich, dass das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns kommt. (…) Darum werden wir nicht müde; wenn auch unser äußerer Mensch aufgerieben wird, der innere wird Tag für Tag erneuert. (2. Kor 4,6-7.16)

Es ist noch kein Messias vom Himmel gefallen, könnte man sagen. Und auch wir haben Zeit, in Gottes Absichten und Möglichkeiten hineinzuwachsen und uns von anderen Einflüssen freizuschwimmen. Maria hat im Laufe der Zeit offenbar auch verstanden, was Simeon und Hanna damals gemeint hatten, als es um das Licht für die Völker der Welt ging. In diesem Sinne: Ein Geist-reiches und gesegnetes Jahr 2011!

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Fränkisches Wintermärchen

Wo der Tennenloher Forst am finstersten ist, da steht gut versteckt eine kleine Hütte. Kein Lichtstrahl dringt in diesen Winkel, kein Vogel singt dort und kein Harvester kam je in seine Nähe. Dort wohnen die Brüder Bodo und Waldo. Die beiden hatten eine schwere Kindheit, dort im Wald. Der Vater starb früh und der Stiefvater versoff das wenige Geld, das ihre Mutter vom Markt nach Hause brachte, wo sie Waldhonig verkaufte. Wenn er betrunken war, schlug er seine Frau und die Stiefsöhne. So schlimm waren die Verletzungen, dass Bodo lebenlang hinkte und Waldo schielte.

Drei Tage nach Waldos sechzehntem Geburtstag schlug der Alte die Mutter bewusstlos und ließ sie im Wald liegen, während er wegging, um sich zu betrinken. Als Bodo und Waldo sie am nächsten Tag fanden, war sie tot – erfroren in der Nacht. Der Stiefvater kehrte nie zurück. Bodo und Waldo verkauften Waldhonig und lebten von Beeren und kleineren Wildereien. Aber jeden Winter, wenn sich der Tod der Mutter jährte, erwachte ihr Zorn.

Sie wussten nicht viel über die Vorlieben des Stiefvaters, nur dass er ein passionierter Langläufer gewesen war. Wenn im Winter genug Schnee lag, schwang er sich auf die Bretter und verschwand für Stunden im Wald. Seine Spuren im Schnee waren vor dem Haus zu sehen und die Jungen hofften jedesmal vergeblich, er würde nie zurückkehren.

Eines Winters lag an diesem ominösen Tag viel Schnee. Er war drei Tage zuvor gefallen, und als Bodo und Waldo den Ort aufsuchten, wo sie die Mutter tot gefunden hatten, stießen sie auf Spuren von Langlaufski. Sie blieben wie angewurzelt stehen, und dann stieß Waldo einen tiefen, herzzerreißenden Schrei aus. Bodo begann, sich die Haare zu raufen und auszureißen und dann trampelten die beiden so lange auf dem Weg herum, bis die Spur nicht mehr zu erkennen war.

Seit jenem Tag streifen Bodo und Waldo durch den winterlichen Reichswald, wenn Schnee liegt. Jeden Morgen beim ersten Licht der Dämmerung verlassen sie die Hütte. Bodo fährt einen halbtoten Traktor mit riesigen Profilreifen und Waldo reitet eine alte Mähre. Sie suchen hin und her im Wald nach Spuren von Langläufern. Und wenn sie irgendwo eine entdecken, dann fahren und reiten sie so lange auf dem Weg herum, bis sie nicht mehr zu gebrauchen ist. Das Pferd tritt mit klammheimlicher Freude tiefe Löcher in den Schnee, die sich mit Schlamm und Wasser füllen und Langläufern das Fortkommen unmöglich machen. Die Reifen des Traktors ziehen mit größter Genugtuung diagonal gerillte Furchen, in denen sich Langläufer nur mit Mühe aufrecht halten.

So hoffen Bodo und Waldo, dass der böse Stiefvater nie zurückkommt. So ist vor allem Waldo und seinem Gaul auch nicht eine Spur entgangen, wenn er mittags in die abgelegene, finstere Hütte zurückkehrt. Dort leben sie bis heute, humpelnd und schielend und fern von anderen Menschen. Ihre einzigen freunde sind ein paar Spaziergänger und Hundebesitzer. Die sieht man ab und zu im Wald, wenn sie die eine oder andere Ski-Spur, die Bodo und Waldo übersehen haben, genüsslich zertreten…

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Von Menschen und Göttern

erzählt die wahre Geschichte des kleinen Trappistenkonvents von Tibhirine im algerischen Atlasgebirge, dessen Brüder sich angesichts der Bedrohung durch die islamistische GIA dazu durchringen, sich weder von der korrupten Armee beschützen zu lassen noch dem Dorf, in dem sie leben, den Rücken zu kehren und wieder nach Frankreich zu gehen. In der Schlüsselszene redet ein Bruder davon, dass sie wie Vögel seien, die auf einem Baum säßen und nicht wüssten, ob die weiterfliegen. Darauf antwortet eine Dorfbewohnerin: „Wir sind die Vögel – ihr seid der Baum.“ Und die Mönche bleiben schließlich, im vollen Bewusstsein der möglichen Folgen.

Wer eine fesselnde Auslegung der Jahreslosung 2011 sucht, der wird hier fündig: Die Reaktion auf das Böse, das sich im Krieg zwischen Diktatur und Islamisten regt und alles zu vergiften  droht, ist nicht der Rückzug, sondern die Bereitschaft zum Leiden um der Liebe willen.

Es ist ein leiser Film, trotz einer mit Gewalt aufgeladenen Atmosphäre. Und es ist beeindruckend, wie diese Christen unter den Muslimen friedlich leben – sogar im Abschiedsbrief des Priors findet sich kein Wort des Hasses oder der Verachtung gegenüber dem Islam. Wie ein roter Faden ziehen sich die Gesänge der Liturgie und die Schriftlesungen durch die Handlung.

Wer es einrichten kann, sollte Von Menschen und Göttern unbedingt anschauen. Trotz des Todes von sechs der acht Brüder im Mai 1996 nach der Entführung durch die GIA, aber unter bis heute nicht völlig geklärten Umständen, ist es ein Film, der am Ende doch Mut und Hoffnung verbreitet.

Wer lieber vorher noch ein paar Kritiken liest: Hier oder hier klicken. Übrigens: Gut drei Millionen Franzosen haben den Streifen von Regisseur Xavier Beauvoir schon gesehen.

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Die unmögliche Nichterkenntnis

Frank hat zu meinem Adventspost eine spannende Frage gestellt, und ich dachte, die Antwort ist einen neuen Post wert. Hier also noch einmal die Frage:

Ist es aus christlicher Sicht denkbar, dass Gott (so es ihn gibt) dem Atheisten (dessen Vorstellung/Wunsch vom „Jenseits“ ja die Nichtexistenz ist), ebendieses erfahren lässt? Also: „Wenn jemand mich bewußt nicht erkennen will oder den Gedanken an meine Existenz ablehnt, dann erweise ich ihm trotzdem aus Liebe den Gefallen des Nichtweiterexistierens nach dem Tode.“

Die kurze Antwort darauf habe ich schon in den Kommentaren gegeben: es ist natürlich denkbar. Wobei es in meinem Text gar nicht um das Leben nach dem Tod/im „Jenseits“ ging, sondern um das Kommen Christi in diese Welt und deren Heilung und Verwandlung. Doch selbst dann stellt sich die Frage, ob man in dieser neuen Welt zuhause sein möchte oder nicht. Und wie Gott wohl reagieren würde, wenn jemand das nicht will. Ich finde, alles deutet eher in die Richtung, dass er niemanden dazu zwingen würde – Liebe drängt sich nicht auf. Am Ende, hat C.S. Lewis einmal recht lapidar gesagt, gibt es nur zwei Arten von Menschen: Solche, die zu Gott sagen: „Dein Wille geschehe“ und solche, zu denen Gott sagt: „Dein Wille geschehe.“ Das ist also die eine Seite.

Was mich aber fasziniert hat, war das Bild, das beim Nachdenken über diese Frage vor meinem inneren Auge entstand – womit ich nicht behaupten will, dass Frank das so gemeint hat –, die andere Seite dieser Frage also: Von einem Menschen, der nicht nur für den Augenblick sagt, dass er keine Anhaltspunkte für Gottes Existenz sieht (das ist ja auch oft schwer genug), sondern der diese Möglichkeit so kategorisch ablehnt, dass er – für den Fall, dass sie zur Realität wird – lieber die alte Illusion bestätigt bekommen möchte. Aber wäre es nicht tausendmal interessanter, einmal kurz über die eigene Täuschung den Kopf zu schütteln und dann staunend Gott Auge in Auge gegenüberzustehen? Gut, Gott kann einen schon erschrecken, davon weiß die Bibel einiges zu berichten. Aber dabei bleiben die biblischen und anderen Berichte ja nicht stehen. Müssten nicht alle, auch die großartigsten und bewegendsten Erfahrungen, die wir bisher gemacht haben, wie ein müder Abklatsch dieser Begegnung erscheinen? Anders gefragt: Kann man so wenig neugierig sein und das größte Geheimnis überhaupt ausblenden wollen?

Meine zweite Überlegung betrifft die Haltung der Welt gegenüber: Wenn sich herausstellen sollte, dass diese Welt tatsächlich Gottes Schöpfung ist und dass Gott sein unvollendetes Werk nun zur vollen Blüte und Entfaltung bringt, kann man sich in diesem Moment von ihr abwenden? Müsste nicht gerade eine humanistische Grundhaltung dazu führen, dass man alles daran setzt, zum ersten Mal in einem intakten Ökosystem leben zu können, Teil eines rundum angstfrei funktionierenden Gemeinwesens zu sein, geliebte Menschen frei von Gebrechen und Behinderungen zu sehen? Ist es vorstellbar, dass jemand lebens-müde auf der Ziellinie seines Langstreckenlaufs kehrt macht, sich verabschiedet und einsam im Nichts versinkt, und das alles nur, weil er Gott als den Ursprung alles Guten dieser Welt nicht erträgt (und wenn ja, was bedeutet das eigentlich für das gegenwärtige Verhältnis zu Mitmenschen und Schöpfung, wenn man es konsequent zu Ende denkt)?

Drittens: Was bedeutet das im Blick das eigene Selbst? Natürlich hält jeder seinen gegenwärtigen Standpunkt für gut begründet, er ist ja die Quintessenz der gesammelten Lebenserfahrungen. Aber Menschen ändern sich, wir sind lernfähig. Und große Ereignisse haben schon viele dazu gebracht, sich zu korrigieren. Solche Korrekturen störrisch abzulehnen muss also kein Zeichen heroischer Konsequenz sein. Fehlbarkeit gehört eben zum Menschsein, deshalb regen sich ja manche über den Papst auf (der sich im Übrigen auch in den allermeisten Fällen für fehlbar hält), es erinnert eher an Margot Honecker. Wenn wir unsere erstaunliche Fähigkeit zum Selbstbetrug noch dazurechnen, wird das Bild noch etwas beunruhigender. Es kann ja ungemein befreiend sein, Illusionen aufzugeben, wenngleich es immer auch beschwerlich und schmerzhaft ist. Aber soll Gott am Ende (wann und in welcher Form auch immer es kommt) unsere Lebenslügen unangetastet lassen und einfach auf die Löschtaste drücken? Wäre damit dann nicht alles, auch das Gute und Richtige, das in jedem Menschenleben auch vorkommt, ad absurdum geführt? Und – um wieder in die Gegenwart zurückzukehren – macht man sich mit diesem Wunsch nicht schon in dem Sinne selbst zum Gott, dass man davon ausgeht, dass die Wirklichkeit um uns herum sich nach unseren Vorlieben und Vorstellungen richtet, dem Diktat unseres Dogmas beugt?

Zuletzt: Gott bewusst nicht erkennen zu wollen scheint mir logisch gesehen ein Ding der Unmöglichkeit. Genau genommen bedeutet das, ihn eben schon erkannt zu haben und nachträglich die Augen davor zu verschließen. Oder zumindest verrät die Formulierung doch so viel: Ich weiß genau, wo ich hinschauen müsste – aber ich tu’s nicht, weil ich schon ahne, was ich dann sehe. Nur – wenn ich um jeden Preis vermeiden will, Gottes ansichtig zu werden, dann werde ich auch viele andere Dinge im Leben womöglich nie sehen, weil sie ihm so nahe sind, dass sie schon etwas von seinem Licht widerspiegeln oder dass sein Schatten auf sie fällt. Ängste und Aversionen können uns blenden, aber in den seltensten Fällen unseres Alltags ist das eine gute Sache. Warum sollte es in den großen Fragen von Leben und Tod anders sein?

So gesehen haben Atheisten ja eigentlich einen Vorteil: Wenn sie sich in ihrer Weltanschauung getäuscht haben, können sie es noch herausfinden. Wenn Christen sich täuschen, wenn die Welt sich nicht ändert und mit dem physischen Tod alles aus ist, werden sie es nie erfahren. Will man aber partout bis zuletzt Recht behalten, müsste man als Atheist die Fronten wechseln.

Bis jetzt dachte ich, Atheisten sind in der Regel der Meinung, dass Christen sich Illusionen über die Welt machen, weil diese schöner und tröstlicher sind als die schnöde Wirklichkeit. Jetzt aber frage ich mich, ob es nicht einen Atheismus gibt, der die Vorstellung einer gott-losen Welt so schön und attraktiv findet, dass er sie unbedingt glauben will

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Weisheit der Woche: Gedanken

Wenn ich mich damit beschäftigen würde, was Blöde denken, bliebe mir keine Zeit mehr für das, was intelligente Leute denken.

Eric-Emmanuel Schmitt, Oskar und die Dame in Rosa

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