Taufe missional gedacht

Ich sitze über einer Taufpredigt und habe mich eben wieder daran erinnert, dass man immer wieder einmal zu hören bekommt, die Säuglingstaufe sei die im Grunde reinste Form der Taufe, weil sie alle Werkgerechtigkeit ausschließe und die zuvorkommende Gnade Gottes in ihrer vollen Größe zur Geltung kommen lasse. Das ist typisch für ein bestimmtes Verständnis des Evangeliums und es ist zugleich ein Reflex auf eine Tauftheologie, die Taufe als eine bewusste Entscheidung des mündigen Subjekts begreift und die Säuglingstaufe ablehnt.

Der antipelagianische Impetus der ersten Position ist heute überflüssig – als wäre die eigentliche Ursünde des Menschen der Versuch, sich das verlorene Heil zu verdienen. Mag sein, dass im Spätmittelalter noch jemand daran gedacht hat, heute spielt das keine Rolle mehr. Zugleich ist es aber schon ein starkes Stück gegenüber den Menschen, die nicht auf Wunsch der Eltern getauft wurden, wenn man deren Entschluss zur Taufe (indirekt natürlich nur) unter den Verdacht stellt, hier mit Gott ein Geschäft abschließen zu wollen. Als ob die Logik mancher Eltern (wenn man denn mal fragen würde…) nicht auf denselben Nenner hinausliefe, nämlich auf eine Art himmlische Staatsbürgerschaft mit entsprechenden Privilegien.

In der Taufe geht es darum, dass wir uns von Gott mit hineingenommen (das ist die zuvorkommende Gnade!) werden in seine Bewegung zur Rettung und Neuschöpfung der Welt. Wir werden zugleich beschenkt und berufen. Das ist ja gerade der Sinn der Aussage, dass in der Taufe nicht etwa nur etwas „abgewaschen“ wird, sondern wir Anteil am Geist Gottes bekommen. Damit werden wir direkt in die Spannung gestellt zwischen der alten und der neuen Weltzeit – die eine vergeht und die andere bricht herein – überraschend, unplanbar, auf unterschiedlichste Weise. Als Geistträger leiden wir und sind doch getröstet. Oder weil heute D-Day ist: Wir kämpfen mit destruktiven Kräften in uns und um uns her, und feiern doch schon fröhlich den entscheidenden Durchbruch. Der Gegensatz von aktiv und passiv löst sich hier völlig auf.

Sich zur Taufe bewusst zu entscheiden, ändert also nichts daran, dass wir beschenkt werden. Aber es nimmt dem Geschenk auch nichts weg, wenn wir es mit aller Entschlossenheit ergreifen. Ob Kind oder Erwachsener: Was zählt, ist Teil dieser Bewegung Gottes zu sein. Und Heilsgewissheit nicht mit Selbstzufriedenheit zu verwechseln.

Share

Bibel in heutiger Sprache (2)

Wenn Ihr Geld spendet, dann sollt Ihr es machen, wie das Tiefbauamt: Sie sperren und asphaltieren eine Straße wochenlang, und dann reißen sie die Fahrbahn drei Wochen später wieder auf, um eine Leitung zu legen. So sollt auch Ihr Euren Geldbeutel immer wieder aufmachen…

(vgl. Mt 6,3)

Share

„Gabentopf“: Halb voll oder halb leer?

Ich bewege mich immer noch im Themenkreis von Pfingsten. Heute morgen haben wir eine neue Predigtreihe geplant und sind dabei auf die verschiedenen Listen geistlicher Gaben im Neuen Testament gekommen.

Die meisten von uns haben dagegen den umgekehrten Ansatz kennen gelernt: Jemand predigt über einen solchen Text und befasst sich dann nicht mit den Gaben, die in der Gemeinde vorhanden sind, sondern mit denen, die fehlen.

Was natürlich sofort zu der Frage führt, warum sie denn fehlen. Von da ist man schneller als man denkt bei der Frage, wer an diesem defizitären Zustand schuld ist. Und schon hat man genau das Gegenteil dessen erreicht, was Paulus eigentlich wollte: Sich über den Reichtum, den Gott wirkt, dankbar zu freuen.

Schon komisch, wie wir das immer wieder hinkriegen….

Share

Pfingstgedanken

Da Kohärenz an Pfingsten nicht zwingend ist und auch den Aposteln erst nach einer gewissen Zeit möglich war, hier ein paar unsortierte Gedanken zum Fest, das immer wieder mal recht unglücklich als Geburtstag der Kirche bezeichnet wird. Denn die gab es 50 Tage nach Ostern natürlich schon längst – sie ist nichts anderes als das Gottesvolk des neuen (d.h. des erneuerten alten!) Bundes. Und das mit dem Geburtstag ist auch insofern irreführend, als man meinen könnte, die Kirche dürfe sich nun selbst feiern und ein bisschen auf die Schulter klopfen. Das sollten wir dann doch lieber Gott überlassen, der wird das zu seiner Zeit tun.

Mit dem Geist haben sich Christen im Westen immer schwer getan. Im Protestantismus erschien er häufig eher im Gegensatz zur „Natur“: Entweder lehnte man eine „natürliche Gotteserkenntnis“ ab – als könne man Gottes Wesen aus der Beobachtung der Welt durch Vernunft, Wissenschaft und moralisches Bewusstsein irgendwie erklären und ableiten -, oder man war darauf bedacht, den Menschen nicht als im Wesentlichen doch gut und Sünde als nebensächlichen Defekt hinzustellen und betonte von daher die tiefe Kluft. Zur epistemologischen und moralischen Kluft dann kam noch der pfingstlich-charismatische Supranaturalismus dazu, der den Geist gern in den spektakulären, extremen und „abgefahrenen“ Erlebnissen am Werk sieht und das Gewöhnliche gering schätzt.

In jedem Fall führte das dazu, dass die Welt irgendwie „entgeistert“ wirkte. Der Gedanke, dass der Geist in der gesamten Schöpfung am Wirken ist, sie erhält und sie auf eine Vollendung hin bewegt, fiel etwas unter den Tisch. Also wurde es schwierig, ihn in „natürlichen“ Begabungen am Werk zu sehen, und wer besonders geistlich sein wollte, kam oft leicht weltfremd daher. Und so richtig der Gedanke einer Gegenkultur oder Kontrastgesellschaft ist, so wenig ist das einfach eine Negation oder allzu simple Umkehr der gegenwärtigen Verhältnisse.

In Wahrheit gehört beides zusammen: Das Wirken des Geistes in der Gemeinde und den einzelnen Christen seit Pfingsten knüpft an an das Wirken des Geistes in der Schöpfung an, ebenso wie in der Geschichte Israels, die in Jesus ihren Höhepunkt erreicht. Selbststeigerung und Selbstvervollkommnung waren nie der Weg, wie Gottes Geschöpfe seine Absichten erfüllen würden, sondern indem sie empfänglich werden und bleiben für weiteres schöpferisches Wirken des Geistes Gottes. Darum befreit uns Gottes Geist, natürlicher zu sein, als wir es aus uns selbst sein könnten. Es wird von uns aber auch immer ein bewusstes Unterscheiden verlangt: Gott ist überall am Wirken, und überall wird dieses Wirken auch von den Mächten dieser Welt behindert oder entstellt. Am Pfingsttag sehen wir genau das in der Predigt des Petrus: Er kann unterscheiden.

Pfingsten heißt so gesehen nicht, dass nun etwas kommt, was noch nie da war. Es heißt aber durchaus, dass Gott das Tempo und die Reichweite seines Wirkens deutlich erhöht hat. Unterscheiden können heißt, so gesehen, nicht nur, dass wir sagen können, wo Gott in unserer Nähe am Wirken ist, sondern eben auch, dass wir von Beobachtern zu Akteuren werden. Und dabei dann immer noch etwas tiefer verstehen, worauf das alles hinaus läuft.

Share

Der Kopf ist immer schneller

Kürzlich war ich mit dem Auto unterwegs und hörte beim Spurwechsel auf der Autobahn ein metallisch klappendes Geräusch am Auto. Schon schoss mir die erste Sorge durch den Kopf, ob da wohl irgend ein Teil abgefallen war. Alles ging rasend schnell. Nur eine halbe Sekunde später surrte der andere Reifen über die aufgeraute Mittellinie und das Geräusch wiederholte sich. Es war gar kein metallisches Klappern. Entwarnung – alles im grünen Bereich. Was auch immer dazu geführt hatte (meine Urangst vor Autopannen?), mein Kopf hatte die Sinneswahrnehmung „ergänzt“ zu einem bestimmten Klang – und sie dabei verfälscht.

Ähnliches ist mir – auch beim Autofahren – ab und zu nachts passiert, vor allem bei Regen und spiegelnder Straße. Der Kopf setzt die Lichter in verschiedenen Farben, Größen und Bewegungsrichtungen zu einem Bild zusammen und plötzlich merke ich, dass die Interpretation nicht stimmt. Das Muster entwickelt sich ungewohnt. Dem Augenblick der Verwirrung folgt eine Art „Neuberechnung“ und ich merke, die Straße vor mir krümmt sich anders, als ich vermutet hatte.

Jede Sinneswahrnehmung scheint eine solche automatische Mustererkennung zu durchlaufen. Es gibt also gar keine „reine“ Beobachtung, sondern alles wird, noch bevor es das Bewusstsein erreicht, durch einen Filter der vertrautesten (oder vielleicht auch traumatischsten bzw. ersehntesten) Vergleichsbilder gejagt und auf Ähnlichkeit hin abgeklopft. In der Regel funktioniert dieser Prozess so schnell und präzise, dass ich ihn gar nicht bemerke. Hätte ich nun nicht unmittelbar darauf den Vergleich mit dem zweiten Rad gehabt, hätte ich den Fehler nicht bemerkt. Ich wäre vielleicht in eine Werkstatt gefahren, hätte das Geräusch beschrieben und mein Auto untersuchen lassen. So aber ergab der zweite Abgleich ein stimmigeres Muster.

Alles Denken ist also ein Vergleichen und Bewerten, und nur ein Bruchteil davon ist mir bewusst. Die Automatismen darin und mit ihnen die ausgeschlossenen Möglichkeiten einer Interpretation entgehen mir meistens. Meine Erinnerung speichert Ereignis und Deutung nicht getrennt ab, sondern zusammen. Während ich also im Blick auf mein Auto beruhigt weiterfuhr, kam ich im Blick auf mich selbst ins Nachdenken: Wie viele meiner Erinnerungen sind „verfälscht“? Wo ergeben sich aus verfälschter Wahrnehmung und Erinnerung wieder neue Muster, die mich Ereignisse falsch „lesen“ lassen? Mit anderen Worten: kann da eine problematische Rückkopplung entstehen, die weitere Verzerrungen verursacht? Welche Möglichkeiten habe ich, mir selbst auf die Schliche zu kommen? Kann ich präventiv etwas unternehmen?

Fragen über Fragen…

Share

Spruch des Tages (12)

Jeder sollte sich klar machen, dass seine Karriere nicht nur von seiner Leistung abhängt. Vielmehr werden 60 Prozent von der Bekanntheit im Unternehmen beeinflusst, 30 Prozent vom Auftreten, und nur zehn Prozent von der tatsächlichen Arbeit.

Karriereberaterin Carmen Schön in der SZ online

Share

Bibel pervers

Spiegel online zeigt ein paar PowerPoint Folien von Donald Rumsfeld, auf denen dieser Kriegsnachrichten aus dem Irak mit Bibelversen garniert hatte. Mit Verlaub, dieser Umgang mit der Bibel ist pervers: Wenn Bilder von US-Kampfbombern, Panzern und Marines mit dem Aufruf Gottes an den militärisch und waffentechnisch hoffnungslos unterlegenen Josua, doch mutig und unerschrocken zu sein, kombiniert werden, dann stellt das die Verhältnisse eben gerade auf den Kopf. So gesehen hätte Gott – wenn man denn schon unbedingt annehmen will, dass er Partei ergreift – doch eher auf der Seite der Irakis gewesen sein.

In Crown of Lights gibt es einen interessanten kleinen Dialog, wo Merrily Watkins‘ Tochter Jane sich fragt, ob es analog zur schwarzen Magie auch eine Art black christianity gibt, wobei „schwarz“ eben weder im politischen noch im ethnischen Sinn gebraucht wird, sondern für die Bereitschaft steht, andere Menschen zu unterdrücken, einzuschüchtern, auszugrenzen und zu zerstören um die eigene Macht zu vergrößern oder zu behaupten.

Also das hier kommt schon nahe hin. Und es zeigt einmal mehr, dass Kontext alles ist. Einfach Bibelstellen zitieren kann ja – laut Bibel – selbst der Teufel…

Share

Hoffnungslos unterbelichtet?

Ich ging abends über den Kornmarkt in Nürnberg. Vor mir zückte ein Mann seine kleine Kamera und machte ein Foto. Der winzige Blitz war mit den dunklen Gebäuden hoffnungslos überfordert. Selbst eine große Kamera mit einem Profi-Blitz hätte da wenig ausgerichtet.

Mich wundert dabei immer, dass Leute es überhaupt versuchen. Entweder haben sie die Kamera erst ein paar Tage oder sie haben sich nie Gedanken darüber gemacht, was man mit so einem Teil tun kann und was nicht. Ich vermute, es ist öfter letzteres der Fall.

Als ich so da stand und nachdachte, fiel mit ein, dass wir es mit unserem Verstand ähnlich machen. Ein „Geistesblitz“ ist durchaus in der Lage, bestimmte Dinge zu erhellen. Aber manche Gegenstände sind zu groß, um sie ganz aufs Bild zu bekommen, folglich müssen wir für den passenden Blickwinkel zu weit weg, und dann reicht das Blitzlicht eben doch nicht mehr aus.

Ein Fotograf kann in so einem Fall ein Stativ benutzen, wenn sein Bild nicht verwackelt oder grauschwarz ausfallen soll. Man trägt also etwas mehr mit sich herum und so richtige Schnappschüsse wollen damit nicht gelingen, stattdessen ist Geduld gefragt, wenn man seine Umgebung in ihrem eigenen Licht abbilden will. Vielleicht ist es im Leben auch so: Wir müssen uns Zeit lassen, wir brauchen ein „Stativ“ (vielleicht ein ruhiger Ort oder eine bestimmte Disziplin) und wir müssen darauf warten, dass sich das, was wir erkennen möchten, in seinem eigenen Licht zeigt.

Share

Kriminell spannend

Krimis und Kirche haben, anders als hier, im Vereinigten Königreich eine große Tradition: Agatha Christies Mord im Pfarrhaus, Chestertons Father Brown, P.D. James‚ Romanfigur Adam Dalgliesh hatte Theologie studiert, bevor er zur Polizei ging, Ian Rankins Rebus ist schottischer Calvinist und die große Dorothy Sayers schrieb neben Krimis auch theologische Texte.

Und nun Phil Rickman. Seine Hauptfigur ist Merrily Watkins, alleinerziehende Pfarrerin der Church of England mit einer halbwüchsigen Tochter, einem Hausgeist und einem Spezialauftrag beim Bischof von Hereford. Und der führt sie in den Grenzbereich von Glaube und Aberglaube, Spiritualität und Scharlatanerie und das gesamte Spektrum menschlicher Macken, Eitelkeiten, Ängste und Geheimnisse. Denn Merrily Watkins ist Deliverance Consultant, ein zeitgemäßerer Begriff für das Amt des „Exorzisten“. Und nebenbei klärt sie in ihrer nüchternen, aber sensiblen Art das eine oder andere Verbrechen auf.

In Crown of Lights prallen in einem walisischen Dorf mit verfallener, aufgelassener Kirche ein Wicca-Hexenzirkel und ein charismatischer Pfarrer mit manipulierbarem Anhang aufeinander. Merrily Watkins hat mit ein paar Trauerfällen im Krankenhaus zu tun und muss in einer berüchtigten Talkshow gegen einen smarten Hexenmeister auftreten. Kaum hat sie sich davon erholt, verschwindet eine Frau, die tags zuvor noch beim frühen Tod ihrer Schwester eine gewisse Fremdeinwirkung vermutet hatte.

Rickman erzählt seine geschickt verwobene Handlung spannend und mit lebendigen Dialogen. Er charakterisiert Held(inn)en wie Schurken und alles, was sich dazwischen tummelt, erfreulich nuanciert. Am Ende gelingt ihm ein temporeiches Finale mit so mancher überraschenden Wendung. Übersinnliche Erfahrungen kommen (ganz anders als bei Frank Peretti) eher nebenbei vor und werden unaufgeregt, fast lapidar beschrieben. Und auch mit der Kirche kennt Rickman sich aus. Obwohl (oder gerade weil?) es kein „christliches“ Buch ist, ich fand es spannend zu lesen und sehr anregend. Inzwischen ist übrigens ein Band aus der erfolgreichen Reihe unter dem Titel Frucht der Sünde auch auf Deutsch erschienen.

Share

Dialogs-Domino: Ein Anstoß gibt den nächsten…?

Natürlich ist das Kreuz ein anstößiges Symbol. Doch nicht jede Auseinandersetzung um diesen Anstoß verläuft glücklich, wie der Eklat um den hessischen Kulturpreis zeigt. Über diesen Artikel der Zeit online bin ich auf den eigentlichen Stein des Anstoßes aufmerksam geworden und fand, der Artikel von Navid Kermani in der NZZ über eine Kreuzesdarstellung von Guido Reni ist ein gutes Beispiel für die Mischung von Gedanken und Gefühlen, Empfindlichkeiten und Missverständnissen, mit denen wir es im Dialog der Religionen zu tun haben.

Neben Kermani werden nicht nur viele Muslime, sondern auch ein paar Millionen Deutsche ganz ähnliche Fragen haben. Und Kermani bietet selbst schon einen Ansatz für das weitere Gespräch, weil das Bild ihn von der abstoßenden Leidensmystik hinaus zum tieferen Sinn des Kreuzes hin führt, den auch viele Christen ähnlich beschreiben könnten, etwa wenn er sagt, dass Jesus hier nicht leidet, „um Gott zu entlasten“ und dass sein Todesschrei die Gottverlassenheit und Todverfallenheit der ganzen Welt einschließt (genau das bedeutet ja „Stellvertretung“, richtig gedacht).

Natürlich verfehlt Kermani das christliche Verständnis an manchen Stellen trotzdem und wendet sich eher gegen einen Karikatur desselben. Aber ich dachte, dazu ist der Dialog da, dass solche Differenzen ausgesprochen und vielleicht eines Tages ausgeräumt werden. Umgekehrt bedeutet es, dass wir als Christen den Muslimen ja auch schwierige Fragen über ihr Gottesbild stellen dürfen, ohne gleich in die Ecke gestellt zu werden.

Bezeichnend dazu auch der Kommentar von Matthias Kamann in der Welt: „Wenn sich schon alle an die Regeln für den Dialog der Religionen halten würden, dann müsste man ihn nicht mehr führen.“

Share

Facebook-Tests, auf die die Welt gewartet hat

In den letzten Wochen ist mein Freundeskreis auf Facebook wieder etwas gewachsen und mit ihm (oder noch schneller als dieser) die Zahl der Nachrichten über irgendwelche sinnigen Tests. Zum Glück lassen sich die ja abstellen, lästig ist es aber allemal. Ich will gar nicht wissen, welcher Soap-Star ich bin.

Also habe ich zu Zweck der Immunisierung mal überlegt, welche überflüssigen Tests Facebook noch braucht. Hier ein paar Vorschläge von mir – vielleicht hat sie schon längst jemand realisiert – und dann könnt Ihr die Liste über die Kommentarfunktion ergänzen:

  • Welcher italienische Politiker bist du?
  • Welcher Modern-Talking-Song bist du?
  • Welches Fünf-Freunde-Buch bist du?
  • Welcher ausgestorbene Autohersteller bist du?

Share

Konfirmationssegen

Ich war etwas unzufrieden mit den Vorschlägen, von denen einige irgendwie so defensiv klangen – als würde es nur darum gehen, den derzeitigen Glaubensstand zu halten und dann irgendwann in den Himmel zu kommen. Also habe ich mich hingesetzt, mir unsere Konfis vorgestellt und mich gefragt, welcher Segen für sie passen könnte. Und das kam dabei heraus:

Gottes Herrlichkeit lasse dein Leben erstrahlen

einzigartig und voller Schönheit

Gottes Geist lasse dein Herz überfließen mit Freude und Liebe

an hellen wie an dunklen Tagen

Gottes Sohn gebe dir den Mut und die Kraft,

aufrecht in deiner Berufung zu stehen

Gott der Vater mache dein Leben fruchtbar

zu seiner Ehre und zum Segen für die Welt

Share