Real-Absenz ;-)

Na also: Bayern wirft Real verdient aus der Champions League und zeigt, dass es trotz Platz 4 in der Bundesliga international zu den Großen gehört – als einziger deutscher Verein. Und die Meisterschaft ist auch noch lange nicht entschieden…

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Au weia: eine Fundipedia?

Weil im frommen Ghetto die offene Wikipedia ähnlich gefährlich scheint wie das Internet in China – man könnte beeinflusst werden und eine eigene Meinung entwickeln – gibt es jetzt die Conservapedia. Nicht nur fromm, sondern auch patriotisch, das gehört schließlich zusammen.

Conservapedia is a much-needed alternative to Wikipedia, which is increasingly anti-Christian and anti-American.

Laut Spiegel online hält das Opus aber auch Humoriges bereit, wenngleich wohl eher unfreiwillig 🙂 Der dort erwähnte Beitrag über einen Oktopus, der auf Bäumen lebt, ist aber leider gelöscht.

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Wa(h)lanalysen

Mehr oder weniger zufällig bin ich kürzlich auf ProphetCom gelandet und habe dort die latest prophecies nachgelesen. Nun kenne ich einige der Beteiligten dort persönlich und schätze sie und will niemanden hier in irgendeiner Weise schlecht machen. Bevor hier jemand etwas anderes vermutet: Ich glaube auch, dass es echte Propheten gibt und dass Gott heute noch reden kann und will, und habe es erlebt – zumindest hin und wieder. Und Achtung: Vor Ironie wird gewarnt…

Trotzdem fällt es mir schwer, dem zu folgen, was da auf ProphetCom steht. Es wird auch gerade überarbeitet, und zum Glück ist England weit genug entfernt, um mal einen nüchternen, postcharismatischen Blick darauf zu werfen: Ein Beitrag (vom Februar 2006) beschäftigt sich mit einer bevorstehenden Überschwemmung in London (die blieb wohl aus), ein anderer mit der Frage, ob der Wal in der Themse, der es letztes Jahr sogar auf unsere Titelseiten geschafft hat, eine besondere Bedeutung hatte. Im Stil von Stichwortassoziationen werden Querverbindungen hierhin und dahin gezogen: Jona zum Beispiel (aber war das nicht ein Fisch oder, so die Septuaginta, ein Seeungeheuer?).

Und ich frage mich: Könnte es sein, dass hier ein Muster vorliegt?

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„Wa(h)lanalysen“ weiterlesen

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Klare Indizien

Letzte Woche haben wir seit Ewigkeiten wieder mal gemeinsam einen TV-Krimi angesehen. Ich hätte misstrauisch werden sollen, als die zweite Werbung für Dritte-Zähne-Haftcreme kam. Solche Signale für programmierte Langeweile darf man einfach nicht übersehen. Jetzt weiß ich’s…

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Arche Noah des Medienzeitalters?

Der Medientheoretiker Peter Weibel verglich Second Life im Spiegel (“Das neue Leben vor dem Tod”) mit der Arche Noah. Sie bot die Chance auf ein zweites Leben. Was Christen (da hat er nur bedingt Recht…) sich für das Jenseits erwarten, das leistet jetzt eine virtuelle Plattform:

Die Hoffnung auf ein zweites, neues Leben ist die wichtigste Heilserwartung der Christen. Sie wird nun, zugespitzt gesagt, technologisch eingelöst. Dass die Technologie immer auch solche religiösen Assoziationen zulässt, ist spannend. Im Gegenzug erinnern biblische Szenarien immer auch an technologische, überhaupt an wissenschaftliche Visionen: Da kann jemand übers Wasser gehen, auferstehen, in den Himmel fahren.

Oder müsste man sagen: Was die Moderne in ihrem Optimismus noch technologisch, aber innerweltlich realisieren wollte, findet nun in einer virtuellen, maskierten und anonymen Parallelwelt auf den Bildschirmen statt? Und noch anders gefragt: Was spricht dafür, dass dieses Unternehmen anders ausgeht als seine Vorgängerversion?

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Krippen-Streit

Selten war unser LebensArt Thema derart aktuell wie heute: Kindersegen. Als ich so überflog, was in den letzten Tagen dazu geschrieben wurde (wer kann das alles noch von vorn bis hinten lesen, und vieles ist ja nicht so originell), da fiel mir auf:

Jesus musste auch in eine Krippe. Ob ihm das geschadet hat?

😉


Flyer Maerz071 Kopie

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EC und EC?

Diese Woche war ich anderthalb Tage zu Gast beim EGHN zum Thema emerging church. Für mich war es eine spannende und herausfordernde Sache, mich auf die Zeit theoretisch und praktisch vorzubereiten, weil ich ja selbst mitten in einem offenen Umdenk- und Lernprozess stecke, der durch diese Tage auch wieder neue Impulse bekommen hat. In diesem Umfeld ist “EC” ja ein wahrhaft doppeldeutiges Kürzel 🙂

Ich empfand die Atmosphäre als sehr offen und konstruktiv; es gab viele gute Fragen und Gespräche, auch wenn in der begrenzten Zeit manches leider wirklich nur angerissen werden konnte. Vor allem hat es mir die Hoffnung gegeben, dass wir die Diskussion über Kirche, Glaube und Theologie in einer sich rapide verändernden Welt (um mir mal all die post… Vokabeln hier zu sparen) bei uns in Deutschland auf einem guten Niveau führen können, das allen etwas bringt – den Protagonisten wie den Kritikern.

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Mehr als tausend Worte

Der Sieger bei den World Press Photo Awards hat sein Bild vielleicht selbst nicht richtig interpretiert, schreibt die SZ heute. Das vielsagende Foto eines roten Mini Cabrio mit fünf Insassen im zerbombten Süden von Beirut zeigt nicht etwa “Schnösel in Trümmern” (SZ vom 9.2.07), sondern libanesische Christen, die sich das Auto geliehen hatten um zu sehen, was vom eigenen Haus und Besitz noch übrig war. Opfer also, keine Gaffer.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Wenn es aber missverstanden wird, sind aber noch viel mehr Worte nötig, um den falschen Eindruck auszuräumen. Manchmal reichen Bilder eben nicht aus.

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Schlämmer Fänger

Es hat sich inzwischen herumgesprochen: Das Schlämmerblog war ein getarnter PR-Streich von Volkswagen. Nicht dass er deshalb weniger komisch wäre, und doch…

Auf die Automarken hatte ich ehrlich gesagt gar nicht geachtet. Hape Kerkeling wird sich jetzt vielleicht auch fragen lassen müssen, für wen er “Ich bin dann mal weg” geschrieben hat: das spanische Tourismusbüro? Erzbischöfliche Pilgerseelsorge? Und wir anderen werden argwöhnisch auf mögliche Sponsoren hin abgeklopft.

Ein paar von uns könnten von Apple Geld bekommen (dumm, dass die das nicht nötig haben). Also lieber Lavazza? Gralshüter aller möglichen Orthodoxien werden den jeweiligen Erzfeind als Mäzen im Hintergrund vermuten: Katholiken, Liberale, Megachurches, Wiedertäufer, Grüne, George Bush, Pietisten – was die kirchliche Klamottenkiste so an Watschenmännern bereit hält. (Überhaupt: Warum heißt es Watschenmänner und Prügelknaben?)

Und wo wir schon dabei sind: Jan Ullrich hätte jetzt auch Zeit zum Bloggen. Wer den wohl sponsern würde?

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Vielsagende Lücken

Dallas Willard verwendet den Ausdruck the great omission. Und es ist wirklich erhellend, wenn man ganz plötzlich darüber stolpert, was so alles fehlt. Letzte Woche wollte ich für eine Predigt über Gastfreundschaft im Jerusalemer Bibellexikon das Stichwort nachschlagen. Ein hoher Wert in der antiken Kultur und ein Dauerthema in den Evangelien.

Dachte ich. Das Lexikon hat keinen Eintrag dazu, und auch unter “Tisch(gemeinschaft)” oder “Mahl(gemeinschaft)” war nichts zu finden. Schließlich scheiterte noch der Versuch, im Umfeld der Stichworte Freiheit, Freude und Friede den “Fremden” zu lokalisieren. Für die Autoren und Herausgeber ist das offenbar kein Thema. Wen wundert’s also, dass das auch für den Alltag vieler Gemeinden gilt?

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Bravo!

Oscars für “Das Leben der anderen” und “Eine unbequeme Wahrheit”. Schön, weil die Autoren/Regisseure das verdient haben und noch schöner, weil es ein Indiz für ein dringend nötiges Umdenken in den USA ist. Insofern sind das gute Nachrichten für uns alle.

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