Was ist Theologie?

Gestern hatte ich auf eine Tagung der ACK die Gelegenheit, einen griechisch-orthodoxen Priester zu hören. Der Vortrag über Spiritualität, Liturgie und Gemeinde war spannend. In der anschließenden Diskussion kam noch ein interessanter Punkt zur Sprache: Die Unterscheidung zwischen Theologie und Philosophie.

Was wir im Westen oft Theologie nennen, das wissenschaftlich reflektierte Reden über Gott, gilt dort als Philosophie. Ein Theologe ist jemand, der aus seiner Erfahrung und seinem Leben mit Gott heraus redet – egal wie wissenschaftlich das nun ist. Erst in jüngerer Zeit wird in der griechisch-orthodoxen Kirche Wert auf akademische Ausbildung gelegt, aber noch immer sind viele Priester ganz einfache Leute.

Zu Beginn der Tagung traf ich eine Krankenschwester, die in einem Hospiz arbeitet. Ihr erster Satz war: “Ich bin hier der fromme Exot, ich bin nämlich kein Theologe”. Nach der Lektion von gestern müsste man dieses Statement noch mal philosophisch überdenken…

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Soziale Wunder

Neulich abends nach dem Tanzen saßen wir in einem Straßencafe. Ein älterer Mann mit einem einzelnen schmutzigen Wollhandschuh sprach die Kellnerin, die unsere Bestellung aufnehmen wollte, in gebrochenem Deutsch an. Es stellte sich heraus, dass er auf einem Mülleimer gegenüber ein paar belegte Brote gefunden hatte und sie gerne mitnehmen wollte, was er dann auch tat.

Wir gerieten darüber in ein Gespräch über unseren Umgang mit Bettlern in der Stadt. Die einen geben manchmal Geld, andere nie und eine Person in der Gruppe meistens. Wir alle waren am Zweifeln, wie arm manche dieser Leute tatsächlich sind, die da mit Leidensmiene knien und ihren Pappbecher in die Luft halten oder mit gesenktem Haupt auf einer schmutzigen Decke sitzen. Jeder schien mit dem Verdacht zu ringen, das könnte nur Theater sein. Einige kannten auch Beispiele dafür.

Schließlich meinte jemand, das seien doch die Leute, zu denen Jesus gehen würde.

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Herbst in Erlangen

Kaum ging der zu früh erschienene Sommer, kam auch schon der Herbst: Michael Herbst sprach gestern auf Einladung unseres Dekans beim Empfang des Dekanats im Gemeindehaus am Bohlenplatz. Es war ein sehr anregender Abend in angenehmer Atmosphäre.

Weil ich eingeladen war und den Finger auf dem CD-Recorder hatte, können alle, die es interessiert, sein Referat zum Thema Einladende Gemeinde – wachsende Kirche hier anhören. Es sind eine ganze Menge Themen angerissen, denen nachzugehen sich lohnt. Skript und Präsentation gibts hier.

Greifbar – eine Gemeinde, die aus einem Gottesdienst heraus entstanden ist, ist uns vom Ansatz her in vielen Dingen verwandt. Schön, solche Gemeinsamkeiten zu entdecken und pflegen zu können!

Nachtrag: Auf Anfrage kann auch der Videoclip mit Interviews aus dem Schlossgarten freigeschaltet werden – zum nichtöffentlichen Gebrauch.

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Und noch’n Stock…

Ich hatte so eine dumpfe Ahnung, dass da noch jemand nach mir geworfen hatte. Tobi, der Schlingel…

Jobs, die du in deinem Leben gerne getan hättest: Rennfahrer (aber ohne langweiliges Training…), Reiseschriftsteller, Weinhändler

Filme, die du immer wieder anschauen kannst: Ich bin eigentlich mehr dabei, die Filme zu sehen, die ich noch nicht gesehen habe. Bis ich zu Wiederholungen greife, vergeht viel Zeit. Also denke ich aus den 80ern Blues Brothers, Top Gun und Mission.

Städte, in denen du gerne leben möchtest: Wenn nicht Erlangen, dann Berlin. Vancouver würde mich global gesehen noch reizen. Oxford oder Cambridge würde ich auch nicht verschmähen. Und Prag!

Plätze, an denen du im Urlaub warst: Norwegen (am coolsten war Geiranger), Berner Oberland, Bretagne, Devon/Cornwall.

Deine Lieblingsserien: Dr. House. Der Tatort aus Münster, Leipzig und Köln. Alte Charlie Chan Filme…

Plätze, wo du gern gerade wärst: Sind hier Orte gemeint oder ein Platz wie der “rote Platz”? Momentan wäre ich gern irgendwo in den Bergen – den Geruch einer Alm in der Nase, ein Bach plätschert im Hintergrund, ganz oben sieht man noch etwas Schnee, später das Alpenglühen. Ein Adler noch dazu, das wäre perfekt.

Bücher, die du immer wieder lesen kannst oder gerne gelesen hast: Ha! Tolkiens Herr der Ringe natürlich, fast alles von N.T. Wright, die Powers-Trilogie von Walter Wink, Divine Conspiracy von Dallas Willard, die gesamte Cadfael-Serie von Ellis Peters, alles von G.K. Chesterton und Dorothy Sayers

CDs, die du immer wieder hören kannst: Eric Clapton, Unplugged • Paul Simon, Graceland • Jethro Tull, Heavy Horses • Dire Straits, Brothers in Arms • Sting, Ten Summoners‘ Tales • Ray Charles, Genius loves Company • Jars of Clay, Who we are instead • Rich Mullins, A Liturgy, A Legacy And A Ragamuffin Band • Van Morrison, Avalon Sunset. Das sollte jetzt aber reichen…

Blogger, denen du das Stöckchen weitergibst: Hufi, Ute & Christian, Thomas (musste sein…), Walter

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Ungewohnter Regen

Gestern hat es seit Wochen wieder einmal geregnet. Es ist auch längst noch nicht genug Wasser heruntergekommen, aber es war ein Anfang. Dienstag soll es mehr geben. Dann ist erst einmal Schluss mit Bade- und Biergartenwetter und die Radiomoderatoren werden daher wieder von “schlechtem” Wetter reden, während die Walbrandgefahr hoffentlich sinkt und die zur Dauereinrichtung gewordene Borkenkäferplage sich in Grenzen hält.

In den letzten Wochen habe ich immer wieder mal darüber nachgedacht, ob Christen nicht wieder um Regen beten sollen. Es ist eine Sache, uns mit den Folgen der hausgemachten Klimaveränderung rational zu befassen und hoffentlich die nächsten acht Jahre und lächerliche 0,1% des BIP für eine Trendwende zu nutzen. Den werden wir freilich nicht einfach “wegbeten” können – ebensowenig wie man sich vollfressen kann und dann darum beten, dass man nicht dick wird.

Aber das Gebet um Regen gibt dem noch eine andere Dimension.
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Zum Schmökern am Wochenende

Scot McKnight über pauschale Kritik an diesen wie jenen Gemeindeformen, vor allem aber ganz begeistert von der neuen “Vision” von Bill Hybels für Willow Creek.

Ein preisgekrönter Artikel im SZ-Magazin über das schwere Leben unter (im doppelten Wortsinn) den Reichen am Starnberger See.

Pater Anselm Grün ist Stalking-Opfer – eine 60jährige Lehrerin stellt ihm nach. Sachen gibts…

Nur im Druck: Die aktuelle Ausgabe von Aufatmen enthält einen Artikel von Jens Stangenberg mit dem Titel “Spirituell, aber nicht religiös” und Heinrich C. Rust fragt mit einem weiteren Beitrag nach der Gestalt des Christentums in der Postmoderne. Auf der Rückseite dann kommt Mutter Teresa zu Wort – kurz und knackig genug, um es abzutippen, und vor allem tief genug, um ein paar Tage drüber zu meditieren:

Zuerst denken wir über Jesus nach – und dann gehen wir hinaus, um herauszufinden, wie er sich verkleidet hat.

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Bald völlig verstockt…

Thomas schon wieder… Manchmal sieht man das Web vor lauter Stöckchen nicht mehr, aber dieses war schwer auszulassen (beim nächsten pausiere ich dann mal). Es geht nämlich um Kaffee und ich fühle mich besser gerüstet:

1. Deine erste Tasse Kaffee, wann trinkst Du sie? Nach dem Aufstehen

2. Wie viele Tassen trinkst Du täglich? Drei bis fünf

3. Koffeinfrei oder Bohnenkaffee? Also “Bohnenkaffee”, das hat doch anno tobak meine Oma gesagt. Ich dachte, aller Kaffee sei aus Bohnen gemacht? Die Formulierung weckt schon Misstrauen – ähnlich wie wenn im Café “Cappuccino mit Sahne” angeboten wird. Was immer das dann für ein Stoff ist, Cappuccino darf es nicht heißen!

4. Zucker, Milch oder Sahne? Milch, sonst nix. Die aber fast immer.

5. Deine bevorzugte Zubereitungsart? Cappuccino (ohne Kakao, der macht den Schaum kaputt)

6. Mit wem geniesst Du Deinen Kaffee am liebsten? Mit meiner Frau, kleines Familienritual

7. Deine Lieblingsmarke? Na, na – keine Schleichwerbung hier. Wir haben eine kleine Kaffeerösterei in der Stadt, da kaufe ich gerne ein, aber es geht ins Geld. Ich spiele daher mit dem Gedanken, selbst ins Rösten einzusteigen, nachdem die Zeit diese Bauanleitung veröffentlicht hat.

8. Wo trinkst Du Deinen Kaffee vorzugsweise? Zuhause

9. Wie sieht Deine Lieblingstasse aus? Keramik, innen weiß und außen blau oder orange glasiert

10. Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato? “’pucci”, aber das hatten wir doch schon. Stattdessen könnte hier eine Frage nach der Zubereitung/Equipment stehen: Pad-Maschine, Filter (Hand/Maschine), Siebträger, Vollautomat, Handhebel-Modell?

11. Bevorzugte Tätigkeit beim Kaffee trinken? Tasse festhalten. Bewusst genießen.

Und die Stöckchen gehen an…

Depone, Danny, Toby, Stefan

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Stelle frei

Mein Kollege Martin Rauh zieht im Sommer nach Marburg und wird dort am Bibelseminar unterrichten. Ab September wird bei ELIA (alles Wesentliche zur Gemeinde könnt Ihr auf der Homepage nachlesen) eine Stelle frei. ELIA buchstabiert unsere Grundwerte: Engagiert, Lebensnah (man könnte auch sagen: ganzheitlich), Innovativ und Ansteckend. Erlangen ist eine Stadt mit überdurchschnittlichem Akademikeranteil, und das spiegelt sich in unserer Zusammensetzung auch wider.

Ein wesentlicher Teil der Aufgabe ist die Jugendarbeit. Derzeit gibt es zwei Jugendgruppen (und etliche Mitarbeiter) und ein neuer Konfi-Jahrgang kommt in Sicht. Was die übrige Gemeindearbeit betrifft, besteht die Aufgabe in der Begleitung ehrenamtlicher Mitarbeiter, die Kleingruppen oder Teams leiten, im Predigen (ca 1x monatlich), und gelegentlichen seelsorgerlichen Gesprächen.

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Stöckchen: Web 2.0

Thomas hat mir dieses Stöckchen zugeworfen. Ich oute mich hier als ziemlich ahnungslos, was Web 2.0 angeht. Aber man muss auch Schwächen zugeben können…

Nutzt Du Social Bookmarking/Networking Seiten wie Digg, Yigg, Mister Wong oder Del.Icio.Us?
Wenn ja, welche?

Nein, keine.

Schaust Dir Videos bei Videoportalen wie YouTube, Sevenload oder DailyMotion an? Wenn ja, was für Videos guckst Du Dir meistens an?

Ziemlich selten. Meine Jungs zeigen mir ab und zu irgendwelche lustigen Clips. Ach ja, alte Musikvideos wie Money for Nothing – oder sind die inzwischen schon wieder aus dem Netz geklagt worden?

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Irrtumslosigkeit

Das spätmodern-rechtsevangelikale Dogma der “Irrtumslosigkeit der Bibel” hat mit knappem Vorsprung den Preis für die lausigste theologische Erfindung bei Faith & Theology abgeräumt. Ben Myers hat dazu einen kurzen Kommentar geschrieben, und Chris Tilling hatte sich schon vor längerer Zeit in einem vierteiligen Post damit aus einer evangelikalen Perspektive kritisch auseinander gesetzt.

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Neben allem, was andere schon gesagt haben, ist mir hier auch noch ein ganz praktischer Aspekt dieser Frage wichtig: Wenn wir (in verschärfter Fortschreibung der altprotestantisch-orthodoxen Lehre von der Verbalinspiration) die Bibel für irrtumslos und unfehlbar erklären, dann berauben wir uns selbst der Möglichkeit, die Bibel mit der Bibel zu kritisieren. Eine Talibanisierung der Christenheit könnte die Folge sein – geistige Isolation und wachsende Militanz in vielerlei Hinsicht.

Thomas Cahill (der, nur bevor jetzt manch einer gleich lospoltert, im Übrigen durchaus der Meinung ist, dass Gottes Geist hinter der Entstehung der Schrift steht und sie vorantreibt, nur eben nicht so) hat es gut auf den Punkt gebracht:

Doch selbst wenn wir keine neuzeitlichen wissenschaftlichen Methoden heranziehen und die palimpsestartige Inkonsistenz der hebräischen Bibel außer Acht lassen, müssen wir bestimmte Passagen der Bibel als unwürdig für einen Gott, an den wir glauben wollen, zurückweisen. Im Buch Josua etwa lesen wir, wie Gott den Israeliten befiehlt, alle Kanaaniter, selbst die Kinder, mit dem Schwert zu töten, und in den Psalmen finden sich wiederholt Gebete, in denen Gott aufgefordert wird, sämtliche Feinde des Dichters auf brutale Art und Weise umzubringen. (…) Selbst die glühendsten religiösen Eiferer müssen zugeben, dass diese Dinge das Werk von Menschen waren, die sich fälschlicherweise eingeredet haben, Gott stünde auf ihrer Seite. (Abrahams Welt. Wie das jüdische Volk die westliche Zivilisation erfand, S. 215f.)

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Theologisches Gruselkabinett

Ben Myers lässt über die dämlichste theologische Erfindung abstimmen. Die Auswahl unter all den Grausamkeiten fällt nicht ganz leicht, daher die Stichworte auf Deutsch, bevor ihr hier mit entscheiden – oder protestieren – könnt 🙂

  • Irrtumslosigkeit der Bibel
  • Doppelte Prädestination
  • Die “Entrückung”
  • Unfehlbarkeit des Papstes
  • Arianismus
  • Christentum als Imperium
  • die Lehre von gerechten Krieg

Ich werde für die Entrückung stimmen. Wer hat die nochmal erfunden?

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Brief aus Smyrna

Bei Floyd und Sally McClung kann man einen offenen Brief türkischer Christen zum Massaker in Malatya letzte Woche lesen.

Man braucht gute Nerven bei manchen Details, aber ich habe noch keine ausführlichere Beschreibung der Ereignisse und ihres Hintergrunds gefunden. Die nachdenklich machende Perspektive der Gemeinde sollte man wenigstens zur Kenntnis nehmen.

Nachtrag: Hier gibt es das Ganze auch auf Deutsch.

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Die sechste Sprache der Liebe

Die fünf Sprachen der Liebe sind ja hinlänglich bekannt – und haben sich fast schon zu einem kleinen Industriezweig entwickelt.

Martina und ich kamen letzte Woche drauf, dass es noch eine sechste gibt: Essen. An unseren Kindern können wir das gut verifizieren: Dieses Leuchten in den Augen, wenn etwas besonders Gutes auf den Tisch kommt…

Wie sagte Martina einmal in unwillkürlicher Abwandlung einer Redensart: Bei unseren Kindern geht Essen durch den Magen. Ich finde das übrigens durch und durch biblisch. Nicht nur bei Kindern…

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Frauen, Männer, Italiener :-)

Die FAZ berichtet von einer aktuellen Geschlechterstudie zum Thema Arbeit und Freizeit. Männer kommen dabei erstaunlich gut weg, zumindest in den entwickelten Ländern arbeiten sie ebenso viel wie ihre Frauen – bis auf die Italiener:

Neben der überraschenden Tatsache, dass Männer und Frauen praktisch gleich lange arbeiten, gibt es aber auch einen bedeutsamen Unterschied. Männer schlafen rund eine halbe Stunde weniger als Frauen. Ausnahme ist auch hier Italien, wo die Männer genauso viel Schlaf brauchen wie ihre Frauen. In Deutschland, den Niederlanden und in den Vereinigten Staaten verbringen die Männer die durch Schlafverzicht gewonnene Zeit überwiegend vor dem Fernsehgerät. Auch italienische Männer schauen länger Fernsehen, aber sie gewinnen die Zeit dafür durch die Verweigerung von Hausarbeit.

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Wann muss man streiten?

In the ooze wirft Christian Beyer Jim Wallis und Brian McLaren vor, die evangelikale Bewegung über der Klimafrage zu spalten, weil sie James Dobsons Forderung nach dem Rücktritt von Richard Cizik von der National Association of Evangelicals kritisiert haben. Cizik hatte sich mit konsequenten Forderungen zum Kampf gegen den Klimawandel bei den “Rechten” unbeliebt gemacht, wurde ziemlich übel beschossen. Der Kernpunkt von Beyers Argumentation ist nun:

But as of this time there is not enough good, sound, scientific evidence to support the idea that the activities of the human race are raising the temperature of the Earth. In fact, the more we observe over time, the more the evidence shows that mankind is having very little, if any, impact on the Earth’s temperature swings. This does not mean that we should abandon our efforts to improve our stewardship of the planet, but it does mean that we should hesitate jumping into socialistic programs that may very well spell disaster for much of the world’s economy.

Die Wahrnehmung, dass die wissenschaftliche Diskussion noch völlig offen sei, verwundert etwas. Sicher gibt es (wie immer) abweichende Einzelmeinungen. Aber Brian McLaren Arroganz vorzuwerfen, bloß weil er ohne jegliche Ironie darauf hinweist, dass die wissenschaftliche Diskussion global gesehen praktisch gelaufen ist und man nun zum Handeln kommen muss, ist wohl nur mit der provinziellen US-Binnenperspektive zu erklären. Schließlich schwingt er auch noch die gute Sozialismuskeule, die kennen wir ja noch vom Thema Gebärmaschinen. Staatliche Intervention zum Klimaschutz ist, so Beyer, schlimm, weil sie der Wirtschaft schadet. Der heimischen, wohlgemerkt, und auch das ist mittelfristig gedacht vermutlich eine Milchmädchenrechnung.

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