Schnapsidee: Deutschfische

Gestern schlich vor mir ein Opel über die Landstraße, deren Teer schon zäh an den Rändern zu kleben schien ob der Hitze. Auf dem Heck entdeckte ich einen Fisch in Schwarz-Rot-Gold – und fragte mich, welcher geschäftstüchtige Mensch sich das nun wieder ausgedacht hat.

Ich finde, diese Vermischung von nationalen und religiösen Symbolen überhaupt keine gute Idee. Früher oder später landen wir damit wieder beim Mythos der Erlösernation oder der Imperialismus des Heiligen Reiches. Also klebt meinetwegen den Fisch hinten drauf (und fahrt bitte zügig und fair!) und steckt das Fähnchen irgendwo anders hin. Bis zur nächsten EM oder zum Grand Prix gern auch in den Kofferraum.

Für Christen muss aber klar sein, dass die Loyalität gegenüber der Nation auch nicht annähernd an die Treue zu dem einen Gott heranreichen darf. Wer hier unscharf wird, spielt mit dem Feuer.

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