Kleinunternehmer

Diese Woche habe ich Urlaub. Martina ist in aller Frühe zum letzten langen Blockunterricht nach Hannover gefahren und ich manage das kleine Familienunternehmen.

Einer unserer Jungs kam mit Gipsarm aus dem Skilager zurück, so dass Ausflüge ins Schwimmbad oder andere sportliche Aktivitäten diese Woche nicht angesagt sind. Aber Kino – ich will unbedingt “Unsere Erde” anschauen.

Außerdem zieht diese Woche ein neuer Hausgenosse hier ein, der schon sehnlich erwartet wird. Es handelt sich um einen iMac, der letzte Woche aus dem Apple Depot in Holland auf Reisen ging.

Und ein paar neue Bücher liegen noch vor mir. Mal sehen, wie viel Zeit für die noch bleibt…

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Beharrlicher Glaube

Es passiert in regelmäßigen Abständen: Auf dem Schuhregal im Windfang unseres Hauses landet ein Brief, verschlossen und adressiert, meist jedoch ohne Briefmarke. Und da liegt er dann – ein paar Tage, eine Woche, einen Monat. Irgendwann ist er weg.

Die ganze Zeit über glaubt ein Familienmitglied fest daran, dass man den Brief einfach nur lange genug dort lassen muss. Früher oder später verschwindet er von da und findet seinen Weg zum Adressaten. Und tatsächlich, es scheint zu funktionieren…

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Training, Training, Training…

Bei meinem Besuch in London bin ich kurz Tim Hughes begegnet. Er erzählte von Worship Central und einem Event am 15. März, zu dem Matt Redman, Mike Pilavachi, Brenton Brown und – jetzt kommt! – N.T. Wright in die Westminster Hall kommen. Das wäre sicher einen Wochenendtrip wert. Hier geht’s zum Podcast.

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Kurz darauf traf ich Graham Tomlin, der in Wycliffe Hall in Oxford unterrichtet hat und nun das St. Paul’s Theological Centre in London leitet. Dort gibt es auch ein Ausbildungsprogramm, das in drei Jahren zur Ordination führt und mit einer Teilzeitanstellung in einer Gemeinde verbunden wird, also praxisbegleitend funktioniert. So etwas würde ich mir hier in Deutschland auch wünschen.

Ach ja: Grahams Buch “Luther und seine Welt” ist letztes Jahr im Herder-Verlag erschienen. So weit sind wir schon: Ein Anglikaner schreibt in einem katholischen Verlag über Luther 😉

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Kaffee-Erlebnisse

Die letzten Wochen litt meine Espressomaschine an einem Defekt und die Werkstatt ließ sich (auch wegen der Feiertage, es ist ein Familienbetrieb) reichlich Zeit. Also habe ich einige neue Entdeckungen gemacht in dieser Zeit. Zum Beispiel dies: Lavazza hat einen wirklich passablen Espresso im Programm, der öko und fair ist: ¡Tierra!. Der Coffeeshop in meiner Nachbarschaft verkauft das Kilo Bohnen zum Supermarktpreis. Wenn mein Maschinchen es wieder tut, wird das wohl Standard bei uns im Haus.

Ab und zu war ich mit geliebten Menschen bei Starbucks (in Nürnberg gibt es nun vier) und bin etwas erschrocken über die saftigen Preise, ebenso wie die inzwischen automatischen Maschinen, den faden Kaffee und den gebührenpflichtigen Hotspot. Dagegen haben sich die McCafés nun bis nach Erlangen verbreitet – und werden bundesweit in Kürze wohl Tchibo überrunden. Das wiederum ist kein Wunder: Der Kaffee (auch aus dem Automaten) ist deutlich besser als der des US-Konkurrenten (von Tchibo ganz zu schweigen) und auch noch preiswerter. Mit Stempelkärtchen ist jede fünfte (!) Tasse umsonst. Und man kann gratis eine Stunde surfen.

Das einzige, was dort stört, sind die Leute, die von der Burger- und Frittentheke mit ihren roten Tabletts kommen, die netten Sessel sehen und sich mit ihrem fettigen Futter lautstark neben einem niederlassen. Vielleicht könnten man sie mit klassischer Musik vergraulen?

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Beten ohne auszutrocknen

Ich hatte es ja kürzlich schon vom Beten. Eigentlich ganz einfach und manchmal doch erstaunlich kompliziert – so wie wir selbst und so wie unser Leben in dieser komplexen Welt.

Gestern war der erste Teil unseres (bis auf den letzten Platz belegten) Gebetsseminars. Ich kann den Inhalt dieses wohltuenden Abends nur in Fetzen wiedergeben. Es ging eigentlich um das “mentale” Gebet – das Beten mit dem Verstand, bei dem wir Gott bestimmte Anliegen vortragen, ihn für uns selbst und andere bitten. Dieses -man könnte sagen: effektive – Gebet ist eine notwendige und legitime Form, die aber auch schnell (und ohne dass wir das wollten oder gut fänden) zu einer Art Geschäftsbeziehung zwischen Gott und und führen kann. Vor allem, wenn sie die einzige Form des Betens bleibt.

Daher kamen wir auch immer wieder auf das “affektive” Gebet, wo wir zweckfrei mit Gott darüber reden, wie es uns geht und was uns bewegt, ihm unser Herz ausschütten. Darum geht es dann nächste Woche wieder. Ein Satz von Stans Möhringer, der gestern bei mir hängen blieb, war: “Das mentale Gebet trocknet aus.” Oh ja…

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Nicht überall, wo Gebet drauf steht…

… ist auch Gebet drin. Den Eindruck hatte ich nach einem kurzen Austausch in den letzten Tagen. Ich wurde angeschrieben und eingeladen zu einem Gebets-Event. Bei ähnlichen Veranstaltungen seien in den letzten Monaten “etwas Neues geweckt” worden, hieß es, und dann wurde auf den Wechsel des Ministerpräsidenten in Bayern verwiesen.

Irgendwie erschien mir diese Verknüpfung als zu direkt. Dank für ein erhörtes Gebet wäre in Ordnung, dachte ich, aber hier ging es um etwas anderes. Also schrieb ich zurück und meldete meine Bedenken an. Der Initiator meinte, es sei doch nur natürlich, mit Resultaten zu rechnen, und formulierte am Ende seiner Antwort: “Komme Reich Gottes. Geschehe Wille Gottes (…) – wie im Himmel, und ich erwarte Ergebnisse!”

Erst beim zweiten oder dritten Lesen merkte ich, woher meine Bauchschmerzen bei dieser Aussage rührten. Statt “Dein Reich komme” in der bittenden Anrede an Gott steht hier ein Imperativ und Gott erscheint nur als Genitivattribut. Was jetzt nach Wortklauberei aussieht, deutet jedoch auf eine ganz andere Sicht der Zusammenhänge: Gebet ist plötzlich nicht mehr (wie bei Jesus) eine Bitte an Gott, dass er bestimmte Dinge herbeiführt, sondern bewirkt praktisch direkt die jeweiligen Ereignisse.

Und damit wird der Zusammenhang von einem mittelbaren zu einem unmittelbaren: Ich proklamiere (bzw. “gebiete”, was auch immer…) und dann passiert es irgendwann. Dazu passt dann auch diese für mein Empfinden so erstaunliche Gewissheit, dass große politische Ereignisse die Wirksamkeit bestimmter Aktionen belegen.

Ich glaube aber, dass Gott uns bewusst keine unmittelbare Einwirkung auf andere gestattet. Bestimmte Dinge sind, wie Dallas Willard und C.S. Lewis sagen, unserem Zugriff entzogen. Gott schaltet sich aus Sicherheitsgründen dazwischen. Unsere Gebete sind sicher auch in großen weltgeschichtlichen Zusammenhängen erwünscht und sinnvoll. Allerdings behält sich Gott die letzte Entscheidung vor – er bleibt die Hauptperson. Und ich fürchte, wo man so redet, dass man sich das nicht mehr bewusst macht, hat man die Grenze zum magischen Denken schon fast überschritten.

Das Bitten ist das große Gesetz der spirituellen Welt, durch das Dinge zustande kommen in Kooperation mit Gott und doch in Harmonie mit der Freiheit und Würde jedes einzelnen.

Dallas Willard

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Werkstatt macht wieder Pause

Die Tagung des AfeM ist vorbei. Es waren zwei spannende Tage im Monbachtal mit guten Gesprächen, neuen und alten Bekannten – nach 20 Jahren gab es ein nettes Wiedersehen mit Prof. Peter Beyerhaus, der mir unter anderem erzählte, dass sein Sohn Alpha-Kurse hält. Unter den Anwesenden waren so viele Leute mit internationaler Missionserfahrung, das gibt in der Zusammensetzung einen gewaltigen Horizont.

Beim Abschied erfuhr ich, dass die Veranstalter im Vorfeld “gewarnt” worden waren, mich einzuladen. Ich finde, wenn man als gefährlich gilt, bewegt man ja vielleicht doch etwas. Aber es war vor Ort überhaupt nichts von einer feindseligen Atmosphäre zu spüren gewesen. Nicht einmal Reinhold Scharnowski schaffte es, den Ketzerhut zu ergattern. 🙂

Das Referat “Sünde, Kreuz und Bekehrung im Horizont der Postmoderne” hänge ich hier als PDF an, für alle, die es nachlesen wollen (und mit Dank an alle, die mitgedacht haben!). Wo doch Toby (dessen Vater ich just dort kennengelernt habe) heute eine Beschäftigung mit diesen Themen angemahnt hat. Die Lektüre dauert allerdings ein Weilchen…

Afem Vortrag

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Kein Tag wie jeder andere

Heute vor genau 20 Jahren war ich auf einer folgenreichen Silvesterparty: Nach dem 12-Uhr-Läuten prosteten sich alle zu und fielen einander um den Hals. Um meinen Hals fiel eine junge Frau, an die ich die Wochen zuvor fast unablässig denken musste, obwohl ich sie kaum kannte: dunkle Locken, grüne Augen, offener Blick und fröhliches Wesen und eine Stimme, der ich ewig zuhören konnte. Vor Mitternacht hatten wir uns an ein paar Tänzen versucht. Nun dauerte die Umarmung einen Augenblick, sie dauerte zwei Augenblicke, sie dauerte eine Minute – keiner von uns beiden ließ als erster los in dem fröhlichen Getümmel. Als wir einander schließlich in die Augen sahen, bestand Klärungsbedarf.

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Damals schien der Gedanke, dass sich aus diesem inneren Ausnahmezustand etwas Dauerhaftes entwickeln könnte, einfach zu gewagt. Also rechnete ich damit, gleich zu hören, dass es ihr leid tue, sie sich nicht erklären könne, wie es zu dieser Situation kam und wir bestimmt gute Freunde sein könnten, aber eben nicht mehr. Doch so kam es nicht. Am Neujahrsnachmittag unternahmen wir einen langen, langen Spaziergang, ich bekam einen schwindelerregenden Kuss (um es mit Shania Twain zu sagen: “it’s criminal”) und wir erzählten einander unsere Lebensgeschichten. Alles war unglaublich neu und aufregend.

Die ersten Monate waren trotz aller Anziehungskraft überhaupt nicht leicht. Aber zwanzig Jahre später schaue ich immer noch in die grünen Augen, sehe die hübsche Nase und das dunkle, sanft gewellte Haar (die Locken haben sich an zwei unserer Kinder vererbt, die nun versuchen, sie zu bändigen) und denke gern zurück an diese Silvesterfete. Das neue Jahr fängt gut an.

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Weihnachtliche Kontraste

Die Feiertage sind vorüber und boten eine bunte Mischung von Erlebnissen. Am Heiligabend ein schöner und abwechslungsreicher Gottesdienst, nachdem wir in letzter Minute unseren fast verschollen geglaubten Beamer noch im Büro fanden. Danach ein Fondue mit unseren mächtig aufgekratzten Kindern.

Am ersten Feiertag auf dem Weg zu meinen Schwiegereltern dann der harte Kontrast: Bei Schwabach auf der A6 bremsten vor uns einige Autos, wir auch, und auf der rechten Spur lag regungslos ein Mensch, der offenbar von der Brücke gestürzt war. Wir hielten an, aber nachdem schon etliche andere Leute an der Unglücksstelle waren und die Polizei eintraf, schien es sinnvoller, weiter zu fahren. Heute steht in der Zeitung, dass eine 34jährige Frau wegen familiärer Probleme 7 Meter in die Tiefe gesprungen war. Sie ist aber – Gott sei Dank! – außer Lebensgefahr.

Eine halbe Stunde später wieder Familie, Feiern, Gespräche. Unbeholfene, aber unterhaltsame Flugübungen mit unserem Mini-Helikopter. Ab und zu wandern meine Gedanken zurück zu dem regungslosen Körper auf dem Asphalt. Zweimal in zehn Wochen Beinahe-Augenzeuge bei einem Suizid, das macht nachdenklich, selbst wenn das zweite Mal nur ein “Versuch” war.

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Schatten und Licht

Die längste Nacht des Jahres hat begonnen und der Dezember ist kalt wie lange nicht mehr, ausreichend Stoff für etwas Melancholie. Oder gute Bücher und Musik, ein Glas Wein und einen fröhlichen Film, der den kalten Hauch der Wintergeister in Schach hält?

Immerhin sind Erfolge zu vermelden: Vieles habe ich noch erledigen können (die Predigt für den Heiligabend noch nicht ganz…), auch privat: Heute haben wir noch einen Baum erstanden. Ich war mir noch etwas unsicher, aber Martina fand ihn schön, und in diesem Fall zählt das mehr. Berichtet doch heute die Süddeutsche wissenschaftlich abgesichert: “Eine gute Beziehung zeichnet sich dadurch aus, dass Männer den Einfluss ihrer Frauen akzeptierten.

Na also 🙂

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Munter drauflos kopiert

Ich habe heute zufällig einen Artikel von mir auf dieser Website aus der Schweiz gefunden. Dabei kenne ich die Leute gar nicht und das Impressum verrät auch nicht, wer sie sind. Dafür enthält es eine Bankverbindung – das ist den Betreibern offenbar wichtiger.Zumindest schlechter Stil, sowas. Ich hab mal freundlich nachgefragt, aber die Antwort lässt noch auf sich warten. Vielleicht sollte ich (wenn Geld schon so eine Rolle spielt, aber es ist eben die Schweiz…) eine Rechnung hinschicken? 🙂

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Wieder mal ein Test

Ich habe DoSi auf Facebook bei einem neuen Test “erwischt”, und weil er nur ein paar Minuten dauert, konnte ich nicht widerstehen. “Egoload” ist sicher ein zwiespältiger Titel für einen Anbieter.

Doch nachdem ein schmeichelhaftes Resultat herauskam, kann ich es ja auch hier veröffentlichen:

My personality type: the groundbreaking thinker

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Emergent-Nachlese (3): Brian McLaren

Knapp fünf Tage mit Brian McLaren liegen hinter mir. Heute morgen flog er recht fröhlich vom Emergent Forum wieder nach Hause. Er ist ein freundlicher, ruhiger und unkomplizierter Mensch und ein aufmerksamer Zuhörer – bei Vielrednern ja nicht so häufig, die pflegen doch eher einen dominanten Gesprächsstil.

Wenn Brian spricht, hat er aber wirklich etwas zu sagen. Die bescheidene Art verdeckt das manchmal, und er versucht auch gar nicht, Leute intellektuell zu beeindrucken. Nur ab und zu blitzt auf, was er alles gelesen hat und mit wem er im Gespräch ist. Er hat ein sehr weites Herz für die Ungeduldigen und die Querdenker – auch das gefällt mir an ihm. Selbst über die bösartigsten Kritiker spricht er mit augenzwinkerndem Respekt.

Auf den Studientagen drückte er sich manchmal sehr vorsichtig aus (im kleinen Kreis ist das deutlich pointierter, was er sagt), aber immer wieder ist es Brian trotzdem gelungen, aussagekräftige Bilder zu finden: Die Brücke neben dem Fluss, die emergenten Jahresringe am Baum (als Rinde habe ich mich noch nie betrachtet), der Gorilla beim Basketballspiel, der Zirkel der emerging conversation und vieles mehr.

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Nachtrag: In den USA fragt man inzwischen schon, welchen Einfluss die emerging church auf die Wahlen im kommenden Jahr hat. Bei den jungen Evangelikalen haben die Republikaner nur noch einen Anteil von 40%, rechnet dieser Bericht auf NBC aus.

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Emergent-Nachlese (1): Der angebissene Apfel

Der hohe Mac-Anteil bei ermergenten Happenings ist verschiedentlich schon aufgefallen. Apples “Think different” ist sicher ein gutes Motto: Hier tummeln sich Early Adopters, der creative fringe, und was einem sonst noch an soziologischen Klassifizierungen einfallen mag.

Mich hat der angebissene Apfel aber auch daran erinnert, dass die Postmoderne ein starkes Gefühl für verlorene Unschuld entwickelt hat. Was die Politik angeht, ist das in Europa vielleicht stärker als in den USA: das Misstrauen gegen unsere Lösungen für die Probleme anderer – vor allem, wenn man das mit Gewalt durchsetzen muss.

Beim Betrachten des NS-Dokuzentrums mit unseren Gästen fiel aber auch auf, wie unsere Sprache und Medien im Zuge der NS-Propaganda ihre Unschuld verloren. Die Slogans der Werbung heute haben es auch nicht leichter gemacht, die wieder zurück zu bekommen, also leben wir seither mit einer Hermeneutik des Verdachts. Das Vietnam-Trauma hat nicht ausgereicht, um die amerikanische Zuversicht, in der Welt gehe es um “Gut gegen Böse und am Ende gewinnen wir” (so sagte das einst Bruce Willis) zu zertrümmern. Und die christliche Variante dieser Weltsicht gibt es leider auch nicht nur in den Staaten.

In der Kommunikationsgesellschaft ist alles schon irgendwo einmal gesagt worden. Wir reden also ständig in Zitaten. Umberto Eco hat darauf hingewiesen, dass der Verlust der Unschuld nur durch Ironie wett gemacht werden kann. Ein Mann möchte einer Frau sagen, dass er sie wahnsinnig liebt. Damit das nicht als abgedroschene Phrase erscheint, sagt er aber: Barbara Cartland würde sagen “Ich liebe dich wahnsinnig”. Wenn die Frau diesen Satz versteht, ist die Liebeserklärung angekommen, aber ohne plump vordergründig zu sein.

An dieser Stelle setzt auch Pete Rollins‘ How (Not) to Speak of God an: Nicht nur ist alles schon gesagt über Gott im Guten wie im Schlechten, sondern unsere Begriffe werden ihm gar nicht gerecht. In dem Augenblick, wo wir Definitionen versuchen, berauben wir Gott seiner Freiheit und schaffen einen Götzen (hier liegt der tiefere Sinn des Bilderverbotes). Weil wir aber nicht aufhören können, von Gott zu reden, muss auch das mit einer gewissen Ironie gegenüber uns selbst geschehen, einem Bewusstsein unserer unzureichenden Möglichkeiten und einem Misstrauen angesichts unserer gemischten Motive und theologischen Machtspielchen.

An all das erinnert der angebissene Apfel mich jeden Tag…

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