Laufend größer…

… werden unsere Kinder. Heute war ich zum ersten Mal mit Manuel eine 6 km Runde joggen. Er hatte keine Mühe, mein Tempo mitzuhalten und als wir uns gegen Ende zwei kleine Zwischensprints gönnten, hätte er mich um ein Haar abgehängt. Nette Premiere! 🙂

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Etabliert?

Ich habe eine nette Anfrage bekommen, ob ich für den Neukirchener Kalender eine Seite schreibe.

Das Schreiben ist kein großes Problem, aber wenn man mal das honorige Autorenverzeichnis ansieht, dann wirkt das wie ein who is who des christlichen Establishments. Klar – alles feine Leute. Trotzdem ist es ein seltsames Gefühl, in dieser Reihe zu erscheinen…

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Kopfschmerztage

Neulich habe ich gelesen, dass das Hirn kein Multitasking kann. Wenn man doch zwei Sachen zugleich versucht, strengt es sich eben mehr an. Heute habe ich eine Predigt über die Autorität der Bibel für Sonntag geschrieben und den Tag über Emerging Church und mehr an der Akademie für Leiterschaft morgen in Ditzingen vorbereitet. Etwas arg viel auf einmal, und mein Kopf wollte zum Ende hin nicht mehr so richtig.

Na Hauptsache, er ist morgen wieder klar…

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Kein Tag für schwache Nerven

Heute morgen haben wir festgestellt, dass das Amselnest neben unserer Haustür, das in den letzten Tagen noch mit etlichen piepsenden Flaumkugeln für Unterhaltung sorgte, von einem nächtlichen Räuber überfallen worden war. Jetzt herrscht (Toten)Stille an der Tür, es liegen bloß noch ein paar Federn herum. Ich hab ja so meinen Verdacht…

Dann habe ich nach 25 Jahren meinen ersten Trip zum Verkehrsübungsplatz hinter mir. Es war aufregend, aber alles ist gut gegangen. Nebenbei konnte ich noch ein paar Väter beobachten, die sonst wohl auch nicht so angespannt sind beim Autofahren 🙂

Nun lese ich zur Entspannung noch ein paar Dinge über das letzte Gericht…

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Bewegend: „Gott im Berg“

Der Kreuzweg am Karfreitag im Henninger-Keller hat zumindest meine Erwartungen übertroffen. Insgesamt waren zwischen 10.00 und 15.00 Uhr rund 400 Leute da. Manche kamen sogar noch einmal zurück, um Freunde und Angehörige mitzubringen.

Unser kleines, aber sehr feines Vorbereitungsteam hatte im Vorfeld viele Unwägbarkeiten an dem neuen, den meisten noch unbekannten Ort zu überwinden gehabt, aber am Ende klappte alles großartig. Die Arbeit und Anspannung haben sich wirklich gelohnt.

Die schönste Aufgabe hatten die Mitarbeiter, die am Eingang standen und die vielen bewegten Reaktionen entgegen nahmen – angefangen bei feuchten Augen über dankbare oder begeisterte Worte bis hin zu der Frage, ob es das nächstes Jahr wieder gibt.

Bestimmt – wenn wir dürfen. Den Bericht der Lokalzeitung könnt ihr hier nachlesen.

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Bibelfest?

Antenne Bayern macht(e) mit seinen Hörern ein Bibelquiz. Gestern mittag war diese Passage dran:

Sie schlugen mich, aber es tat mir nicht weh; sie prügelten mich, aber ich fühlte es nicht. Wann werde ich aufwachen? Dann will ich’s wieder so treiben.

Die Anruferin aus Unterfranken war sich sicher, das stünde nie und nimmer in der Bibel. Aber noch besser war die Antwort des Senders: „Das Alte Testament, Kapitel 23, Vers 25„. Da blieb mit dann doch die Spucke weg. Und ich habe mich wieder mal gefragt, was man leuten glauben darf, die so gründlich recherchieren…

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Studienfahrt Gottesbeweis

Peter L. Berger fand, der Comer See sei ein aussagekräftiges Indiz für die Existenz Gottes. In den letzten vier Tagen versuchte ich, diesem Gedanken auf den Grund zu gehen. Das geht natürlich nur vor Ort, also haben Martina und ich uns dort umgesehen. Auch wenn wir vielleicht etwas früh dran waren, war der Zeitpunkt gut gewählt: Das Wetter war fast durchgehend schön, den Regen und die Kälte konnten wir am San Bernardino abschütteln und trafen beides erst gestern wieder auf dem Rückweg durchs Rheintal.

Und was soll ich sagen – Berger hat Recht! Am Seeufer kann man unter Palmen und Pinien sitzen und bei einem Cappuccino den Winter vergessen, während auf dem See vor Bellagio die Fähren und Boote vorbeituckern.

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(Ein paar bizarre Erlebnisse bleiben auch nicht aus – Autofahren auf italienischen Serpentinen ist immer ein Abenteuer und das deutsche Verständnis von gesundem Abstand muss man irgendwann aufgeben. An unübersichtlichen Stellen einfach hupen und Gas geben. Zu viel darf man aber auch nicht aufgeben: Bei einem Abstecher nach Mailand landeten wir in einer obskuren Tiefgarage im Zentrum, wo der Parkwächter verlangte, dass wir den Schlüssel da lassen. Ich zögerte einen Moment, aber als ich mich vor meinem inneren Auge aufgelöst in einer Polizeiwache wiederfand, wo amüsierte Carabinieri mich fragten: „Sie haben dem Mann wirklich ihre Schlüssel gegeben?“, legte ich lieber wieder den Rückwärtsgang ein. Zumal ich für zwei Stunden 14 Euro hätte berappen müssen. Um die Ecke auf der Straße gab es dann 5 Stunden für zwei)

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Ambivalenz des Aussteigertums

Am Wochenende war ich mit einem Freund im Kino, es lief Into the Wild. Der Film hat alle möglichen Auszeichnungen bekommen und wohl auch verdient. Er erzählt die Geschichte von Christopher McCandless, der das Leben, das seine spießigen Eltern für ihn vorgeplant hatten, verlässt, zwei Jahre unter falschem Namen durch die Staaten trampt und schließlich nach Alaska geht.

Er kehrt aus der Wildnis nie wieder zurück, und doch erzählt der Film bei aller Tragik auch eine Geschichte der Heilung und Versöhnung. Die Eltern beginnen, den Verlust des Sohnes zu betrauern und die eigenen Lügen zu überwinden, der Sohn schließt seinen Frieden mit der Familie und begreift am Ende, dass das Glück doch vor allem in der Gemeinschaft mit anderen Menschen zu finden ist.

Es ist nur schwer, nach dem Film die Sprache wieder zu finden. Er zeigt die Aussteiger-Thematik in ihrer ganzen Ambivalenz, und schon allein deswegen ist er sehenswert. Vielleicht unterm Strich etwas zu verklärt, wie die Zeit im Interview mit Regisseur Sean Penn vermutet.

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Mulmiges Gefühl

Emma ist eine Woche her, also ging ich gestern erstmals wieder in den inzwischen sicheren Wald joggen. Auf den ersten Metern überholte ich ein Paar, dessen Schäferhund offenbar mein höheres Tempo interessant genug fand, um ein Stück neben mit her zu laufen.

Ich war eigentlich gar nicht nervös, weil mir noch nie etwas passiert ist (ich kenne aber auch Jogger, die immer ein Pfefferspray dabei haben). Nervös wurde ich erst, als das Herrchen rief: “Brutus, komm zurück!”. Die nächsten 200m erhöhte ich vorsichtshalber das Tempo ein bißchen…

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Es lohnt sich, genau hinzusehen

Gestern traf sich der Leitungskreis der Koalition für Evangelisation in Kassel. Der Tag zuvor war hektisch gewesen, die Nacht unruhig, und so taumelte ich etwas verschlafen am Morgen zum Bahnhof. Spät am Abend hatte ich noch nach der Zugverbindung gesucht. Ich war sogar früh genug da, um einen Zug eher zu starten und den Anschluss ungefährdet zu erreichen. Einer entspannten Reise schien nichts im Weg zu stehen.

Doch ich lernte an diesem Morgen, dass es früh eine Zugverbindung nach Kassel gibt, bei der man statt in Nürnberg in Fürth umsteigen muss. Leider fiel es mir erst in Nürnberg auf, und ich konnte anderthalb Stunden Kaffee trinken und eine Runde durch die Fußgängerzone bummeln, freilich bei geschlossenen Läden. Aber trotz all des Koffeins wurde ich nicht richtig wach, wie sich zeigen sollte.

Im Zug nahm ich mir dann die Tagesordnung und beigefügten Protokolle vor und wollte, wenn schon zu spät, dann wenigstens gut vorbereitet auflaufen. Am Bahnhof in Kassel fuhr mir die erste Straßenbahn vor der Nase weg. Ich nahm die nächste eine Viertelstunde später zur Tagungsstätte des CVJM. Dort tagte aber der Wissenschaftsrat, nicht die Koalition.

Richtig. Ich hatte mich noch gewundert, warum der Einladung eine Wegbeschreibung beigefügt war, wo doch alle den Weg kannten. Die hatte ich als einziges nicht richtig gelesen. Ich kramte die Mail hervor, überflog sie und erinnerte mich daran, dass ich früher schon mal bei einem Treffen in Bahnhofsnähe war. Das musste es sein. Ich fuhr zurück und fand – nichts. Also kramte ich die Mail nochmal heraus und las sie zum ersten Mal genau, Wort für Wort. Und stellte fest, dass ich nur 100m weiter in die alte CVJM-Tagungsstätte hätte gehen müssen. Hmpf…

Ich kam zwei Stunden zu spät – gerade noch rechtzeitig zum Mittagessen und zur zweiten Hälfte der Sitzung. Und nahm mir vor, in Zukunft nach Möglichkeit solche Termine nicht nach Stresstagen anzunehmen. Oder wenigstens Wegbeschreibungen genau zu lesen und mir bei den Zugverbindungen auch die Umsteigeorte anzeigen zu lassen. Einfach wacher durchs Leben zu gehen. Das spart manchmal Zeit…

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Kein Kindergeburtstag mehr

Unsere “Große” ist letzte Woche volljährig geworden. Ein denkwürdiger Tag mit Post vom OB (Erstwähler…) und vielen neuen Freiheiten, zumindest auf dem Papier. Erleichternd ist das Gefühl, dass die Beziehungen sich nicht so schlagartig ändern wie die Rechtslage.

Im tiefsten Inneren finde ich es schön, eine erwachsene Tochter zu haben, die ihren Weg geht. Man arbeitet als Eltern ja zumindest theoretisch darauf hin, Fürsorge und Autorität immer mehr durch Freundschaft und Vertrauen (das hoffentlich immer da war, nun aber beiderseits und irgendwie eben auf Augenhöhe funktionieren muss) zu ersetzen. Wenn dann aber der Stichtag kommt – und irgendwie kommt er dann doch plötzlich – kriegt man doch einen kleinen Kloß im Hals. Gehört wohl einfach dazu…

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Das Valentinsdilemma

Ich dachte immer, Martina fände es langweilig, am Valentinstag Blumen zu bekommen. Es ist ja nicht gerade die totale Überraschung. Letztes Jahr wurde ich dann eines besseren belehrt und wollte dieses Jahr als gelehriger Ehemann auf Zack sein, so dass weitere Erinnerungen überflüssig würden.

Gestern sitzen wir dann beim Kaffee mit einem der Kinder, das mich dann (in Martinas Gegenwart!) an meine Pflichten erinnerte, die ich womöglich vergessen hätte. Und daran, dass so etwas ja gar nicht geht, am Valentinstag zu kneifen. Super – so war auch noch das letzte Quäntchen Überraschung im Eimer.

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Ich werde jetzt wohl trotzdem Blumen kaufen gehen. Mit etwas weniger Begeisterung, weil ich natürlich dazu sagen könnte, dass ich es ohne die Erinnerung auch gemacht hätte, aber das ist dann einfach nur noch doof. Pralinen wurden mir von mitfühlenden Mitarbeiterinnen empfohlen, aber da haben wir noch eine angefangene Schachtel zuhause. Parfum?

Heute morgen lese ich in der SZ noch über die üblen Bedingungen, unter denen die Blumen in fernen Ländern produziert werden, die heute massenweise über den Ladentisch gehen werden. Hungerlöhne für Frauen, die in Giftwolken ihrer Arbeit nachgehen. Meine florale Euphorie sinkt weiter: O du lieber Valentin, alles ist hin…

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Unsere Erde

Es ist ja schon viel geschrieben worden über diesen Film, also mache ich es kurz. Natur- und Umweltdokus stehen hoch im Kurs. Ich habe den Film mit meinen Jungs gleich am Donnerstag gesehen und wir fanden ihn alle drei gut.

Gradiose Bilder, aufregende Szenen (z.B. nächtlicher Überfall eines Löwenrudels auf eine Elefantenherde in der Kalahari) und auch immer wieder etwas zum Lachen (Babyenten beim Absprung aus einer Baumhöhle). Und zum Nachdenken: Am Ende schwimmt ein einsamer Eisbär durch das Nordmeer.

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Freude bricht sich Bahn

… wenn der iMac kommt. So geschehen am letzten Mittwoch. Seither wurde “der Neue” gründlich getestet und für gut befunden. Wobei die Vorlieben geteilt waren. Mir gefiel auf Anhieb die Kindersicherung, die dem Nachwuchs bestimmte Zeitkontingente und -fenster zuweist.

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Einig sind wir uns dagegen bei der Ästhetik: Das Ding ist elegant und die Tastatur ist dabei noch extra hervorzuheben: Klein, flach und nichts klappert mehr. Es wird noch ein paar Tage dauern, bis wir all die neuen Funktionen aus Leopard blicken. Aber er lief von Anfang an ohne Zicken. Und leise, selbst im Vergleich zum G4-Vorgänger.

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