Kaffee-Erlebnisse

Die letzten Wochen litt meine Espressomaschine an einem Defekt und die Werkstatt ließ sich (auch wegen der Feiertage, es ist ein Familienbetrieb) reichlich Zeit. Also habe ich einige neue Entdeckungen gemacht in dieser Zeit. Zum Beispiel dies: Lavazza hat einen wirklich passablen Espresso im Programm, der öko und fair ist: ¡Tierra!. Der Coffeeshop in meiner Nachbarschaft verkauft das Kilo Bohnen zum Supermarktpreis. Wenn mein Maschinchen es wieder tut, wird das wohl Standard bei uns im Haus.

Ab und zu war ich mit geliebten Menschen bei Starbucks (in Nürnberg gibt es nun vier) und bin etwas erschrocken über die saftigen Preise, ebenso wie die inzwischen automatischen Maschinen, den faden Kaffee und den gebührenpflichtigen Hotspot. Dagegen haben sich die McCafés nun bis nach Erlangen verbreitet – und werden bundesweit in Kürze wohl Tchibo überrunden. Das wiederum ist kein Wunder: Der Kaffee (auch aus dem Automaten) ist deutlich besser als der des US-Konkurrenten (von Tchibo ganz zu schweigen) und auch noch preiswerter. Mit Stempelkärtchen ist jede fünfte (!) Tasse umsonst. Und man kann gratis eine Stunde surfen.

Das einzige, was dort stört, sind die Leute, die von der Burger- und Frittentheke mit ihren roten Tabletts kommen, die netten Sessel sehen und sich mit ihrem fettigen Futter lautstark neben einem niederlassen. Vielleicht könnten man sie mit klassischer Musik vergraulen?

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4 Antworten auf „Kaffee-Erlebnisse“

  1. Das ist auch das, was mich am McCafe hier in Gießen am Meisten stört: Es gibt keine richtige Trennung vom normalen Burger-betrieb. Das stört den ganzen Flair. Ansonsten finde ich die McCafes sehr nett.

    Aber zum Glück gibt es in Gießen an jeder zweiten Ecke irgendeinen Cafe-Betrieb. Da gibt es genug Auswahl.

  2. Bevor ich mein Büro kurzfristig verlasse, um mir wieder einen Espresso zu brauchen, möchte ich doch noch einen Bohnen-Tipp loswerden (für den ich garantiert nix kriege, ich habe nur ungefähr 100 verschiedene Bohnensorten mit meiner Gaggia ausprobiert und bin dort hängen geblieben, weil sie einfach Stufen besser schmecken als Lavazza und Co). Die fair gehandelten Bohnen Tatico von Langen (im Bergischen Land): http://www.langen-kaffeetradition.de – einfach lecker. So und nun ziehe ich mir einen…;-)

  3. Mich stört da u.a. auch dran, dass beides gigantische Ketten sind, die Satan persönlich gegründet hat (nehme ich an) und kleinere und unabhängige Läden verdrängen. In vielen Teilen der USA gibt es so eine Cafè-Kultur nicht, da könnte ich schon eher verstehen, dass man da hingeht. Aber hier? Eher würde ich mich mich den Scientologen (oder Satan) anschliessen, als Starbucks oder Mccafe zu betreten. Fight the Power!

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