Ich hätte als einer, der liebend gern Englisch liest und spricht, nie gedacht, dass ich diese Zeilen einmal schreiben würde – und daherreden wie meine Oma. Aber so schön Englisch sein kann und so schön Deutsch ist – die Mischungen sind es nicht! Ungefähr so, wie wenn man eine Flasche guten Rotwein und eine flasche guten Weißwein zusammenkippt: Es kommt kein toller Rosewein dabei heraus…
Flattert mir doch beispielweise heute ein Prospekt auf den Schreibtisch, in dem „Deutscher Worship mit Drive“ angepriesen wird. Wenn doch schon das Besondere an der Nachricht ist, dass die Produktion deutsch ist, wären da nicht ein paar deutsche Attribute angebracht?
Aber es sind nicht nur die Freunde vom frommen Marketing: Gestern sagte Olli Kahn im Interview, das Spiel um Platz 3 beim Confederations Cup sei „der nächste Step“. Gut, auch Olli wird kein Deutschlehrer mehr werden, und auch sonst scheint er nicht mehr ganz so viel Vorbild sein zu wollen. Hoffentlich stumbelt unser Idol auf diesem Step nicht. Welcher Fan würde ihn dann noch mit Drive worshippen wollen?



