Verkleidet

Ich habe heute mittag mein Portugal-Trikot angezogen und schon die ersten spannenden Erlebnisse auf der Straße gemacht: Ich werde fassungslos angestarrt oder jemand ruft mir irgendwas hinterher. Ein bißchen Lust an der Provokation ist dabei, man muss doch auch mal gegen den Strom schwimmen können…

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Dixie-Chicks-Tag

Die CD stand eine Weile im Schrank, aber die letzten Tage haben die drei standhaften Damen aus Texas mich wieder ganz neu angesprochen. Heute besonders: Not Ready to Make Nice und Easy Silence. Klug getextet – schön gesungen und gespielt. Im letzten Lied heißt es am Anfang:

When the calls and conversations
Accidents and accusations
Messages and misperceptions
Paralyze my mind
Busses, cars, and airplanes leaving
Burnin‘ fumes of gasoline and
And everyone is running and I
Come to find a refuge in the

Easy silence that you make for me
It’s okay when there’s nothing more to say to me
And the peaceful quiet you create for me
And the way you keep the world at bay for me
The way you keep the world at bay

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Intuitionen

Diese Woche habe ich über ein paar Entscheidungen nachgedacht, bei denen ich gegen ein leichtes Unbehagen gehandelt habe. Irgendwie dachte ich, man muss auch mal über seinen Schatten springen. Ein paar Jahre später hat sich dann aber herausgestellt, dass ich die Lage intuitiv richtig erfasst hatte. Die späteren Probleme waren damals nicht klar zu sehen, aber ich hatte es irgendwie doch geahnt.

Unterm Strich aber ist die Verlegenheit, Entscheidungen unzureichend begründen zu können, doch leichter zu ertragen als die Selbstvorwürfe, warum ich damals nicht auf meine (?) innere Stimme gehört habe. Also versuche ich jetzt, konsequenter zu sein. Ich hoffe also, dass ich in drei Jahren nicht wieder so einen Post schreibe.

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Gut gearbeitet

Die erste von drei Klausuren für unsere Alpha-Kerntruppe liegt hinter uns und es war eine sehr gute Zeit. Paul Donders von Xpand hat durch seine Fragen und Aufgabenstellungen unsere Köpfe kräftig rauchen lassen und geholfen, unsere Ideen zu sortieren. Und für einen wahrhaft fürstlichen Rahmen sorgte unser 2. Vorsitzender und Gastgeber Dr. Emanuel Prinz zu Salm, der uns zu sich nach Rhede eingeladen hatte.

Mit dicken Rollen vollgeschriebener Flipcharts sind wir wieder zurückgekehrt. In gut drei Wochen dann geht es hier in die nächste Runde.

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Ende der Hitze

Beim Radfahren habe ich heute noch einen Sonnenbrand abbekommen. Aber wenigstens die kommende Nacht verheißt etwas Abkühlung, es ziehen von drei Seiten Gewitter heran.

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Blick nach oben

Gestern abend ist die ISS gut sichtbar am diesigen Nachthimmel über uns hinweggezogen. Heute morgen lese ich, dass die (eine?) Toilette da oben streikt. Alle Erlanger haben um 22:04, um 23:39 und morgen um 1:14 Uhr noch einmal die Gelegenheit, einen Blick zu erhaschen. Die Zeiten für andere Orte gibt es hier.

Und hoffentlich ist das Problem dann schon gelöst.

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Alpha EMEA Week (1): Spannende Zeiten

Am ersten Tag gab es viele Begegnungen mit alten (und ein paar neuen) Bekannten, eine inspirierende Einführung von Sandy Millar, der noch einmal zentrale Anliegen rekapitulierte, und einen Einstieg in die Theologie von Alpha von Graham Tomlin, der den Weg über die Pneumatologie wählte und sehr schön darstellte, dass der Heilige Geist es ist, der Gottes Schöpfung und menschliches Leben zur Erfüllung und Vollendung bringt. Er ist Gottes verändernde Kraft, weil in ihm die Zukunft der Welt schon erfahrbar angebrochen ist. Deshalb ist geisterfülltes Menschsein menschlicher und in gewisser Weise natürlicher, nicht abgehobener und künstlicher. Und es entsteht auch eine neue Rationalität, die nicht mehr von den Zwängen der Welt, wie wir sie jetzt kennen, beschränkt wird, sondern sich an dem orientiert, was einmal sein wird. Aber es geht um mehr als den Verstand – der Geist Gottes eröffnet uns das Leben der neuen Welt, zumindest in immer neuen Ansätzen. Hier liegt, sagt Graham, auch eine wesentliche theologische Begründung dafür, warum Christsein mit Gesellschaftstransformation zu tun hat.

Alpha und die immer vielfältigeren verwandten Arbeitszweige entwickeln sich ständig. Hier in Holy Trinity hat unter der Leitung von Nicky Gumbel das Interesse an und der Einsatz für soziale Zwecke enorm zugelegt. Arbeitszweige wie eine Obdachlosenunterkunft in der kalten Jahreszeit haben eröffnet, man arbeitet mit vielen Partnerorganisationen zusammen, der Salt and Light Course hilft Christen, ihre Prioritäten zu ordnen und nimmt dabei auch den Kontostand und den Terminkalender unter die Lupe, die Gemeinde hat erste Schritte unternommen, ihren CO2 Ausstoß zu senken, bezieht Ökostrom und kauft fair gehandelte Nahrungsmittel ein. Das mag im reichen Kensington (die Ferrari- und Porschedichte hier ist enorm) auch gut fürs hippe Image sein, aber die Richtung stimmt auf jeden Fall.

Zum Schluss noch ein paar Schlaglichter: Weltweit haben inzwischen rund 11 Millionen Menschen an einem Alpha-Kurs teilgenommen. Das Wachstum ist regional unterschiedlich, aber in Indien haben als Resultat von 40 Konferenzen rund 2.000 Kurse begonnen. Unter den rund 1.200 Gästen aus 83 Ländern, die diese Woche hier zusammen kommen, ist der Anteil der Katholiken noch einmal gestiegen. Sie waren heute morgen die größte konfessionelle Gruppe, darunter auch (trotz EMEA) eine Delegation der lateinamerikanischen Bischöfe.

Die faustdicke Überraschung heute war für mich, dass Pete Greig von 24/7 Prayer der Nachfolger von Jeremy Jennings als Verantwortlicher für das Gebet in HTB wird. Spannende Zeiten!

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London – der erste Tag

Das Wetter hat sich seit gestern abend (der Club stieg ab und es goß in Strömen in Nürnberg, sogar in London nieselte es noch…) deutlich verbessert. Nur noch vier Nächte im Eden Plaza, dessen Name doppelt irreführend ist. Platz hat man in dem winzigen Zimmerchen nicht und von Eden ist an der lauten Ecke Brompton Road/Queens Gate auch nichts zu spüren. Der Mann an der Rezeption erklärte mir gestern abend, dass ich das Frühstück gratis bekomme. Offenbar fand er den Preis auch happig… 🙂

Heute morgen bin ich eine Runde bei strahlendem Sonnenschein und kühlem Wind durch den Hyde Park gejoggt, dabei zahllosen Hunden ausgewichen. Danach war habe ich vergeblich mein Lieblingsrestaurant (mit WiFi) gesucht, war zum Gottesdienst in HTB, Graham Tomlin hat gepredigt, anschließend beim Mittagessen im Garten der Gumbels und habe mich am Nachmittag mit Bahn und Busersatzverkehr nach Sutton durchgeschlagen, um einen Kaffee mit Jason Clark zu trinken. Wie immer ein anregendes Gespräch. Danach noch ein Besuch bei Freunden und nun warte ich, bis ich müde genug bin, um auf der weichen Matratze möglichst sofort einzuschlafen.

Heute mittag traf ich einen jungen Mann, dessen Frau am Dienstag das zweite Kind bekommen hat. Vor zwei Jahren waren sie beide schon einmal hier. Sie hatten sieben Jahre vergeblich versucht, Kinder zu bekommen. Damals hatte Sandy Millar eines Abends den Impuls, für kinderlose Paare zu beten. Ich glaube, das macht er sehr gern. Und tatsächlich: das ältere Kind ist jetzt 15 Monate alt, das zweite folgte prompt…

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Ferienlektüre

Zwei vergebliche Anläufe hatte ich unternommen und die betreffenden Bücher nach 30 bzw. 50 Seiten frustriert weggelegt. Nun habe ich einen Roman gefunden, der sich verheißungsvoll anlässt und einfach gut geschrieben ist. Nun muss nur noch der Baulärm nebenan nachlassen, dann steht dem Genuss nichts mehr im Wege…

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Kleine Motivationshelfer

Nach ein paar Wochen mit Erkältung habe ich wieder angefangen zu laufen, und weil ich diese Woche frei habe, drehe ich täglich meine Runden. Der Wald hatte sich in der Zwischenzeit in sattes, frisches Grün gehüllt – Balsam für das Gemüt.

Und wenn ich noch etwas schlapp (jeden Tag 2 km mehr) durch die Gegend tappe, dann hält er tausende kleiner Motivationshelfer bereit, die verhindern, dass ich stehen bleibe: In den Pfützen und Tümpeln, die der nasse April überall hinterlassen hat, brüten die Stechmücken. Und entsprechend hungrig stürzen sich die kleinen Blutsauger dann auf jeden, der vorbei kommt.

Also heißt es: Durchhalten und Weiterlaufen!

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Den Tod vor Augen

… hatten wir heute beim Spaziergang am Dechsendorfer Weiher. Nicht unseren Tod, aber den von ein paar tausend Fischen.

Während am einen Ende ein paar Verwegene tatsächlich badeten, bot sich am gegenüber liegenden Ufer dieses deprimierende Bild. Vom Geruch (der in den kommenden Tagen noch schlimmer werden dürfte) schreibe ich hier lieber nichts.

So etwas passiert nicht zum ersten Mal. Schwer zu verstehen, dass das niemand in den Griff bekommt…

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Pflichtbesuch :-)

Gestern besuchte ich mit einem Noch-nicht-Erlanger den Berg, bei grandiosem Wetter. Entsprechend voll war es und man darf nicht unter Platzangst leiden oder Körperkontakt mit Fremden unangenehm finden. Schließlich fanden wir doch einen Sitzplatz und es bot sich diese Aussicht.

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Wenigstens drüber reden

Erkältungsbedingt liegt meine letzte Runde im Wald schon 2 Wochen zurück. Angesichts des tollen Wetters ein wahrer Jammer. Aber wenigstens theoretisch bleibe ich dran, und in der Pfingstwoche geht es dann hoffentlich wieder auf die Piste.

Morgen Abend bin ich mit meinem Freund Albert bei den Läufern des TV 48 zu einem gemeinsamen Vortrag zum Thema „Körper, Geist und Seele“. Albert und ich laufen ab und zu zusammen und er wird die Perspektive des Mediziners bzw. der Psychologie, ich die des Theologen (und ein bißchen Philosohie) einbringen. Wenn wir derzeit also nicht beim Laufen reden, reden wir über das Laufen.

Das Schöne an dieser Veranstaltung ist, dass durch das Laufen als verbindendem Faktor man auf eine ganze Reihe von Gemeinsamkeiten schon aufbauen kann. Und von da aus dann hoffentlich eine ganzheitliche Perspektive des Menschseins und des Lebens entwickeln, die den Horizont erweitert und alle positiv motiviert, sich auch geistlich auf einen Weg zu machen. Am besten natürlich, so wie beim Laufen im Verein, zusammen mit anderen.

Also, mal sehen, wie es so läuft 🙂

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Kellergeister

Gestern saß ich mit Freunden zusammen und wir sprachen über eine Familie im Bekanntenkreis, die wir alle etwas wunderlich fanden. Wo wir bisher geschmunzelt oder auch den Kopf geschüttelt hatten, war der kurze Gedankenaustausch diesmal ungewohnt ernst und besorgt.

Wenn man den ganzen Tag die Geschichten aus Amstetten hört, wird man irgendwie sensibler. Ratlos waren wir trotzdem – sehen wir unter dem Eindruck der schlimmen Berichte plötzlich Gespenster? Wenn man keine klaren Anzeichen hat, dass etwas gravierend schief läuft, ist die Hemmschwelle doch hoch, sich einzumischen. Also: Kontakt halten und wach bleiben…

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Laserdiva: Das Evangelium nach T9

Heute wollte ich in einer SMS „Karfreitag“ schreiben. Der Begriff fehlte in meinem Wörterbuch und die Worterkennung machte kurzerhand „Laserdiva“ draus. Nur der letzte Buchstabe wollte nicht mehr dazu passen.

Sprache ist schon ein interessantes Gebilde, vor allem, wenn man Maschinen damit füttert…

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