Wenigstens stimmt die Richtung

In Vorbereitung auf unser Gottesdienstthema von morgen habe ich mich heute noch einmal persönlich überprüft und den CO2 Rechner des Bundesumweltamtes gefüttert. Man kann ja nicht Wasser predigen und Wein trinken.

200802021313

Wir liegen als Haushalt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Das ist schon mal gut. Leider leben wir immer noch über dem Niveau viele anderer Länder. Way to go, wie der Franke sagt.

Immerhin hießt es beim Bundesumweltamt auch: “Die Kosten für dieses 40 Prozent-Szenario in Deutschland liegen (…) bei maximal 0,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes oder 11 Milliarden Euro jährlich im Jahr 2020. Das sind weniger als 25 Euro pro Haushalt und Monat.” Das würden allein die steigenden Versicherungsprämien verschlingen – also sollten wir nicht lange herumrechnen.

 Downloads Gallery 2008-02

Share

Beharrlicher Glaube

Es passiert in regelmäßigen Abständen: Auf dem Schuhregal im Windfang unseres Hauses landet ein Brief, verschlossen und adressiert, meist jedoch ohne Briefmarke. Und da liegt er dann – ein paar Tage, eine Woche, einen Monat. Irgendwann ist er weg.

Die ganze Zeit über glaubt ein Familienmitglied fest daran, dass man den Brief einfach nur lange genug dort lassen muss. Früher oder später verschwindet er von da und findet seinen Weg zum Adressaten. Und tatsächlich, es scheint zu funktionieren…

Technorati Tags: ,

Share

Ins Auge gegangen

Wenn das “Sexblog” von Zeit Online einen Eintrag mit dem Titel “Jesus bringt das Licht” verzeichnet, dann ist das zumindest interessant. Wer dahinter gleich Gotteslästerliches vermutet, stößt auf die Abbildung von gut gemeintem (das nehme ich jetzt mal an…), frommem Kitsch.

Was wieder mal die Frage aufwirft, ob nicht manche dieser “Gottesbilder” schädlicher sind als alle Polemik von “außen” bzw. ob es letztere dann überhaupt so gäbe…

Technorati Tags:

Share

Krokodilstränen

Die bayerischen Raucher klagen in der Leserbriefspalte unserer Lokalzeitung lautstark das jüngst erlittene Unrecht. Sie würden wie Tiere vor die Tür gejagt und überhaupt sei das alles verfassungswidrig. In diesem Zusammenhang las ich heute folgenden Satz von Dieter L. aus Heroldsbach:

Nachdem ich schon mehrere Berichte gelesen habe, muss ich mit Bedauern feststellen, dass immer wieder die gleich haltlosen Gründe, wie stinkende Kleidung oder die gesundheitlichen Folgen, genannt werden, aber keiner denkt an wichtige Punkte…

Könnte das ein Indiz sein, dass die gesundheitlichen Folgen noch gravierender sind, als man bisher angenommen hat…?

Technorati Tags:

Share

Besserverdiener

Spiegel Online berichtet, dass Firmen mit mindestens drei Frauen im Vorstand deutlich besser verdienen als wenn Männer unter sich bleiben oder nur eine Alibi-Frau dulden:

Die Firmen mit den meisten Frauen im Vorstand erzielten im Vergleich zu solchen ohne Frauen eine bis zu 53 Prozent höhere Eigenkapitalrendite.

Das sollte sich Siemens vielleicht auch mal überlegen, bei den ambitionierten Zielen, die man dort verfolgt… 🙂

Share

Helfen oder schaden wir Afrika?

Spiegel Online wirft einen kritischen Blick auf Afrikas Despoten, die mit westlicher Hilfe und Unterstützung regieren, morden und ihre Länder plündern. Nachdem wir als Gemeinde eine Arztfamilie unterstützen, die im Tschad arbeitet und dort nicht nur gegen Krankheiten, sondern leider auch gegen Willkür und Korruption ankämpft, habe ich das Ganze mit einem besonderen Interesse gelesen. Am Ende heißt es lapidar und treffend:

Für die desolaten Zustände kommen also mehrere Faktoren zusammen: ein bestenfalls vordemokratisches Bewusstsein; Stammestraditionen, die extrem auf starke Führer ausgerichtet sind; Rentenstaaten, die fast nur von Rohstoffeinkünften leben und eine internationale Gemeinschaft, die sich benimmt, als sei es das normalste von der Welt, seinen Staat auszuplündern und Minderheiten auszurotten. (…)

Der Rest der Welt trägt aber wirklich eine Mitverantwortung für das Desaster. Dass afrikanische Führer viel Geld für Waffen, Luxuskarossen und teuren Schnickschnack haben, liegt auch daran, dass sie sich um das Gesundheitswesen, die Infrastruktur oder die Bildung nicht mehr zu kümmern brauchen, weil in Afrika praktisch alles, was unter die Fürsorgepflicht des modernen Staats fällt, von ausländischen Helfern übernommen wird.

Und wenn wir schon beim Thema Kulturen sind: Ein ehemaliger Kritiker gibt Samuel Huntington für sein oft verrissenes (und wohl auch nicht immer ganz richtig verstandenes) Buch vom Zusammenprall der Kulturen nachträglich Recht. Schöne Geste, aber eben auch sehr ernüchternde Einsichten.

Technorati Tags: , ,

Share

Relativität

Seit ich neulich Rob Bells Präsentation gesehen habe, hat mich ein Gedanke beschäftigt: Er hat ein Rechteck und einen Kreis gezeichnet und festgestellt, dass diese Figuren zweidimensional betrachtet nicht vereinbar sind, dreidimensional aber sehr wohl – zum Beweis hielt er seinen Marker einmal längs und einmal quer in die Kamera.

Der Punkt war, dass manche Widersprüche sich auf einer höheren Ebene auflösen. Konkret nannte er dazu etwa die Frage von Prädestination und freiem Willen. Einerseits ist das sehr elegant. Andererseits frage ich mich, ob mit dieser Vermutung nicht auch aller möglicher Quatsch für plausibel im Sinne einer “höheren Logik” erklärt werden könnte. Wo ist sie also sinnvoll und angebracht und wo nicht?

Vorschläge, irgendwer?

Technorati Tags: , ,

Share

Fasten

Björn wirft schon vor der Fastenzeit mit einem Stöckchen zu eben diesem Thema um sich. Hier also mein Beitrag zur Sache:

1. Hast Du schon einmal bewusst gefastet?

Klar, mehr als einmal…

2. Was ist der Sinn von Fasten Deiner Meinung nach?

Erstens: Ich verstehe Fasten strikt als Verzicht auf Essen bzw. Nahrung. Zweitens: Man kann alles mögliche damit verbinden. Mir ging es darum, einen Gang herunterzuschalten und für Gott empfänglich zu werden.

3. Wirst Du in diesem Jahr in der Fastenzeit fasten?

Ich weiß es noch nicht. Ist gerade auch eine Frage der Arbeitsbelastung.

4. Ist Fasten ein Thema in der Gemeinschaft in der Du lebst?

Für einzelne auf jeden Fall.

Technorati Tags: ,

Share

Wie jetzt?

Heute las ich auf der Website einer Missionsgesellschaft:

Deutschland, Österreich und die Schweiz sind die Missionsländer Nr. 1 (Dies trifft auch auf die übrigen westeuropäischen Staaten zu)

Mit Lothar Matthäus müsste man nun in 1a, 1b und so weiter differenzieren 🙂

Technorati Tags:

Share

gePISAckt

Ab und zu hört man ja mal von Schülern den Kommentar, die eine oder andere Lehrkraft habe ihren Beruf verfehlt. Eltern wischen das oft als Ausflucht vom Tisch, aber eine Studie der Uni Frankfurt weist nun nach, dass das erstaunlich häufig der Fall ist. Als Vater fängt man da an, sich plötzlich wieder Gedanken zu machen, mit dem der Nachwuchs es da so alles zu tun bekommt.

Die hohen Burnout-Quoten unter Lehrern haben demnach weniger mit dem Stress im Job, sondern mit fehlender Motivation zu tun. Die engagierten Lehrer haben ein erheblich geringeres Risiko – und, dachte ich beim Lesen, gäbe es die unmotivierten Kollegen nicht, würde diese Zahl vielleicht noch weiter sinken…

Die Frankfurter Forscher plädieren unter anderem dafür, den Beamtenstatus von Lehrern abzuschaffen. So werden berufliche Fehlentscheidungen revidierbar und manch fragwürdige Motivation (“sicherer Job”…) entfällt. Hoffnung dagegen vermittelt der Bericht von Spiegel Online über ein katholisches Gymnasium in der Nähe von Köln, in dem Glaube und Kreativität auf sich aufmerksam macht und wo sich 80% der Lehrer regelmäßig fortbilden. Ob so etwas auch in der Stadt möglich wäre?

Technorati Tags: , ,

Share

Training, Training, Training…

Bei meinem Besuch in London bin ich kurz Tim Hughes begegnet. Er erzählte von Worship Central und einem Event am 15. März, zu dem Matt Redman, Mike Pilavachi, Brenton Brown und – jetzt kommt! – N.T. Wright in die Westminster Hall kommen. Das wäre sicher einen Wochenendtrip wert. Hier geht’s zum Podcast.

 Files Wc Images Ben


Kurz darauf traf ich Graham Tomlin, der in Wycliffe Hall in Oxford unterrichtet hat und nun das St. Paul’s Theological Centre in London leitet. Dort gibt es auch ein Ausbildungsprogramm, das in drei Jahren zur Ordination führt und mit einer Teilzeitanstellung in einer Gemeinde verbunden wird, also praxisbegleitend funktioniert. So etwas würde ich mir hier in Deutschland auch wünschen.

Ach ja: Grahams Buch “Luther und seine Welt” ist letztes Jahr im Herder-Verlag erschienen. So weit sind wir schon: Ein Anglikaner schreibt in einem katholischen Verlag über Luther 😉

Share

Der Zorn der Götter

Die Götter sind verschnupft. Vor den Kameras und in den Redaktionen rätselt die globale Priesterschaft, was ihren Zorn ausgelöst hat und wie man sie wieder besänftigt. Angst geht um: Früher waren es Missernten, heute sind es Kurseinbrüche. Die Bären haben die Bullen gefressen.

Man ist sich einig, die Schuldigen sitzen in Amerika. Der Präsident hat schon nationale Buße angekündigt über zu hohe Steuern. Aber wie das immer so ist mit den Göttern: Ihr Zorn trifft auch Unschuldige. Gewinne trocknen aus, Menschen werden aus ihren Jobs gespült, Ersparnisse schmelzen dahin. Das Klima an den Märkten ist schlecht.

Ich blickte umher, doch niemand war da,
keiner von diesen hier konnte mir raten und Antwort geben auf meine Fragen.
Seht her: Sie alle sind nichts, ihr Tun ist ein Nichts;
windig und wesenlos sind die Bilder der Götter.
(Jes 41,28-29)

Technorati Tags: , ,

Share