Gute Antwort

Dass Deutschland Polen besiegt, war vielleicht keine ganz große Überraschung. Das Lukas Podolski beider Tore macht, schon eher. Wie er aber den Ball beim Jubeln flach hält (und es schien ja für ihn völlig normal zu sein, in kein Triumphgeheul auszubrechen), das war vorbildlich – und die denkbar beste Antwort auf die bluttriefenden Schlagzeilen im Vorfeld des Spiels.

Chapeau – das muss Oliver Pocher erst mal nachmachen…

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Dixie-Chicks-Tag

Die CD stand eine Weile im Schrank, aber die letzten Tage haben die drei standhaften Damen aus Texas mich wieder ganz neu angesprochen. Heute besonders: Not Ready to Make Nice und Easy Silence. Klug getextet – schön gesungen und gespielt. Im letzten Lied heißt es am Anfang:

When the calls and conversations
Accidents and accusations
Messages and misperceptions
Paralyze my mind
Busses, cars, and airplanes leaving
Burnin‘ fumes of gasoline and
And everyone is running and I
Come to find a refuge in the

Easy silence that you make for me
It’s okay when there’s nothing more to say to me
And the peaceful quiet you create for me
And the way you keep the world at bay for me
The way you keep the world at bay

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Statistiken…

… sollte man genau lesen, damit kein Quatsch herauskommt, wie dieses Interview wieder einmal beweist:

sueddeutsche.de: Eine Tageszeitung titelte kürzlich: „Jede zweite Ehefrau geht fremd“ …
Beer: Woher wissen die das?
sueddeutsche.de: Die berufen sich auf Ihre Theratalk-Studie.
Beer: Dann haben die wohl etwas falsch verstanden.
sueddeutsche.de: Moment, in dem Artikel steht, dass 55 Prozent der Frauen und 49 Prozent der Männer schon einmal eine Affäre hatten.
Beer: An unserer Studie nahmen aussschließlich Untreue teil. Davon sind 55 Prozent Frauen, 45 Prozent Männer. Mit dem Anteil der Untreuen in der Gesamtbevölkerung hat das nichts zu tun.

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Intuitionen

Diese Woche habe ich über ein paar Entscheidungen nachgedacht, bei denen ich gegen ein leichtes Unbehagen gehandelt habe. Irgendwie dachte ich, man muss auch mal über seinen Schatten springen. Ein paar Jahre später hat sich dann aber herausgestellt, dass ich die Lage intuitiv richtig erfasst hatte. Die späteren Probleme waren damals nicht klar zu sehen, aber ich hatte es irgendwie doch geahnt.

Unterm Strich aber ist die Verlegenheit, Entscheidungen unzureichend begründen zu können, doch leichter zu ertragen als die Selbstvorwürfe, warum ich damals nicht auf meine (?) innere Stimme gehört habe. Also versuche ich jetzt, konsequenter zu sein. Ich hoffe also, dass ich in drei Jahren nicht wieder so einen Post schreibe.

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Gut gearbeitet

Die erste von drei Klausuren für unsere Alpha-Kerntruppe liegt hinter uns und es war eine sehr gute Zeit. Paul Donders von Xpand hat durch seine Fragen und Aufgabenstellungen unsere Köpfe kräftig rauchen lassen und geholfen, unsere Ideen zu sortieren. Und für einen wahrhaft fürstlichen Rahmen sorgte unser 2. Vorsitzender und Gastgeber Dr. Emanuel Prinz zu Salm, der uns zu sich nach Rhede eingeladen hatte.

Mit dicken Rollen vollgeschriebener Flipcharts sind wir wieder zurückgekehrt. In gut drei Wochen dann geht es hier in die nächste Runde.

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Eine Stunde am Tag

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Es muss eine Stunde am Tag geben, wo der planende Mensch all seine Pläne vergisst und handelt, als hätte er überhaupt keine.

Es muss eine Stunde am Tag geben, wo der Mensch, der zu reden hat, verstummt. Dann formt er im Geist keine Anträge mehr, und er fragt sich: hatten sie einen Sinn?

Es muss eine Stunde geben, wo der Mann des Gebets anfängt zu beten, als geschähe es zu ersten Mal in seinem Leben, wo der Mann der Entschlüsse seine Entschlüsse beiseite schiebt, als wären sie alle zerronnen, und wo er eine neue Weisheit lernt: die Sonne vom Mond zu unterscheiden, Sterne vom Dunkel, das Meer vom festen Land und den Nachthimmel von der Wölbung eines Hügels.

Im Schweigen lernen wir zu unterscheiden. Wer das Schweigen flieht, flieht auch die Unterscheidungen. Er will nicht allzu klar sehen. Verwirrung ist ihm lieber.

Thomas Merton

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