Kein Cordoba

… aber wahrhaftig keine Glanzleistung. Auf der Straße vereinzeltes Hupen von Fans, die die Chance zum Autokorso noch nutzen wollen.

Die Portugiesen werden sich schon freuen auf unsere Rumpelfußballer, die endlich wieder so spielen, wie man das von Duetschland kennt und sie in dieser Verfassung vor keine großen Probleme stellen dürften. Oder doch? Im Fußball ist ja – wie man täglich hört – alles möglich.

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Schön locker bleiben…

In den letzten Wochen habe ich immer mal wieder die Diskussion über die Erweckung in Lakeland verfolgt. Mit recht zwiespältigen Gefühlen: Manches schien eine Art „Toronto reloaded“ zu sein, mit vielen Begleiterscheinungen, denen ich bisher nicht besonders nachgetrauert hatte. Zudem hatte mich das Niveau, auf dem Begeisterte und Entgeisterte diskutierten und mit häufig kontextbereinigten Bibelzitaten um sich warfen, auch nicht besonders beeindruckt. Schließlich schien mir das Ganze zu oft auch einfach furchtbar humorlos vorgetragen, und zwar von allen Seiten.

Vielleicht muss man sich noch viel gründlicher von der Vorstellung befreien, dass es Gottes Wirken irgendwo in Reinkultur gibt, selbst wenn Leute ganz intensive Erfahrungen machen. Vielleicht muss man die eigenartige Mischung, die so ein Phänomen erzeugt, auch mal eine Weile auf sich wirken lassen, ohne den Druck, alles entweder verklären oder verdammen zu müssen. Vielleicht hat Unterscheidung der Geister viel mehr damit zu tun, mit einer gesunden Portion Offenheit auch ebenso berechtigter Skepsis den ganzen Betrieb unter die Lupe zu nehmen, das (manchmal allzu) Menschliche daran einfach so stehen zu lassen und eben darüber auch mal zu lachen.

Mike K. hat das unter dem Titel „Leaving Lakeland“ auf the Ooze getan. Der erste Teil ist online und ich freue mich auf die Fortsetzung. Beim Lesen musste ich mehrfach laut lachen, weil er ziemlich frech schreibt („She wanted to bring the “Fire™” back home to her church„) und die Dynamik der segenshungrigen Meute so gut beobachtet (“People have been hungry for God” said the lady with red and gray highlights. “Yes. People will crawl over one another to get to God!” said another woman).

Parallel lese ich weiter in New Monasticism und lasse mich in Kapitel 4 wieder daran erinnern, dass Gottes primäres Augenmerk nicht dem Wohlbefinden und der persönlichen Entfaltung des einzelnen dient, sondern dass das alles eingebettet ist in die Vision einer Gemeinschaft, die dazu berufen ist, diese Welt zu verändern. Mehr geistliche Dynamik in dieser Richtung könnten wir sicher brauchen – ob sie nun via Internet und Satellit aus Florida kommt oder sich aus anderen, weniger bizarren Quellen speist.

Nachtrag: Inzwischen ist auch Teil 2 online.

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