Nächste Woche kommt Brian McLaren. Ich freue mich darauf, weil er ein unglaublich netter Typ ist und zugleich eine Menge zu sagen hat. Es sagt das mutig und steckt eine Menge an Prügel aus dem fundamentalistischen Lager auf beiden Seiten des Atlantiks ein (obwohl das hier nicht richtig weh tut, weil diese Richtung hier zum Glück gesellschaftlich und kirchlich relativ isoliert ist – wozu also viel Zeit verplempern mit Antworten auf Kritik, die auf einem Niveau daherkommt, das sich selbst dekonstruiert und eigentlich keine Antwort verdient hat?).
Aber mir hängt (gerade was Brian angeht) dieses stereotype “ich-finde-nicht alles-gut-was-er-schreibt” langsam zum Hals heraus. Ich weiß nicht auf wie vielen Blogs ich das nun gelesen habe. Mal ehrlich: Das ist doch nie so, dass man alles gut findet, was ein anderer sagt. Wozu also dieses ständige Herumeiern, diese Angst, mit ihm in einen Topf geworfen zu werden?
Ich finde den Mann gut. Punkt. Werft mich in den Topf, steckt mich in die Schublade. Ich mag mich auch nicht vorab distanzieren, falls er hier oder da etwas sagen sollte, was ich nicht gut finde. Das sage ich ihm dann selber. Er ist ja kein Guru (das unterstellen vor allem die Kritiker, die ihre eigenen Autoritäten noch viel unterwürfiger hofieren), aber eben auch kein geeigneter Watschenmann.
Ich habe den Eindruck, dass viele Christen hier sehr aufgeschlossen sind für die Fragen, die Brian und andere aufwerfen. Nebenbei: Das halte ich für sein größtes Verdienst, dass er gute Fragen stellt. Aber vielleicht sollten wir eines gleich lernen: So zerfurcht, wie die fromme Landschaft aussieht, muss man ein dickes Fell haben und darf sich nicht jede Kritik zu Herzen nehmen.
Technorati Tags: Brian McLaren, Kritik







