Feuer ohne Folgen?

Die Nachricht schaffte es nicht auf die Titelseiten: Am Wochenende starben in Bangladesch 112 Frauen in einer Näherei, weil unter anderem H&M und Gap sich (im Unterschied zu Tchibo und PVH) bisher weigerten, von ihren Produzenten einen strengeren Feuerschutz zu verlangen und ein Abkommen mit Arbeitnehmervertretern zu schließen. Es gibt Proteste, aber die Aussichten auf deren Erfolg sind begrenzt. Die Mitverantwortlichen in den Chefetagen der Textilkonzerne, in deren Auftrag dort produziert wird, hüllen sich derweil in Schweigen. Erst im September gab es in Pakistan eine noch verheerendere Brandkatastrophe bei einem KiK-Zulieferer.

Es gibt einen historischen Präzedenzfall, der vielleicht ein bisschen hoffen lässt: Der Brand der Triangle Shirtwaist Factory 1904 in New York mit 146 Toten hatte zur Folge, dass die Stadtverwaltung die Fabrikanten schließlich doch zu Verbesserungen bei der Sicherheit zwang.

Wer Gap hoffentlich ein bisschen Feuer unter dem Hintern machen will, kann das hier tun. Und H&M am besten boykottieren, so lange sich da nichts tut!

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Kein Schwein zeigt mich an…?

Das ist schon lustig: Pete Rollins schreibt auf seiner Facebookseite, dass es seinem neuen Buch gut täte, wenn ihm irgendein Hardliner via Twitter den Ketzerhut verpassen würde. Allerdings hat sich Rollins selbst schon hinlänglich als Häretiker inszeniert.

Die einzige Möglichkeit, hier noch etwas umsatztreibend Skandalöses hinzukriegen, wäre also die, ihn für orthodox zu erklären: ein Imprimatur, eine Empfehlung auf desiring god – etwas in der Art.

Rollins denkt ja gern um eine Ecke mehr als der Normalbürger. Das müsste er bei seinem versuchten Rebel Sell jetzt eigentlich auch noch hinkriegen.

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