Die Nationalmannschaft ist im Trainingslager, Ballack muss den Frust noch verdauen, aber hier ist schon mal ein witziger Clip, der auf den EM-Start einstimmt. Wenigstens die Fans:
Danke für den Tipp, Dani 🙂

auf zu neuen Ufern
Die Nationalmannschaft ist im Trainingslager, Ballack muss den Frust noch verdauen, aber hier ist schon mal ein witziger Clip, der auf den EM-Start einstimmt. Wenigstens die Fans:
Danke für den Tipp, Dani 🙂
Der Berufsverkehr braust über die Brompton Road und das Caffé Nero hat zum Glück schon auf. Etwas Katerstimmung herrscht noch im Royal Borough of Kensington and Chelsea nach der Finalniederlage gestern. Dafür haben letzte Nacht keine feiernden Fans unseren Schlaf getrübt. Heute ist mein letzter Tag auf der EMEA Week. Viele gute Begegnungen liegen schon hinter mir und manches, was sich schon angedeutet hatte, ist noch klarer geworden.
Ein wesentlicher Beitrag dazu kam wieder von Graham Tomlin. Er hat gestern noch einmal zwei sehr hilfreiche theologische Grundlagenreferate gehalten, in denen ich mich sehr gut wiederfinden konnte. Zuvor hatte schon Nicky Gumbel deutlich gemacht, dass die Motivation für Evangelisation die Transformation der Gesellschaft ist. Statt „Hintern für den Himmel“ (meine Worte…) also: Mitarbeiter für Gottes neue Welt. Und weil die Aufgaben in dieser Welt so riesig sind (man muss nur die Teams aus Kenia, Zimbabwe oder Ruanda fragen, da ist es vielleicht am deutlichsten zu spüren.
Zurück zu Graham: Er erklärte, dass Evangelisation eine Form der Katechese ist. In einer Zeit, in der man keinen „objektiven“, neutralen Standpunkt mehr findet (wenn es ihn je gab…), von dem aus man die unterschiedlichen Überzeugungen betrachten und bewerten könnte, kann man über Wahrheiten nicht mehr intellektuell entscheiden, sondern muss ihnen existenziell nachgehen. Es geht nicht um Ideen, sondern um einen Lebensstil. Und den kann man nur verstehen, wenn man sich zumindest versuchsweise darauf einlässt und in einer Gemeinschaft die Grammatik des Glaubens lernt. Zweitens ist Evangelisation ein Akt der Gastfreundschaft. Die Gemeinschaft, die von Gott als dem dreieinigen ausgeht, ist offen für andere: Auf Rublevs berühmter Ikone ist ein Platz leer. In dieser Gemeinschaft dann ist der Raum für Gespräch, so wie in den Tischgemeinschaften mit Jesus, wo sich so viele wesentliche Dinge abgespielt haben. Und nicht zuletzt in diesem Sinne vermittelt Evangelisation (das war der dritte Punkt) einen Vorgeschmack von Gottes Zukunft versöhnter Beziehungen und einer geheilten Schöpfung.
Der Gedanke der Transformation liegt in der Herrschaft Gottes begründet, um die sich bei Jesus alles dreht. Hier denkt Graham stark von der Missio Dei her: Gott bezieht uns ein in die Erneuerung und Wiederherstellung seiner Welt. David Bosch sagte, Evangelisation bedeutet, Menschen in diese Mission zu rufen. Und auch wenn wir keinen vollkommenen Himmel auf Erden erreichen werden, so ist es doch ein Beitrag mit ewiger Bedeutung. Kirche muss von dieser Missio Dei her gedacht und zentrifugal – nach außen gewandt – gedacht und gelebt werden, nicht nach innen gekehrt. Und das ist zuerst eine Frage der Herzen, nicht der Gebäude. Wir geben das, was wir bekommen haben, gleich weiter – und merken dabei, wie es mehr statt weniger wird, je länger wir das tun.
Alpha wird ein immer bunterer und größerer Ökumenischer Mikrokosmos. Gestern war ein koptischer Bischof unter uns der von einer Arbeit unter Aidskranken berichtete und Heilungen, die sie dort auch erleben; in Chile arbeiten Katholiken, Pfingstler und Evangelikale fröhlich zusammen; 35 verschiedene Gemeinden haben in Soweto eine Alpha Celebration veranstaltet, in Irland gibt es erste Alpha-Kurse für Gehörlose und unter Obdachlosen, in Seattle hat man für Einwanderer einen sprachlich stark vereinfachten Kurs entwickelt. Andere Dinge habe ich ja schon erwähnt.
Je länger ich über das alles nachdenke, desto begeisterter bin ich, ein Teil dieses Beziehungsgeflechts zu sein, das diese gute Nachricht verbreitet und immer mehr und konkreter auch daran geht, in vielen kleinen Schritten die Welt zu verändern. Denn auch wenn vor Ort mal eine Weile lang nichts vorwärts zu gehen scheint, alle zusammen kommen wir eben doch voran. Und wenn Alpha auch bei uns immer noch mehr dazu hilft, nicht nur Kirchenbänke zu füllen, sondern Menschen für die Missio Dei freizusetzen, dann ist es jeden Aufwand wert.
Vorgestern sah ich auf BBC ein Interview mit dem Schriftsteller Gore Vidal. Irgendwann kam das Gespräch auf das Christentum, weil Vidal unter anderem dem römischen Kaiser Julian (der kein Freund der Christen war) ein literarisches Denkmal setzte. Vidal sagte, die Geschichte des Christentums sei mit Blut beschmiert. Und als der Interviewer zu bedenken gab, dass Christen neben Grausamkeiten auch vieles Gute gebracht hätten, sagte er knapp: „Ich habe nie etwas davon gesehen“. Auch durch einiges Zureden ließ er sich nicht davon überzeugen, dass dieses Statement vielleicht überzogen war.
Zugleich scheint er im Hinblick auf sein Heimatland ähnlich zu denken. Er lebt in Italien, weil für ihn alle Amerikaner Lügner sind, die sich die Wahrheit über sich selbst nicht eingestehen. Vidal natürlich ausgenommen, sonst wüsste er ja nicht, dass die anderen Lügner sind. Vielleicht ist er aber doch nicht so anders als seine Landsleute – immerhin hält er unbeirrt an seinen pauschalen Vorurteilen fest…
Am ersten Tag gab es viele Begegnungen mit alten (und ein paar neuen) Bekannten, eine inspirierende Einführung von Sandy Millar, der noch einmal zentrale Anliegen rekapitulierte, und einen Einstieg in die Theologie von Alpha von Graham Tomlin, der den Weg über die Pneumatologie wählte und sehr schön darstellte, dass der Heilige Geist es ist, der Gottes Schöpfung und menschliches Leben zur Erfüllung und Vollendung bringt. Er ist Gottes verändernde Kraft, weil in ihm die Zukunft der Welt schon erfahrbar angebrochen ist. Deshalb ist geisterfülltes Menschsein menschlicher und in gewisser Weise natürlicher, nicht abgehobener und künstlicher. Und es entsteht auch eine neue Rationalität, die nicht mehr von den Zwängen der Welt, wie wir sie jetzt kennen, beschränkt wird, sondern sich an dem orientiert, was einmal sein wird. Aber es geht um mehr als den Verstand – der Geist Gottes eröffnet uns das Leben der neuen Welt, zumindest in immer neuen Ansätzen. Hier liegt, sagt Graham, auch eine wesentliche theologische Begründung dafür, warum Christsein mit Gesellschaftstransformation zu tun hat.
Alpha und die immer vielfältigeren verwandten Arbeitszweige entwickeln sich ständig. Hier in Holy Trinity hat unter der Leitung von Nicky Gumbel das Interesse an und der Einsatz für soziale Zwecke enorm zugelegt. Arbeitszweige wie eine Obdachlosenunterkunft in der kalten Jahreszeit haben eröffnet, man arbeitet mit vielen Partnerorganisationen zusammen, der Salt and Light Course hilft Christen, ihre Prioritäten zu ordnen und nimmt dabei auch den Kontostand und den Terminkalender unter die Lupe, die Gemeinde hat erste Schritte unternommen, ihren CO2 Ausstoß zu senken, bezieht Ökostrom und kauft fair gehandelte Nahrungsmittel ein. Das mag im reichen Kensington (die Ferrari- und Porschedichte hier ist enorm) auch gut fürs hippe Image sein, aber die Richtung stimmt auf jeden Fall.
Zum Schluss noch ein paar Schlaglichter: Weltweit haben inzwischen rund 11 Millionen Menschen an einem Alpha-Kurs teilgenommen. Das Wachstum ist regional unterschiedlich, aber in Indien haben als Resultat von 40 Konferenzen rund 2.000 Kurse begonnen. Unter den rund 1.200 Gästen aus 83 Ländern, die diese Woche hier zusammen kommen, ist der Anteil der Katholiken noch einmal gestiegen. Sie waren heute morgen die größte konfessionelle Gruppe, darunter auch (trotz EMEA) eine Delegation der lateinamerikanischen Bischöfe.
Die faustdicke Überraschung heute war für mich, dass Pete Greig von 24/7 Prayer der Nachfolger von Jeremy Jennings als Verantwortlicher für das Gebet in HTB wird. Spannende Zeiten!
Das Wetter hat sich seit gestern abend (der Club stieg ab und es goß in Strömen in Nürnberg, sogar in London nieselte es noch…) deutlich verbessert. Nur noch vier Nächte im Eden Plaza, dessen Name doppelt irreführend ist. Platz hat man in dem winzigen Zimmerchen nicht und von Eden ist an der lauten Ecke Brompton Road/Queens Gate auch nichts zu spüren. Der Mann an der Rezeption erklärte mir gestern abend, dass ich das Frühstück gratis bekomme. Offenbar fand er den Preis auch happig… 🙂
Heute morgen bin ich eine Runde bei strahlendem Sonnenschein und kühlem Wind durch den Hyde Park gejoggt, dabei zahllosen Hunden ausgewichen. Danach war habe ich vergeblich mein Lieblingsrestaurant (mit WiFi) gesucht, war zum Gottesdienst in HTB, Graham Tomlin hat gepredigt, anschließend beim Mittagessen im Garten der Gumbels und habe mich am Nachmittag mit Bahn und Busersatzverkehr nach Sutton durchgeschlagen, um einen Kaffee mit Jason Clark zu trinken. Wie immer ein anregendes Gespräch. Danach noch ein Besuch bei Freunden und nun warte ich, bis ich müde genug bin, um auf der weichen Matratze möglichst sofort einzuschlafen.
Heute mittag traf ich einen jungen Mann, dessen Frau am Dienstag das zweite Kind bekommen hat. Vor zwei Jahren waren sie beide schon einmal hier. Sie hatten sieben Jahre vergeblich versucht, Kinder zu bekommen. Damals hatte Sandy Millar eines Abends den Impuls, für kinderlose Paare zu beten. Ich glaube, das macht er sehr gern. Und tatsächlich: das ältere Kind ist jetzt 15 Monate alt, das zweite folgte prompt…
Heute abend geht es via Zürich nach London zur EMEA Week. Alpha-Leute aus Europa, Afrika und dem nahen Osten kommen zum Austausch zusammen. Das sind immer anstrengende und interessante Tage zugleich und wenn alles klappt in Sachen WiFi, werde ich hier den einen oder anderen Bericht absetzen, bevor es Donnerstag wieder zurück geht.
Auf London im Frühling freue ich mich, sonst war ich oft im Herbst oder Winter dort. Das noch bezahlbare Hotel hat sehr unterschiedliche Ratings im Internet bekommen, zumindest aber liegt es nahe am Hyde Park und erlaubt so die eine oder andere morgendliche Joggingrunde. Mal sehen, wer da sonst noch so läuft…
Auch wenn die Theologie sehr betont wurde, scheint mir das Manifesto ein ausgesprochen kirchenpolitisches Dokument zu sein. Theologisch tief gebohrt wird nirgends, die Konsensformeln sind etwas hausbacken und dehnbar. Immer wieder ist der Versuch mit Händen zu greifen, im Wahljahr einen Mittelweg zwischen den Extremen zur Rechten und Linken offen zu halten.
Die Abgrenzungen gegenüber dem Liberalismus fallen deutlicher aus als nach „Rechts“, und auch das wirkt auf mich so, als wolle man die innerevangelikale Einheit durch diesen Akzent bestärken. Immerhin hat es aus den Reihen der Hardliner auch schon Kommentare gegeben, die zeigen, dass die Botschaft angekommen ist.
Ob die Botschaft in der Öffentlichkeit ankommt, dass Evangelikale und religiöse Rechte nicht identisch sind, scheint mir indes zweifelhaft. Dazu ist der Text zu lang und manche Distanzierungen sind zu verklausuliert. Ich vermute, es wird über kurz oder lang eine Spaltung des „alten“ Evangelikalismus stattfinden in eine fundamentalistischen und einen weltoffenen Flügel. Einige der Sollbruchstellen sind hier schon vorgezeichnet.
Hier noch ein paar Links zum Thema:
Take 2: An Evangelical Manifesto
Take 3: An Evangelical Manifesto and a Covert Colonialism
Come On, You Call This a Manifesto?
‚An Evangelical Manifesto‘ criticizes politics of faith – CNN.com
Abschließend fragen die Verfasser des Manifesto nach dem Platz der Evangelikalen in Gesellschaft, Öffentlichkeit und Politik. Wieder nehmen sie eine doppelte Abgrenzung vor: Glaube darf weder privatisiert noch politisiert werden. Klar erkennbar fällt die Abgrenzung gegenüber dem letztgenannten Abweg, sich einer bestimmten politischen Agenda zu verschreiben, umfangreicher aus.
Evangelicals see it our duty to engage with politics, but our equal duty never to be completely equated with any party, partisan ideology, economic system, or nationality.
Das hat Folgen für das Verhältnis zu Staat: Der Staat soll Religionsfreiheit gewähren und Toleranz fördern, zu der sich auch die Unterzeichner klar und deutlich bekennen: Sie achten andere Standpunkte und akzeptieren den gesellschaftlichen Pluralismus. Den Kulturkampf zwischen den unterschiedlichen Fundamentalismen, die den Staat entweder unter das Diktat der Bibel oder des Atheismus stellen wollen, lehnt das Manifest ab.
Das Dokument endet mit Appellen in alle möglichen Richtungen: an die eigene Bewegung, an die Öffentlichkeit, an andere Christen, andere Religionen u.v.m.
Zwei vergebliche Anläufe hatte ich unternommen und die betreffenden Bücher nach 30 bzw. 50 Seiten frustriert weggelegt. Nun habe ich einen Roman gefunden, der sich verheißungsvoll anlässt und einfach gut geschrieben ist. Nun muss nur noch der Baulärm nebenan nachlassen, dann steht dem Genuss nichts mehr im Wege…

David Fitch hat eine feine und sehr ehrliche Antwort verfasst auf die immer wieder anzutreffende Unterstellung, missionale (ich bleibe bei dem Wort…) und emergente Gemeinden/Gemeinschaften würden niemanden zum Glauben helfen. Lesen!
Nach ein paar Wochen mit Erkältung habe ich wieder angefangen zu laufen, und weil ich diese Woche frei habe, drehe ich täglich meine Runden. Der Wald hatte sich in der Zwischenzeit in sattes, frisches Grün gehüllt – Balsam für das Gemüt.
Und wenn ich noch etwas schlapp (jeden Tag 2 km mehr) durch die Gegend tappe, dann hält er tausende kleiner Motivationshelfer bereit, die verhindern, dass ich stehen bleibe: In den Pfützen und Tümpeln, die der nasse April überall hinterlassen hat, brüten die Stechmücken. Und entsprechend hungrig stürzen sich die kleinen Blutsauger dann auf jeden, der vorbei kommt.
Also heißt es: Durchhalten und Weiterlaufen!
Während die US-Evangelikalen gerade versuchen, sich von der Religious Right und den Neocons zu distanzieren, zeigt die Zeit, dass es auch hier für Christen nichts Dümmeres geben könnte, als (wieder mal…) mit einem Konservativismus zu liebäugeln, der sich nach rechts nicht konsequent abgrenzen will und kann. Der ideologische Erzfeind lauert nämlich nicht, wie so oft vermutet, links von der Mitte:
Wenn nicht alles täuscht, dann steckt im – fast durchgängigen – Hass auf den Monotheismus der Schlüssel zum Verständnis des rechtsradikalen Weltbildes. Jesus Christus, schreibt der auch hierzulande gern zitierte Chefdenker der »Nouvelle Droite«, Alain de Benoist, sei der erste Bolschewist der Geschichte gewesen. Bis heute knüppele sein Fußvolk – Kommunisten, Linke, Liberale, Aufklärer – mit der Moralkeule alles Starke und Mächtige nieder und lasse die Welt in Gleichheit erstarren.
Der Artikel beschreibt ausführlich die biologistische Logik, auf der die Polemik gegen Juden und Christen fußt – eine Art Dawkins meets Odin. Bizarr auch, wenn die Rechten eine „Verweiblichung politischer Eliten“ beklagen, und Mannsein als die Fähigkeit zu Hass und Grausamkeit definieren. Wo Christen auch nur ansatzweise in diese Richtung tendieren – und das beginnt schon beim Vokabular – da wird es brenzlig.
Bislang hat man schon sehr zwischen den theologisch nicht besonders aufregenden Zeilen lesen zu müssen, um zu sehen, worauf die Autoren des Manifesto (darunter Dalles Willard und Miroslav Volf) eigentlich hinaus wollen. Im nächsten Abschnitt lassen sie nun die Katze aus dem Sack, es geht um die Änderung des eigenen Verhaltens – mit erheblichen theologischen Implikationen, um das gleich vorweg zu nehmen:
Es beginnt mit einem kleinen Paukenschlag: Die evangelikale Bewegung muss sich reformieren und erneuern. Sie ist unglaubwürdig geworden:
But if the Evangelical impulse is a radical, reforming, and innovative force, we acknowledge with sorrow a momentous irony today. We who time and again have stood for the renewal of tired forms, for the revival of dead churches, for the warming of cold hearts, for the reformation of corrupt practices and heretical beliefs, and for the reform of gross injustices in society, are ourselves in dire need of reformation and renewal today. Reformers, we ourselves need to be reformed. Protestants, we are the ones against whom protest must be made.
Es folgt eine Aufzählung evangelikaler Untugenden: „Theologische“ Rechtgläubigkeit, der zum Gemeindewachstum aber fast jedes Mittel Recht ist, Verurteilungen und Spaltungen, selbstgerechte Urteile über andere, synkretistische Kompromisse mit Materialismus, Individualismus und Konsumkultur, eine Verengung des Evangeliums durch Vernachlässigung biblischer Themen wie der Schöpfung, Bildungsfeindlichkeit, ein Mangel an Sensibilität gegenüber rassistischer Ausgrenzung und sozialer Kälte.
Der Ruf zur Umkehr wirkt sich auch auf die Einstellung zur Politik aus:
We call for an expansion of our concern beyond single-issue politics, such as abortion and marriage, and a fuller recognition of the comprehensive causes and concerns of the Gospel, and of all the human issues that must be engaged in public life. Although we cannot back away from our biblically rooted commitment to the sanctity of every human life, including those unborn, nor can we deny the holiness of marriage as instituted by God between one man and one woman, we must follow the model of Jesus, the Prince of Peace, engaging the global giants of conflict, racism, corruption, poverty, pandemic diseases, illiteracy, ignorance, and spiritual emptiness, by promoting reconciliation, encouraging ethical servant leadership, assisting the poor, caring for the sick, and educating the next generation.
Nach dem Fundamentalismus wird hier nun auch die Agenda der religiösen Rechten verworfen. Wie die Neupositionierung in der Öffentlichkeit konkret aussehen könnte, das beschreibt dann der dritte Abschnitt.
(Fortsetzung folgt)
… hatten wir heute beim Spaziergang am Dechsendorfer Weiher. Nicht unseren Tod, aber den von ein paar tausend Fischen.
Während am einen Ende ein paar Verwegene tatsächlich badeten, bot sich am gegenüber liegenden Ufer dieses deprimierende Bild. Vom Geruch (der in den kommenden Tagen noch schlimmer werden dürfte) schreibe ich hier lieber nichts.
So etwas passiert nicht zum ersten Mal. Schwer zu verstehen, dass das niemand in den Griff bekommt…
Das Manifest zählt nun „defining features“ auf:
So verstanden (das hat mich beim Lesen überrascht) ist der Begriff Evangelikal weiter als „protestantisch“ und das evangelikale Prinzip der selbstkritischen Reflexion und Bereitschaft zu nötigen Veränderungen reicht weiter als es der Begriff „Protestant“ auszudrücken vermag.
Was es bedeutet, das protestantische Prinzip in der heutigen Situation anzuwenden, das wird im folgenden Abschnitt erklärt.
(Fortsetzung folgt)