Elementarteilchen

Quantenphysik und das Leben haben eine mehr gemeinsam, als man denkt. John Polkinghorne erkundet die zwar nur die Analogien zur Theologie, im ersten Kapitel bin ich aber über eine Bemerkung zum experimentell bestätigten EPR-Effekt gestolpert, die beim ersten Lesen ziemlich phantastisch klingt:

a counterintuitive togetherness-in-separation that implies that two quantum entities that have interacted with each other remain mutually entangled however far they may subsequently separate in space. Effectively, they remain a single system, for acting on the one „here“ will produce an immediate effect on its distant partner. 

Aus dem Reich der menschlichen Beziehungen (von Gott ganz zu schweigen) sind ganz ähnliche Erfahrungen bekannt. Spannend…

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Soziale Ader

Franken atmet durch: Bayern lässt dem Club einen Punkt in Nürnberg. Nach der Niederlage von Cottbus scheint es, als hätten sie eine Schwäche für Abstiegskandidaten. Dafür nehmen sie, ganz wie Robin Hood, die Punkte von den „Großen“. Übertroffen werden sie heute allerdings von Werder Bremen, das gegen Duisburg gleich drei Punkte abgibt.

🙂

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… und noch einer

Diesmal geht es um das Verhältnis der beiden Gehirnhälften, und da sind rechts und links bei mir gleich gut ausgelastet. Zusammengerechnet läuft meine CPU auf 112%, was auch immer das heißt. Mit diesem Test kann ich schon deutlich besser leben 🙂


Brain Lateralization Test Results
Right Brain (56%) The right hemisphere is the visual, figurative, artistic, and intuitive side of the brain.
Left Brain (56%) The left hemisphere is the logical, articulate, assertive, and practical side of the brain

Are You Right or Left Brained?(word test)
personality tests by similarminds.com

Als Kind habe ich beidhändig malen und schreiben können – bis zur Schulzeit. Und bis heute verwechsle ich rechts und links notorisch. Vielleicht passt das auch ins Bild. Neulich gab es dazu (den Hirnhälften) ein interessantes Video bei Ehrensenf – die weltanschaulichen Schlussfolgerungen würde ich so zwar nicht ziehen, aber die Beobachtungen sind trotzdem interessant.

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Neunzehn Grad

… kündigt die Wettervorschau für das Wochenende an. Kaum zu glauben, wo wir gestern noch üppig Schnee hatten. Also gleich einen Tisch im Straßencafé reservieren.

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Höllisch warm

Ich habe mein Wetter Widget mit „Hell“ gefüttert. Es kam heraus, dass die Hölle auf den Cayman Islands liegt (gleich um die Ecke von kofferweise Schwarzgeld…) und es dort sonnig ist bei derzeit 30 Grad tagsüber – noch die ganze Woche.

Also eher „turn or sunburn“?

200803191216.jpg

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Neuer Mitarbeiter

Seit gestern arbeitet ein MacBook Pro für mich. Äußerlich keine große Veränderung gegenüber dem Vorgänger, aber endlich wieder genug Platz auf der Festplatte und nach ein paar kleineren Problemen laufen auch die meisten Programme flott und anstandslos unter Leopard, das rundum überzeugt. Und der neue, helle Bildschirm wie auch die lange Akkulaufzeit macht richtig Spaß.

Schwierigkeiten machen bislang ecto (ich schreibe diesen Post eigentlich nur, um die Betaversion von ecto 3 zu testen) und die alte Version von Photoshop Elements. Und es wäre nett, Time Machine hier auf dem Storage Server laufen zu lassen.

Wie auch immer – hier ein kleiner Einblick via iSight. Jetzt muss ich wieder was tun…

Foto 1.jpg

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Maßstäbe und Urteile

Die katholische Kirche hat die Todsünden auf den Stand des 21. Jahrhunderts gebracht und zugleich auch den himmlischen Bußgeldkatalog aktualisiert. Viel Gutes ist dabei, anderes geht wenigstens in eine positive Richtung und wieder anderes wirft Fragen auf – auch kein Schaden.

Zugleich hat man im Vatikan eine Statue für Galilei aufgestellt. Wenn man den Artikel von Hans-Conrad Zander in der Welt liest, dann bekommt das klassische Galileo-Bild aber ungeahnte Schatten. Und die unselige Inquisition sieht wenigstens einen Moment etwas menschlicher aus. Denn vielleicht gilt auch hier, dass man sich hüten muss, nicht so zu werden wie das, was man mit aller Entrüstung verurteilt…?

Vor allem, wenn man Protestant ist. Denn da, im Lager der “Bibeltreuen”, sah die Situation nur insofern besser aus, als es keine organisierte Inquisition gab, wie Zander bemerkt. Und die Argumentationsmuster sind seltsam vertraut:

Luther selber hatte damals den Streit um Kopernikus mit einem Satz auf den protestantischen Punkt gebracht: „Der Narr will die ganze Kunst Astronomiae umkehren. Aber wie die Heilige Schrift anzeiget, so hiess Josua die Sonne stillstehen, und nicht das Erdreich.“

Luthers Freund Philipp Melanchthon, sonst bereit, sich mit jedem zu versöhnen, vielleicht sogar mit dem Papst, rief auf zur Allianz zwischen protestantischer Bibeltreue und gesundem Menschenverstand: „Die Augen sind Zeugen, dass sich der Himmel in vierundzwanzig Stunden umdreht. Doch gewisse Leute haben, entweder aus Neuerungssucht, oder um ihre Klugheit zu zeigen, geschlossen, dass sich die Erde bewegt.”

Und wie erging es Kepler, Galileis deutschem Zeitgenossen, bei den Protestanten? Kepler, dem evangelischen Theologen aus dem Stift in Tübingen? Wie wurde er doch seiner kopernikanischen Neigungen wegen in Tübingen angefeindet! Dem Katholiken Galileo Galilei waren von Venedig bis Florenz die Lehrstühle nur so nachgeworfen worden. An einen Lehrstuhl für Kepler im protestantischen Tübingen kein Gedanke.

Das letzte protestantische Wort war – buchstäblich ex cathedra – von der Kanzel der Kathedrale Sankt Peter zu Genf herab gesprochen worden. Johannes Calvin in gewohnter Strenge: „Wer wird es wagen, die Autorität von Kopernikus über die des Heiligen Geistes zu stellen?“

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Die Außereuropäischen

In England redet man ja in einer Art und Weise über “Europe”, die suggeriert, dass die Insel nicht zum Kontinent gehört. Größtmögliche Distanz bei Wahrung aller Vorteile lautet das Credo.

Die ARD hat das endlich begriffen, und nun berichtet Christoph Lütgert aus dem Washingtoner Studio des Senders über den aktuellen Sturm an der britischen Südküste. England – ein Außenposten der USA? Außer der Sprache haben sie ja vieles gemeinsam… 🙂

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Wir sind drin…

Ein kleiner Traum wird wahr: Am Karfreitag führt unser Kreuzweg ins Herz des Erlanger Burgbergs. Es liegt noch jede Menge Arbeit vor uns in den nächsten beiden Wochen, aber die “Location”, wie man neudeutsch sagt, ist für den Anlass ideal.

Ich hoffe, dass es noch mehr als in den vergangenen Jahren für viele zu einem eindrücklichen geistlichen Erlebnis wird. Diesmal machen wir auch ein bisschen Werbung in der Stadt. Immerhin wird man ja nicht angepredigt und belehrt, sondern kann den Weg in aller Ruhe und Konzentration (dafür sorgt schon der dunkle Gang und die gute Kellerluft) zurücklegen.

Karfreitag.Psd

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Betreutes Computing

Heute auf Spiegel Online ein Nachwort zu Steve Ballmers Auftritt in den Tagesthemen:

Im Grunde sind Macs Rentnerrechner, betreutes Computing gewissermaßen. Keine Viren, kaum Systemcrashs, automatische Festplattenbereinigung – mit einem Apple zu arbeiten, ist wie Nordic Walking. Eine Idee langsamer als sonst und mit teuren Krücken, die dafür sorgen, dass man nicht umfällt.
Ein Arbeitstag an einem Windows-Rechner ist dagegen ein Tanz auf dem Vulkan, ein Ritt auf einem wilden, ungezähmten Bullen, mit der Wut des bösen Steve im Bauch.
Und kommen Sie jetzt bitte nicht mit Linux. Freie Betriebssysteme dürfen bei diesem Spiel nicht mitmachen. Was kein Geld kostet und von irgendwelchen Langhaarigen in ihrer Freizeit erarbeitet wird, ist zum Stock-Car-Rennen der Giganten nicht zugelassen.

Man kann es auch so sehen: In einer Gesellschaft, die immer älter wird, werden die Macs die Nase vorn haben. Warum nur so viele jüngere sie kaufen, bleibt rätselhaft. Aber vielleicht sterben die echten Männer ja auch langsam aus…

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Dumme Angler

Heute kam eine Mail mit diesem Betreff:

Leider muessen wir Ihnen zur Kenntnis bringen , dass eurer Kreditkartenkonto gesperrt wurde

Liebe Phisher: lernt wenigstens richtig Deutsch, bevor Ihr andere übers Ohr haut.

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Progressive Hermeneutik

Wie etliche andere habe ich das Hermeneutics Quiz ausgefüllt, auch wenn mir die Entscheidung nicht immer leicht gefallen ist, weil Nuancen den Ausschlag geben: Mein Score beträgt 79 und ich bin damit in der Kategorie “progressive” gelandet. Da fühle ich mich ganz wohl, auch mit der Beschreibung dieser Position:

… the progressive tends to see the Bible as historically shaped and culturally conditioned, and yet most still consider it the Word of God for today. Following a progressive hermeneutic, for the Word to speak in our day, one must interpret what the Bible said in its day and discern its pattern for revelation in order to apply it to our world.

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