Noch etwas schwindelig…

Ich bin zurück aus Marburg vom Studientag Gesellschaftstransformation mit N.T. Wright. Gestern habe ich noch beim Einschlafen versucht, englische Bandwurmsätze, deren Ende ich vergessen hatte, ins Deutsche zu übersetzen. Aber der wesentliche Eindruck dieser zwei Tage war ein anderer. Ich habe ja schon ein paar Professoren und Bischöfe getroffen, aber noch keinen (und vor allem keinen Deutschen…), der so zugänglich, bescheiden und freundlich war wie Tom Wright.

Der Mann hätte mit über 50 Bücher, die er veröffentlich hat (und einer bemerkenswerten kirchlichen Karriere) mehr Grund als viele andere, akademischen Dünkel an den Tag zu legen. Tut er aber nicht und lehnt damit Aristoteles‘ Sicht von Stolz als einer positiven Haltung nicht nur theoretisch ab, er vermeidet ihn auch praktisch.

Alle, die von Wright noch nichts gelesen haben, können aus einer ständig wachsenden Zahl deutscher Übersetzungen seiner Werke wählen. Brandneu sind zwei dazu gekommen. Für die theologisch Interessierten ist Das Neue Testament und das Volk Gottes ein heißer Tipp, trotz anspruchsvollen Inhalts gut lesbar und zu einem mehr als fairen Preis.

Und wer es gerne praktischer und noch verständlicher haben möchte, kann sich die deutsche Fassung von Virtue Reborn aus der Edition Emergent zu Gemüte führen: Glaube – und dann?: von der Transformation des Charakters. Für die Redaktion von Christianiy Today das beste Buch in der Kategorie Theologie/Ethik im Jahr 2011! Hier gibt’s übrigens eine Rezension der amerikanischen Ausgabe von Scot McKnight.

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(danke an Timm Ziegenthaler für das Foto!)

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