Eine Gruppe Touristen geht vorbei und ich höre, wie einer von ihnen, schon jenseits der Lebensmitte, gerade sagt: „Wenn ich könnte, würde ich ja zurückgehen in die Vergangenheit.“
Mehr bekomme ich von dem Gespräch nicht mehr mit, aber der eine Satz geht mir noch nach. Das würden im Augenblick ja viele gern machen – die Uhr zurückdrehen auf eine Zeit, in der die Welt noch nicht so kaputt war.
Welche Zeit genau, ist eigentlich egal. So oder so stellt sich die Frage: Wenn ich in der Zeit zurückginge, was könnte ich dann tun, damit diese Zukunft, aus der ich geflüchtet bin, so nicht eintritt? Ich weiß ja, wie es weiterging. Und damit hätte ich auch eine Verantwortung: Ich könnte nicht rumstehen und sagen: „Wird schon alles gutgehen.“
Alles, was jetzt gerade gut ist, gibt es nur, weil es jemand wichtig genug war, sich dafür einzusetzen. Und auch wenn ich nicht weiß, was kommt: Ich kann heute dafür sorgen, dass möglichst viel Gutes dabei ist.
Segensspuren hinterlassen.
Auch ganz ohne Zeitreise.
(Bild: Frames for your heart auf Unsplash.com)

