Unglückliche Unterscheidung

Der verräterische Sprachgebrauch natürlich/übernatürlich hat mich schon immer gestört. Eben wurde ich wieder daran erinnert. Ein Grund ist, dass das „Natürliche“, sprich: die Schöpfung, dabei banalisiert wird. Das ist oft weder beabsichtigt noch konsequent durchgezogen. Aber die Schöpfung an sich ist doch das größte Wunder.

Alle anderen Wunder gehören nach biblischen Kategorien zur Neuschöpfung der Welt, sie sind ihre vorlaufenden Zeichen, in denen sie vorweg genommen wird. Die unglückliche Unterscheidung Natur/Übernatur trennt hier also, was zusammen gehört. Und sie ist einem völlig unbiblischen deterministischen Weltbild verpflichtet, das in der Wissenschaft längst ausgedient hat.

Also – reden wir doch einfach von „Wundern“, wo immer wir Gottes Herrlichkeit wahrnehmen und ins Staunen kommen; weil wir wissen, es ist die natürlichste Sache überhaupt, dass Gott in seiner (!) Welt wirkt. Und lassen den alten Dualismus weg.

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Missional auf dem Land

Gestern war ich zum Predigen bei GMS in Frommetsfelden. Seit einigen Jahren bin ich jedes Jahr ein bis zweimal dort und genieße es immer sehr. Westmittelfranken mit seinen Dörfern und den herzlichen, bodenständigen Menschen ist ein wohltuendes Korrektiv für den Intellektuellen aus der Universitäts- und (wenn auch kleinen) Großstadt.

Ich finde es großartig, wie sich diese Gemeinschaft entwickelt hat über die Jahre: Durch Alpha und andere Aktivitäten (darunter auch – für Gemeinschaften dieser Größe außergewöhnlich viele – soziale und internationale Projekte) sind sie nach Jahren der Stagnation deutlich gewachsen und haben nun mit der evangelischen Kirchengemeinde als „Juniorpartner“ und vielen Eigenleistungen ein Gemeindezentrum gebaut. Im November ist die offizielle Einweihung, aber schon jetzt sieht es sehr schick aus.

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