Frühling – ohne Bienen?

Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr… (Einstein)

Letzte Woche habe ich mit einem Imker gesprochen. Ich mag Bienen, nicht nur wegen dem Honig. Und nun das: Die SZ berichtet über das mysteriöse Verschwinden der Bienen und die unabsehbaren Folgen für den Menschen. Sie sind unser drittwichtigstes Haustier. In den USA sind 70% der Bienen einfach weg. Irgendetwas scheint da gerade zu “kippen”. Komisch: Alle schreiben über Terrordrohungen, aber das Fehlen der Bienen könnte uns viel härter treffen…

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Knecht Rupert schägt zu…

Manchmal braucht es keine Propheten, sondern ein Präsident tut es auch: Horst Köhlers Weckruf zum Klimaschutz hat aber trotzdem nur einen lauten Schnarcher aus Ingolstadt hervorgerufen. Audi-Chef Rupert Stadler findet, seine Firma sei “keine Sozialhilfestation”. Und er fügt hinzu, wie er die Probleme lösen will – durch Aussitzen:

Das Thema Kohlendioxid ist nun hinreichend plattgetreten in der Öffentlichkeit, die Gesellschaft wird in einigen Wochen wieder auf den Boden der Realität zurückkehren.

Brüssel wird sich drei Mal überlegen, ob sie uns ärgern wollen.

Ist das nur ein kurzzeitiger Aussetzer oder schon alarmierender Realitätsverlust? In der Leserbriefspalte der Nürnberger Nachrichten wird heute schon diskutiert, ob man Audi nicht boykottieren sollte. Vermutlich schon, denn einbrechende Gewinne sind scheinbar die einzige Sprache, die man dort versteht.

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Hybrid kommt vor dem Fall

Vor langer Zeit war Königin Angie Löwenherz an der Seite von King George W. auf dem Kreuzzug für mehr Wärme in dieser kalten Welt war unterwegs. Ihr Land hinterließ sie im Frieden und als ihre die treuesten Untertanen waren die Bewohner des Sherwood Forest bekannt.

Weil der Wald so unwegsam war, mussten ihn die braven Sachsen mit Karren, die von sieben stämmigen Kühen (kurz: Q7) gezogen wurden, befahren. Und weil die immer häufiger werdenden Unwetter ständig Bäume fällten, die die Wege blockierten, brauchte man Vierbeinantrieb und erfand verchromte Kuhfänger. Die armen Menschen gaben ihr letztes Hemd für diese treuen Lasttiere und ihr teures Futter. Und die selbstlosen Autobauern arbeiteten Tag und Nacht, um auf ihren entlegenen Weiden neue zu züchten. So fanden viele Menschen Arbeit und Glück und die Welt wurde bei jedem Pups der sieben Kühe ein kleines bisschen wärmer.

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Verfettet, verklebt, verqualmt?

Gestern abend haben wir in unserer “Bibelschule” über die alttestamentlichen Propheten gesprochen. Dabei kamen wir auch auf Jesajas Berufung zu sprechen, wo es in Bubers Übersetzung heißt:

Geh, sprich zu diesem Volk: Hört nur, höret, und unterscheidet nimmer, seht nur, sehet, und erkennet nimmer! Zu verfetten ist das Herz dieses Volks, seine Ohren zu verstumpfen, seine Augen zu verkleben, sonst könnte es mit seinen Augen sehn, mit seinen Ohren hören, in seinem Herzen unterscheiden, umkehren und Genesung würde ihm! Ich sprach: Bis wann, mein Herr? Er sprach: Bis dahin, dass Städte verheert sind, kein Insasse mehr, Häuser, kein Mensch mehr darin, des Menschen Boden verheert zu Öden.

Jesaja bewirkte diese Verstockung nicht, indem er sein Volk belog, sondern indem er die Wahrheit öffentlich sagte.

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Ein Volk zieht den Kopf ein

Kyrill braust übers Land. In der Innenstadt gibt es mehr Parkplätze als am Sonntag. Die Geschäfte sind leer, manche schließen zwei Stunden eher. Die Aufmerksamkeit des Verkaufspersonals ist mir sicher. Aber ich habe auch keine rechte Ruhe mehr beim Stöbern, obwohl ich auch einen Termin auswärts absagen musste. Durch die Fassadenverkleidung des Kaufhauses heult der Sturm.

Inzwischen stehen die Züge bei der Bahn still. Die Grafik der Unwetterzentrale ist komplett rosarot – das habe ich noch nie gesehen – und die Mehrheit der Leser auf tagesschau.de hält diesen Un-Winter für eine Folge des Klimawandels. Früher hielt man einen Orkan für eine Theophanie gehalten – wie bei »höherer Gewalt« eher Unheil verkündend. Heute kann man spekulieren, ob es eine Art letzter klimatechnischer Weckruf sein könnte oder schon der Anfang unwiderruflicher Veränderungen mit unabsehbaren Folgen.

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