Am 8. März wird wieder gewählt. Mit meiner Wahlbenachrichtigung habe ich eine Anleitung bekommen, wie ich meine Stimmen richtig abgebe. Dort sind fiktive Kandidatenlisten abgebildet. Die Kandidierenden heißen Maier, Huber, Schuster, Müller oder Fischer. Alles schöne alte und sehr, sehr deutsche Namen.
Aber in Nürnberg haben 52 Prozent der Einwohner:innen einen Migrationshintergrund. Die Meiers und Müllers sind nicht mehr die Mehrheit. Und selbst die Partei, die daraus gern eine Katastrophe machen würde, hat auf ihrer Liste ein paar fremdländische Nachnamen. Ohne die geht es offensichtlich auch bei denen nicht.
Als Christ sage ich: Das ist gut so. Und ich würde mich freuen, wenn statt dem einseitigen und verstaubten Gehubere beim nächsten Mal ein paar schöne türkische, ukrainische oder eritreische Namen in meiner Anleitung auftauchen würden. Wenn Ihr mögt, schlagt doch den Mitarbeitenden im Wahlamt welche vor. Das wäre mal eine echte und längst überfällige Alternative.







