Fußball-Veilchen

Dass Fußballfans nach einer Niederlage auf die gegnerische Seite losgehen, kennen wir ja alle. Gestern in Istanbul aber waren es die Sicherheitskräfte und Ersatzspieler, die einen Schweizer krankenhausreif schlugen und einem anderen offenbar ein blaues Auge verpassten.

Ausgerechnet ein Schweizer ist nun Chef der Fifa und die muss nun die Sanktionen bemessen. Auch das verspricht Spannung. Nett wenigstens, dass die Altintop-Brüder den Schweizer Raphael Wicky vom HSV vor dem Schlimmsten bewahrt haben. Vor 2 Jahren hatte die deutsche U 21 ähnliche Probleme mit den “Unsicherheitskräften”. Schade, dass dort offenbar niemand daraus gelernt hat. Vielleicht klappt es ja jetzt.

Für die Frage einer möglichen europäischen Integration war das sicher das denkbar schlechteste Signal, und das wird sicher auch bei vielen Freunden in der Türkei für Bestürzung gesorgt haben. Hoffen wir nur, dass wir 2006 uns als gute Gastgeber erweisen. An den Sicherheitskräften wird es nicht liegen, aber da sind ja noch andere “Elemente”…

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Endlich erschienen: Der E-Faktor

Heute war es so weit: Ich halte ein Exemplar des E-Faktors in Händen. Einen Abschnitt habe ich selber geschrieben, aber heute habe ich natürlich damit angefangen, mir den Rest der Beiträge anzusehen und freue mich über so viele gute Impulse und Mut zur Veränderung – aber auch darüber, dass Ingolf Ellßel oder Peter Wenz in einem Band über “Evangelikale und die Zukunft der Kirche” schreiben. Schön, dass das heute kein Problem mehr ist.


“Der E-Faktor” (Ulrich Eggers, Markus Spieker)

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Drohbrief

Diese Woche habe ich einen echten Drohbrief bekommen. Keinen von der ganz schlimmen Sorte (er kam von einem Christen), auch keinen anonymen, aber immerhin mit dem deutlich erkennbaren Bemühen, mich einzuschüchtern und nicht etwa erst einmal einen strittigen Sachverhalt zu klären.

Was tun? Ich habe mit ein paar Leuten darüber gesprochen bzw. davon berichtet. Ich habe den Anlass (wenige Zeilen eines Textes, den ich vor 4 Jahren veröffentlicht habe) für den Brief rekapituliert und überlegt, wo ich einen Fehler gemacht und mir den Groll der betreffenden Person zugezogen haben könnte. Schließlich habe ich eine kurze Antwort geschrieben, von der ich natürlich nicht weiß, ob sie etwas klärt oder alles nur verschlimmert.

Vom Gefühl her war es ein bizarres Erlebnis. Es hat mich an ein paar Bemerkungen von Dallas Willard in “Aus dem Herzen leben” über den Umgang von Christen untereinander erinnert. In diesem Sinne auch ziemlich ernüchternd.

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