Generation Jona

September 2019. Greta Thunberg vor den Vereinten Nationen. „How dare you“, wie könnt Ihr es wagen“ ruft sie, und „Ich möchte dass Ihr in Panik geratet“. Ich stelle mir vor, diese historische Rede hätte derart eingeschlagen, dass die anwesenden Staatschefs hinterher nicht nur ein paar nette Worte gesagt hätten. Stattdessen hätten sie damals schonungslos eingestanden, dass die Weltgemeinschaft bei der Bekämpfung der menschengemachten Erdüberhitzung bisher versagt hat. Und hätten dann gemeinsam mit Wissenschaftlern und Aktivisten überlegt, was zu tun ist und wie die Lasten dabei fair verteilt werden können. Wie wäre das wohl gewesen? 

Wie wäre das wohl gewesen, wenn die Regierenden bei uns und anderswo Anfang 2020 die ersten Warnungen vor dem neuartigen Coronavirus radikal ernst genommen, sich informiert und miteinander abgestimmt hätten um dann grenzüberschreitend wirksame Maßnahmen zum Schutz der Menschen zu ergreifen? 

Wunderbar wäre das gewesen, aber so läuft es eben nicht. Stattdessen werden solche Warnungen totgeschwiegen oder zerredet. Ihren Überbringern werden die übelsten Motive unterstellt. Ihre Glaubwürdigkeit mit allen Mitteln beschädigt. Greta wird als naiv und hysterisch diffamiert. Klimaforscher (oder Virologen) wollen sich doch bloß wichtig machen, sagen manche, und uns den Spaß verbieten oder sich als Diktatoren aufspielen.

Also passiert erst einmal lange nichts. Jede und jeder, der sich in einer größeren Gruppe oder Organisation für Veränderung eingesetzt hat, kann ein Lied davon singen. Auch den Propheten in der Bibel von Mose bis Jesus ist es so ergangen. Die Mehrheit schlägt ihre Warnungen in den Wind. Prophet zu sein ist in der Regel ein einsames und schmerzhaftes Geschäft.

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Sagenhaft erfolgreich

Einmal, ein einziges Mal, erzählt die Bibel diese Geschichte vom einsamen „Rufer in der Wüste“ allerdings anders. Ganz anders. Der Prophet Jona marschiert durch die Straßen von Ninive, der Metropole des Assyrischen Weltreiches. Er hat nichts Erfreuliches zu sagen:

Jona begann, in die Stadt hineinzugehen; er ging einen Tag lang und rief: Noch vierzig Tage und Ninive ist zerstört! 
Und die Leute von Ninive glaubten Gott. Sie riefen ein Fasten aus und alle, Groß und Klein, zogen Bußgewänder an. Als die Nachricht davon den König von Ninive erreichte, stand er von seinem Thron auf, legte seinen Königsmantel ab, hüllte sich in ein Bußgewand und setzte sich in die Asche. 

Was für eine überwältigende Reaktion, die Jona da entgegenschlägt! Davon wagt ein einfacher Pfarrer wie ich ja gar nicht zu träumen: Ein Ruck geht durchs Land. Veränderungsbereitschaft bricht sich Bahn, und zwar auf der ganzen Linie. 

Ausgerechnet Jona, denken jetzt alle, die die Vorgeschichte kennen: Das ist doch der Typ, der versucht, vor Gott abzuhauen. Der verrückt genug ist, das per Schiff zu tun, das in die entgegengesetzte Richtung fährt, keineswegs Richtung Ninive, und damit seine Mitreisenden in Lebensgefahr bringt. So etwas kann nicht gutgehen!  Und es geht auch nicht gut. Aber es geht wenigstens insofern gut aus, als Jona wundersam überlebt. 

Es gibt nicht viele Witzfiguren in der Bibel, aber für mich ist dieser Jona definitiv eine Karikatur. Und die hat sich keineswegs zufällig in die Heiligen Schriften hineingemogelt. Sie wurde bewusst hineingeschrieben, in der Hoffnung, dass wir Leser*innen den schrägen Vogel amüsant finden. Und dass beim Fremdschämen dann auch noch ein Stück Selbsterkenntnis abfällt. Denn Jona lebt all das ungehemmt aus, was wir  – meistens jedenfalls – gerade noch so im Zaum halten. Und er scheitert damit spektakulär.

So sagenhaft überzeichnet wie die verbohrte Hauptperson sind auch die Umstände der Jona-Geschichte: Der Riesenfisch etwa, den Gott als Vorläufer aller Seenotretter im Mittelmeer schickt. Oder die gigantischen Ausmaße von Ninive: Drei Tage braucht man angeblich, um die Weltstadt zu Fuß zu durchqueren. Ebenso krass fällt auch die Reaktion des namenlosen Königs und seines Volkes aus: Sack und Asche als Zeichen der Buße und Umkehr, sogar für die Tiere. Ein schlagartiger Kurswechsel – als hätte jemand den Schalter umgelegt. Die Menschen in Ninive scheinen felsenfest davon überzeugt, dass Jonas Gott barmherzig ist. Mit Mann und Maus stellen sie sich ihrer Schuld und flehen Gott an, die Stadt zu verschonen.

Der Jubel fällt aus

Ganz Ninive kleidet sich plötzlich in Sack und Asche. So läuft das nicht im richtigen Prophetenleben, natürlich nicht, aber das spielt keine Rolle, denn das Drama geht weiter. Jona hätte an diesem Punkt als größter Prophet aller Zeiten nach Hause zurückkehren können. Er hätte seine Memoiren schreiben können, Vortragsreisen durch ausgebuchte Synagogen machen, Prophetenworkshops halten und an seinem Haus eine Tafel anbringen lassen, die daran erinnert, wie er ganz im Alleingang ein Weltreich umgekrempelt hat. Aber Jona tut nichts von alledem. Die Kehrtwende der Leute in Ninive lässt jede Hoffnung auf einen schaurigen Showdown schwinden. Jona ist schlicht sauer:

„Das aber verdross Jona sehr und er ward zornig und betete zum Herrn und sprach: Ach, Herr, das ist’s ja, was ich dachte, als ich noch in meinem Lande war, weshalb ich auch eilends nach Tarsis fliehen wollte; denn ich wusste, dass du gnädig, barmherzig, langmütig und von großer Güte bist und lässt dich des Übels gereuen. So nimm nun, Herr, meine Seele von mir; denn ich möchte lieber tot sein als leben.“

Jona 4,1-3

Schlagartig wird hier deutlich, warum Jona sich die ganze Zeit so und nicht anders verhalten hat: Gott ist ihm einfach zu nett zu den Assyrern. Er müsste mehr „klare Kante zeigen“, kräftig Furcht und Schrecken verbreiten. Nicht nur halbherzig drohen, sondern das Strafgericht durchziehen. Dann würde ihm Jona mit Stolz dienen. So tut er es missmutig und fühlt sich – trotz dieses gewaltigen Erfolges – als das betrogene Opfer. Und als wäre die ganze Empörung noch nicht theatralisch genug, will er am Ende auch gleich noch sterben.  

Zu Tränen geschmeichelt

Unser Jona – der so mühelos zum Erfolg kommt, während andere Propheten beschimpft, bedroht und verjagt werden – versinkt im Selbstmitleid. Das ist ein ganz besonderer Zustand: Irgendwie eine wohlige Melancholie. Sie steigt mir zu Kopf, sie berauscht. Und dann dreht sich alles im Kreis. „Zu Tränen geschmeichelt“ ist man, hat mal ein Dichter gesagt. Zum Unverstandensein braucht es eben eine gewisse Größe. So 08/15 Typen versteht ja jeder, aber so eine Ausnahmeerscheinung wie mich – das schafft nicht jede*r.

 Je höher meine Meinung von mir selbst, um so größer fällt die Kränkung aus, wenn andere sie nicht teilen oder erwidern. Wer sich selbst bemitleidet, ist meist davon überzeugt, dass er zu kurz gekommen ist und eigentlich mehr oder besseres verdient hätte. 

In seinem gekränkten Stolz zieht Jona sich zurück in den Schmollwinkel. Selbstmitleid genießt man nämlich am besten allein. Andere können das nie ganz nachempfinden, schreibt der irische Autor Fintan O’Toole. Er hat studiert, wie sich Selbstmitleid in menschlichen Gemeinschaften auswirkt. Es trifft ja nicht nur Einzelne – kollektives Selbstmitleid erfasst auch die, die persönlich nicht dazu neigen. Und es treibt seltsame Blüten; deswegen ist es wichtig, genau hinzusehen. O’Tooles Beispiel, die Engländer, sind von uns aus gesehen weit genug weg, um nüchtern hinzusehen. Und ähnlich genug, um die Absurditäten zu entdecken. 

O’Toole zeichnet nach, wie es vor fünf Jahren zum Brexit kommen konnte. Auch da waren gewisse Stimmungen ganz entscheidend. England dachte nach dem gewonnenen Krieg gegen Hitler, dass ihm eine Vormachtstellung in Europa zufallen würde, schreibt o’Toole. Als sich dann die EU allmählich formiert, sind die Briten sich zu schade, bei den Verlierern mitzuspielen. Irgendwann treten sie dann doch bei, weil die Wirtschaft lahmt und man Sorge hat, etwas zu verpassen. Aber es ist eher eine Vernunftehe als eine Liebesheirat. Und weil sich der Zwiespalt trotz vieler Sonderrechte nie so recht auflöst, gelingt es den nationalistischen Gegnern der EU, die Mehrheit im Land davon zu überzeugen, dass die Europäer neokoloniale Unterdrücker sind, die das große England kleinhalten. Gleichzeitig malen sie den ach so gegängelten Briten die strahlende Zukunft eines globalen „Empire 2.0“ vor Augen. Opferstatus küsst Größenwahn. 

Gibt es das auch auf Deutsch? Na klar: Zum Beispiel, wenn wir uns weismachen, wir hätten uns das Wirtschaftswunder mit Fleiß und Disziplin erarbeitet. Und uns dann empören über die Zumutung, mit unseren sauer verdienten Euros für das Dolce Vita der verschuldeten Südeuropäer zu zahlen – oder Menschen aufzunehmen, die vor Krieg, Diktatur und Dürre fliehen. 

Jona will lieber sterben, als zuzusehen, wie Gott Ninive verschont. Selbstmitleid auf die Spitze getrieben. Es geht nicht so, wie er es sich ausgedacht hat. Nun ist es an Gott, ihm die Augen zu öffnen. Er stellt ihm eine schlichte Frage:

Meinst du, dass du mit Recht zürnst?“

Jona 4,4

So leicht lässt sich Jona nicht aus dem Konzept bringen. Natürlich zürnt er mit Recht! Er bleibt in Sichtweite der Stadt sitzen und hofft weiter, dass Feuer vom Himmel fällt. Die Vierzig-Tage-Frist ist schließlich noch nicht um. Jona wettet quasi darauf, dass Gott seinem Einspruch stattgibt und an Ninive doch noch ein Exempel statuiert. Die Büßer in der Stadt wetten ihrerseits darauf, dass Gottes Barmherzigkeit größer ist als sein berechtigter Zorn. So wie zuvor die heidnischen Seeleute, die Jona auch dann nicht über Bord werfen wollen, als er sich schuldig bekennt und sie dazu auffordert: Werft mich ins Meer! Stattdessen rudern sie erst einmal wie verrückt, um ihn noch zu retten. Und selbst als es unausweichlich wird, bitten sie um Vergebung dafür, dass sie diesen Passagier auf Abwegen nicht schützen können.

Solche Solidarität ist Jona freilich fremd. Er sitzt da wie mit einem Eimer Popcorn im Kino und wartet fest entschlossen darauf, dass der Katastrophenfilm endlich losgeht. Und Gott startet die zweite Phase seiner Therapie: Er spielt Jona einen Streich. Während der in der heißen Sonne des heutigen Iraks brutzelt, wächst neben ihm eine Rizinusstaude, die ihm Schatten spendet. Doch kaum hat sich Jona an die Annehmlichkeit gewöhnt, lässt ein Parasit sie wieder eingehen. Als der Ostwind bläst und die Sonne immer höher steigt, und kein Schatten mehr Erleichterung verschafft, will Jona – na klar – schon wieder sterben.

Ein Anstoß zum Umdenken

Natürlich fällt uns an anderen deutlich schneller auf, wie albern Selbstmitleid ist. Das Bemerkenswerte an der Jona-Geschichte ist jedoch, dass Israel eine Geschichte erzählt, in der der einzige Israelit, Jona, denkbar schlecht wegkommt. Es zeigt nicht mit den Fingern auf die anderen, sondern fasst sich an die eigene Nase. Nicht anklagend, sondern humorvoll. Das ist schon ein entscheidender Schritt weg vom Größenwahn. Wer Humor hat, hat Distanz zu sich selbst und den eigenen Launen. Jona freilich gehört nicht zu dieser Sorte Mensch oder er ist noch dabei, es zu begreifen. Also spricht Gott noch einmal mit ihm:

Gott aber fragte Jona: Ist es recht von dir, wegen des Rizinusstrauches zornig zu sein? Er antwortete: Ja, es ist recht, dass ich zornig bin und mir den Tod wünsche. Darauf sagte der Herr: Dir ist es leid um den Rizinusstrauch, für den du nicht gearbeitet und den du nicht großgezogen hast. Über Nacht war er da, über Nacht ist er eingegangen. Mir aber sollte es nicht leid sein um Ninive, die große Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen leben, die nicht einmal rechts und links unterscheiden können — und außerdem so viel Vieh?

Mit diesen Worten bricht die Geschichte ab. Wir erfahren nicht mehr, ob Jona sich auf den Perspektivwechsel einlässt, den Gott ihm hier anbietet: Du jammerst, weil dir heiß ist, Jona? Dir ist ein Strauch mehr wert als über hunderttausend Menschen, die genauso verpeilt sind, wie du selbst? Und von den Tieren haben wir dabei noch gar nicht geredet!

Die Geschichte bricht ab, weil nicht Jona die Antwort auf diese Frage geben muss, sondern wir, die Leserinnen und Hörer. Wir kennen das mit dem offenen Ende auch von den Gleichnissen Jesu. Dieses Gleichnis, dieses Jona-Selbstmitleid-Gleichnis stellt uns vor die Frage: Will ich eine Witzfigur sein, oder aus meinem Selbstmitleid herausfinden und lernen, die Welt mit Gottes Augen zu sehen? Selbstmitleid ist ja nicht angeboren, sondern erlernt. Und es wird besonders schnell und gründlich erlernt, wenn es in meinem Umfeld die verbreitete Stimmung ist. 

Selbstmitleid ist daher auch etwas völlig anderes als Mitgefühl. Wenn ich mit anderen fühle,  sind sie nicht meine Konkurrenten um Anerkennung und Privilegien. Und Jonas Gemaule ist auch etwas ganz anderes als die Klagen leidender Menschen. Es vergrößert seine Distanz zu Gott. Echte Klage aber verbindet Menschen mit Gott. So wie im folgenden Lied von Coldplay, in dem es heißt: „Wenn mir elend zumute ist, dann lass du, Gott, dein Licht über mir leuchten.“

Deprivilegiert euch!

Humorlose Wehleidigkeit. Mir scheint, dass unsere öffentlichen Debatten gerade schwer darunter leiden, und das vergiftet den Umgangston. Autofahrer, die jahrzehntelang von den Verkehrsplanern privilegiert wurden, fassen es als Kriegserklärung auf, dass sie vom Gas gehen und sich die Fahrbahn mit Fahrradfahrern teilen sollen. Jugendliche und junge Erwachsene: ihre Chancen in Bildung und Beruf sind durch den Lockdown spürbar beeinträchtigt, Gutverdiener aus dem Homeoffice aber haben sie im Winter beschimpft, wenn sie ab und zu Freunde trafen. Impfgegner, denen niemand ein Haar krümmt, stilisieren sich zu Holocaustopfern. Menschen, die nie Opfer von Sexismus und Rassismus waren, beschimpfen jedes Bemühen um gerechte Sprache als Diktatur. Kaum etwas scheint schwerer aufzugeben, als der grundlose Anspruch auf bevorzugte Behandlung. 

„Für ihre kleine heile Welt muss anderswo die Sache den Bach heruntergehen.“, las ich kürzlich. Vielleicht teilen wir nicht Jonas Lust am Untergang der anderen. Aber wir haben uns wie er immunisiert gegen das Leid der anderen, das wir ungerührt in sicherer Entfernung geschehen lassen. 

„Hier schwimmt meine, die Boomer-Generation, gleichsam als Fettauge auf einer Suppe, die die Jüngeren auszulöffeln haben.“

taz futurzwei vom 8. Juni 2021

Der Satz oben stammt von Harald Welzer. Er gehört, wie ich auch, zur Altersgruppe der „Boomer“. Das sind die geburtenstarken Jahrgänge von 1955 bis 1969, die Kinder des Wirtschaftswunders und der Wohlstandsgesellschaft. Groß geworden mit viel Sicherheit und wenig Verzicht. Aber auch wenig Bewusstsein für die Folgen unseres Konsums, die wir einfach den kommenden Generationen aufbürden. Wir hatten unsere Privilegien, wir haben sie genossen, aber jetzt, sagt Welzer, ist es höchste Zeit, unsere Ansprüche herunterzuschrauben. Uns zu „deprivilegieren“. 

Und ich merke: Ich kann mich fröhlich und freiwillig deprivilegieren und anderen damit ein gutes Beispiel geben. Oder ich kann mir zeternd und beleidigt ein Zugeständnis nach dem anderen abringen lassen. Das Ergebnis wäre dasselbe, aber ich hätte mich unsterblich blamiert. 

Zusehen oder Zupacken?

Mein Vater erzählte einmal von einem baltischen Pfarrer aus dem 19. Jahrhundert. Der war am Meer aufgewachsen, aber er stieg nur höchst ungern in ein Schiff. „Da ist man zu sehr in Gottes Hand“, lautete seine fromme Erklärung. Dem hätte Jona nach seinem Ausflug übers Meer wohl zugestimmt. Später, an einem eisigen Wintertag, brach vor den Augen dieses Pfarrers jemand im zugefrorenen Haff ein. Da fasste sich die alte Landratte ein Herz und riskierte Kopf und Kragen. Der Rettungsversuch kostete ihn tatsächlich das Leben. Aber das Mitgefühl mit dem Ertrinkenden war im Ernstfall doch stärker als die Angst und die Sorge um sich selbst. Er konnte den Untergang nicht mit ansehen.

Totale Selbstaufgabe ist in den seltensten Fällen nötig – eher viele kleine Schritte der Selbstzurücknahme. Und wenn mir dabei etwas sauer aufstößt, hilft hoffentlich immer wieder der Gedanke an Jona, die Witzfigur, und die Frage: „Meinst du, dass du mit Recht zürnst?“ Gern auch aus dem Mund der Gretas und Luisas und aller, die nach ihnen kommen. Und hoffentlich auch das Gespräch mit dem Gott, der nicht nur die netten Menschen und nicht nur die niedlichen Tiere liebt. 

Wenn ich Gottes Einladung annehme, mit meinen Mitgeschöpfen so barmherzig zu werden, wie er es ist, dann hat die Jona-Geschichte doch noch ein Happy End.

Nachtrag: Diesen Text habe ich für die Evangelische Morgenfeier vom 11.7.2021 auf Bayern 1 Radio geschrieben.

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