Das kommt kurz nach dem Reformationstag: Ich habe The Great Emergence weitergelesen und bin nach einem Kapitel über die Vorgeschichte und Wirkung der Reformation (beziehungsweise den Fragen, die sie aufwarf) nun bei den Entwicklungen, die das reformatorische Paradigma sprengen, das vor 500 Jahren die mittelalterlichen Autoritäten ersetzte. Sehr spannend, ich werde in den nächsten Tagen mal eine Zusammenfassung wagen.
Tickle ist überzeugt, dass das protestantische Schriftprinzip (wichtig: nicht die Schrift selbst!) in naher Zukunft mausetot sein wird. Wenn ich es richtig sehe, sieht sie das Wirken des Heiligen Geistes an dessen Stelle treten, das deutet sich in ihrer Darstellung der Pfingstbewegung an.
Bis ich das alles verstehe und wiedergeben kann, hier ein Artikel von Kurt Willems aus The Ooze, der sich mit einem postmodernen Schriftverständnis befasst und ein paar Fehlinterpretationen von Derrida und Lyotard zu korrigieren versucht.

