Preview: Prinz Kaspian von Narnia

Der zweite Film der Narnia-Reihe hat in jeder Hinsicht deutlich gewonnen. Aslan klingt zwar immer noch wie Elmar Gunsch, sieht aber nicht mehr so plüschig aus – und das ist nur ein Indiz dafür, dass es keine Kindergeschichte mehr ist, die hier erzählt wird.

Die Fabelwesen bevölkern das unterdrückte Narnia nach wie vor, aber diesmal sind sie nicht vor einer weißen Hexe, sondern vor sehr weltlichen Truppen, die stark an die skrupellosen spanischen Conquistadores erinnern, in den Untergrund abgetaucht.

Es ist eine Geschichte über erwachsenen Glauben, der auch damit klarkommen muss, dass Gott scheinbar nicht eingreift und sich nicht zeigt, der mit Zweifeln fertig werden muss und mitten in fast schon hoffnungslosen Situationen Verantwortung wahrnehmen und Tapferkeit zeigen muss. Wenn Peter und Susan am Ende für immer in „unsere“ Welt zurückkehren, hat man das Gefühl, sie sind ihr auch wirklich gewachsen und warten auch nicht mehr auf den nächsten Trip.

Die Animationen sind stark verbessert und es ist den Machern bei allem Schlachtenlärm (der gegenüber der Buchvorlage stets überwiegt) immer wieder gelungen, kleine witzige Szenen einzubauen. Langeweile kommt also nicht auf, und das Ganze ist auch noch in sehr schöner Natur gefilmt.

Jetzt freue ich mich auf das Konzert mit Addi M. am kommenden Sonntag. Vorher aber muss ich das Buch doch noch einmal aus dem Schrank ziehen…

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