Zu viele Katzen

Heute morgen im Gottesdienst hatten wir eine Lesung aus der Volxbibel. Statt des verlorenen Schafes hat sich dort in Lukas 15 eines von 20 (!) Haustieren eines Katzenfans verlaufen. Es taucht zum Glück wieder auf, und Frauchen/Herrchen feiert eine Party.

So spontan war ich etwas ratlos: Ich war wohl nicht der einzige, der (weil allergisch gegen die lieben Tierchen) eine Wohnung mit 20 Katzen nie betreten würde. Die Feier würde also ohne mich stattfinden müssen. Meine Nachbarin (die eher an den Geruch in der Bude dachte) fand auch, dass jemand, der 20 Katzen hat, etwas merkwürdig ist.

Das ist der Bauer mit seinen 100 Schafen nicht. Hier geht es ja nicht um Tierliebe im spätmodernen Sinn – die Hirten damals und die Bauern heute sind da eher pragmatisch-unsentimental. Es ist eher so wie bei dem Abschnitt mit der verlorenen Drachme: ein wertvolles Besitzstück.

Eine Aktualisierung von biblischen Gleichnissen ist sicher wichtig, kann aber auch leicht schief gehen: Ich war über eine Katze weniger nicht so unglücklich. Katzen schlagen sich in der Regel ganz gut durch…

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