Heute las ich diesen Satz (und wer die Neigung zur Alliteration erkennt, ahnt vermutlich schon, woher er stammt):
The Bible’s view of manhood can be summarized by five characteristics: compassion, consistency, cooperation, commitment, and courage.
Aha. Gut, dass wir das nun wissen.
Aber woher kommt dieses penetrante Bedürfnis, Mannsein mit ein paar Schlagworten zu definieren? Und warum müssen es, wie in diesem Fall, Tugenden sein, keine Eigenschaften – nichts, was man(n) schon immer ist, sondern etwas, das man mit erheblichem Aufwand erst werden muss?
Mal abgesehen von der Frage, ob Frauen, die diese Tugenden besitzen (und da scheint es mir gar nicht wenige zu geben), dann noch Frauen sind, scheint Weiblichkeit der unproblematischere Begriff zu sein. Oder täusche ich mich da, und es ist inzwischen genauso verfahren?
Nichts gegen diese Tugenden, ich wünsche mir selbst jede einzelne davon. Weil es dabei um menschliche Reife geht. Aber doch nicht ums Mannsein!