Den Tod vor Augen

… hatten wir heute beim Spaziergang am Dechsendorfer Weiher. Nicht unseren Tod, aber den von ein paar tausend Fischen.

Während am einen Ende ein paar Verwegene tatsächlich badeten, bot sich am gegenüber liegenden Ufer dieses deprimierende Bild. Vom Geruch (der in den kommenden Tagen noch schlimmer werden dürfte) schreibe ich hier lieber nichts.

So etwas passiert nicht zum ersten Mal. Schwer zu verstehen, dass das niemand in den Griff bekommt…

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Was bedeutet „evangelikal sein“? (2)

Das Manifest zählt nun „defining features“ auf:

  1. Die Glaubenshaltung der Hingabe ist so wichtig wie die Glaubensinhalte
  2. Glaube drückt sich in Gottesdienst und Handeln genauso aus wie im (theologischen) Bekenntnis
  3. Die evangelikale Bewegung ist nicht auf definierbare Bewegungen begrenzt, sie ist nicht hierarchisch, vielfältig und anpassungsfähig – kulturell wie konfessionell
  4. Weil evangelikales Christsein nicht an eine Kultur gebunden ist, kann es auch nicht kulturell (etwa im Gegensatz von konservativ und progressiv), sondern es muss theologisch definiert werden
  5. Es definiert sich nicht aus der Abgrenzung heraus, sondern von Gottes Ja zu menschlichem Leben mit seinen Hoffnungen (und nur deshalb einem Nein zu allem, was Gottes Ebenbild in Menschen zerstört).
  6. Daher existiert evangelikales Christsein in einem doppelten Gegensatz: Zur Kapitulation des Liberalismus vor modernistischer Wissenschaftsgläubigkeit und der spiegelbildlichen Reaktion des konservativen Fundamentalismus, der seine problematischen, weil militanten Entsprechungen in anderen Religionen und im Atheismus/Säkularismus hat.
  7. Evangelikale sind gleichermaßen der Vergangenheit verbunden und offen für die Zukunft – innovativ, ohne dabei alles Neue automatisch als besser zu betrachten.

So verstanden (das hat mich beim Lesen überrascht) ist der Begriff Evangelikal weiter als „protestantisch“ und das evangelikale Prinzip der selbstkritischen Reflexion und Bereitschaft zu nötigen Veränderungen reicht weiter als es der Begriff „Protestant“ auszudrücken vermag.

Was es bedeutet, das protestantische Prinzip in der heutigen Situation anzuwenden, das wird im folgenden Abschnitt erklärt.

(Fortsetzung folgt)

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Was bedeutet „evangelikal sein“? (1)

Gestern stieß ich auf das Evangelical Manifesto. Es möchte angesichts von Missverständnissen und Verzerrungen helfen bei der Suche nach einer tragfähigen Identität und dabei alte Fehler vermeiden. Ich finde, das ist den Amerikanern gut gelungen. Und weil auch andernorts diskutiert wird, wie der Begriff zu verstehen und zu füllen ist und welche Art von Identifikation er (noch?) bietet, greife ich hier ein paar Punkte heraus, die der Diskussion bei uns (zuletzt u.a. in Der E-Faktor. Evangelikale und die Kirche der Zukunft) vielleicht auch weiter befruchten könnten.

Der Anfang des 20-seitigen Dokuments dient der Position: „Hier stehen wir“. Was an Luther erinnert, soll hier vor allem mit möglichst wenig Negation geschehen, prägend ist, wofür Evangelikale einstehen, und nicht, wogegen sie sind. Und die Anliegen, die Evangelikale positiv ausmachen, werden auch nicht exklusiv verstanden, sondern verbinden Evangelikale und andere christliche Traditionen:

Evangelicals are committed to thinking, acting, and living as Jesus lived and taught, and so to embody this truth and his Good News for the world that we may be recognizably his disciples.

Es folgen dann sieben theologische Bestimmungen, die recht traditionell und ausgesprochen christozentrisch (d.h. für mein Empfinden nicht ebenso explizit trinitarisch) daherkommen: Das Bekenntnis zur Göttlichkeit Christi, zur Versöhnungstat am Kreuz, neuem Leben aus dem Geist Gottes, zur Autorität der Schrift, zu einem ganzheitlichen Verständnis von Nachfolge, zur eschatologischen Hoffnung auf das Kommen Christi und siebtens finden sich die fünf Aufträge aus Rick Warrens Ekklesiologie auf der Liste.

(Fortsetzung folgt)

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Pflichtbesuch :-)

Gestern besuchte ich mit einem Noch-nicht-Erlanger den Berg, bei grandiosem Wetter. Entsprechend voll war es und man darf nicht unter Platzangst leiden oder Körperkontakt mit Fremden unangenehm finden. Schließlich fanden wir doch einen Sitzplatz und es bot sich diese Aussicht.

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